Grundlagen

1. Das "sch": Typisch für die Augsburger Umgebung und wichtigster Laut des bayerisch-schwäbischen Dialekts ist das "sch". Es ersetzt das einfache "s" und "st". So wird Augsburg zu Augschburg, Christkindelsmarkt zu Chrischtkindelsmarkt, weißt zu weisch oder gestern zu geschtern.

2. Das gerollte "r": Entweder man hasst es oder man liebt es, das gerollte "r". Klingt der Augsburger Dialekt durch die vielen "sch"-s hart und abgehakt, bringt das Rollen wieder ein wenig Rundung.

3. Das "a" am Ende: Endet ein Wort auf ,en‘, dann wird es in Schwaben gerne mal mit einem simplen "a" abgekürzt.  Beispiel: Schdrossaba (Straßenbahn) oder Kuacha (Kuchen).

Diese Grundlagen sollten Ihnen die Integration in den Augsburger Alltag etwas leichter machen. Aber man beachte: Keine Regeln ohne Ausnahmen! So weit die Theorie.

Für die Praxis helfen dann doch eher Einheimische. Ein lustiges Beispiel ist der Ur- Augsburger Walter Ranzmayr, eine Comedy-Figur des lokalen Radiosenders Hitradio rt1 und gesponsert von der Kampagne "Region Augsburg gefällt mir". Sein Motto lautet: "In der Früh d'Heimatzeitung, a Buttrrbrezg und mei Frau scho' außer Haus. Des is Leben!" Seine Sicht aufs aktuelle Geschehen und die kleinen Geschichten aus der Nachbarschaft machen täglich Spaß.

Hitradio rt1 präsentiert noch ein nützliches Tool in Sachen Augsburger Dialekt: "Learning Augsburg", der Sprachatlas für Nicht-Augsburger.