Pressemitteilung: 1. A³ Immobilienkongress Wirtschaftsraum Augsburg

(Bildergalerie: siehe unten, Link)

 

Der 1. A³ Immobilienkongress lieferte viele Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung des Immobilienstandorts. Das Fazit lautete: Das Potential ist vorhanden. Im Marketing müsse man mit Pfunden wuchern, und Markttransparenz schaffen. Es gelte Plattformen für den Austausch zu etablieren und gemeinsame Projekte vorantreiben.


Am 23. September 2013 diskutierte die regionale Immobilienbranche im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg über die die Potentiale, Chancen und Risiken des Immobilienmarkts der Region Augsburg im Vergleich zu anderen Standorten, insbesondere der Metropolregion München. Initiator war die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH A³, mit Unterstützung von Vertretern des Branchenetzwerks Aktivkreis Immobilien sowie Ausstellern aus dem Raum Augsburg. Ein wichtiger Diskussionspunkt war, wie die Branche zukünftig gemeinsam mehr erreichen könne. Weit über 100 Gäste aus der Stadt Augsburg, den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg sowie überregionale, Augsburg bereits verbundene Partner, zeugten von der Aktualität der Thematik.

 

Schritthalten mit der positiven Entwicklung des Immobilienstandorts
Den Auftakt zu dem spannenden Nachmittag bot eine Gruppenführung im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim), das mit der Sonderausstellung Textile Architektur die Gäste gleich mitten ins Thema hinein beförderte. Rupert Hackl von der Hypothekenbank Frankfurt riet in seiner Keynote dazu mit Speck Mäuse zu fangen. Augsburg sei ein erstklassiger Standort mit hervorragender Infrastruktur, Zukunftstechnologien und Innovationspotential. Er punkte weiter durch Top-Angebote namhafter Immobilienunternehmen wie Patrizia oder den aktuellen Projekten von KLAUS Wohnbau auf dem ehemaligen Hasenbräu-Gelände inmitten der Stadt. Auch die Leistungen der Augsburger WBG machten eine grandiose Leistung am Standort aus. Die Entwicklungen entlang der Bahnachse wären mit dem Beethovenpark ausgezeichnet. Diesen Speck müsse man also noch besser vermarkten, das Licht dürfe nicht unter den Scheffel gestellt werden.

 

In die gleiche Kerbe schlug auch der zweite Keynote-Redner, der Experte Dr. Cieleback von Patrizia, der Augsburg in seiner Rede acht anderen, vergleichbar großen deutschen Standorten, gegenüberstellte. Anhand von nüchternem Zahlenmaterial fand jedoch auch er zu einem Resümee über Augsburg, in welchem es an Superlativen nicht mangelte: Augsburg, drittgrößte Stadt Bayerns glänzt mit Understatement, braucht sich auf der Investorenlandkarte aber im deutschlandweiten Vergleich nicht zu verstecken. Augsburg sei als Bestandteil der Metropolregion München eine der attraktivsten Regionen Europas. Augsburg selbst stünde im deutschlandweiten Vergleich äußerst attraktiv da. Alle Variablen würden passen, so dass Investoren das in Augsburg vorfänden, was sie suchten: eine sehr geringe Arbeitslosenquote, starkes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, Zuzug und Stabilität. Zwar sei der Fokus der Investoren zunächst immer auf Metropolregionen gerichtet, doch Augsburg könne diese als eine Chance sehen, um sich darüber mit nach außen zu tragen. Ein essentielles Manko Augsburgs, ein Grund, warum Investoren hier weniger investieren und Augsburg bei Transaktionen hinter vergleichbaren Standorten liegt, sei die fehlende Transparenz. Es müsse Investoren leichter gemacht werden, an Informationen über den Immobilienstandort heran zu kommen. Dr. Cieleback erhoffte sich von dem A³ Immobilienkongress, dass damit Diskussionen angeregt würden und die Branche gemeinsam etwas nach vorne bringt. Peter Wagner wurde in seinem Statement noch konkreter, wo es heißt: Die Aufbruchsstimmung in Augsburg ist nicht nur spürbar sondern deutlich sichtbar. Durch diese überregionale Wahrnehmung erreichen wir die nächsthöhere Bewertungsstufe.

 

Von der Vision in die Umsetzung
Der Ruf nach mehr Markttransparenz, also einem Marktbericht, war auch zugleich eines der Ergebnisse von den Diskussionen an den Thementischen, an welchen die Teilnehmer nachmittags spannende, zum Teil kontroverse Gesprächsrunden absolvierten; dies zu den Themen Marktsituation, Technik und Anforderungen an die Projektfinanzierung, Zusammenarbeit von Politik und Branche sowie Ziele und Projekte der Branche. Ein anderes Brennpunktthema war der Flächen- insbesondere der Wohnungsbedarf. Wohnungen am Markt müssen bezahlbar bleiben. Die Nachfrage nach Wohnungen ist in Augsburg laut Peter Wagner besser als vor 3-4 Jahren, aber stabil, und keine Rede davon Schlange zu stehen. Der Augsburger Immobilienmarkt hat unter den großen bayrischen Städten das größte Potenzial. Vor dem Hintergrund des unzureichenden Wohnungsangebotes in der Landeshauptstadt München, stellt dies für die Stadtentwicklung Augsburgs eine riesige Chance dar, so Manfred Ruhdorfer von KLAUS Wohnbau in seinem Statement. Ein weiteres Anliegen der Gäste war, das Thema Kommunikation zu verbessern. Katja Scherer berichtete von ihrem Thementisch, dass stärkere Bindeglieder zwischen der Branche und der Verwaltung gewünscht seien. Diesen Gedanken griff auch der Baureferent der Stadt Augsburg Gerd Merkle auf, indem er den Nutzen von Netzwerktreffen unterstrich und sich für die Etablierung eines runden Tischs zwischen Branche und Verwaltung aussprach. Das Bauvolumen habe sich immens erhöht und die Stadt arbeite demzufolge bereits daran, über Umstrukturierungen Genehmigungsverfahren zu verkürzen. An die Branche war noch die Bitte gerichtet, möglichst gut vorbereitet zu den Behörden zu kommen. Jürgen Kolper von Patrizia hierzu: Erfolgreiche Stadtentwicklung funktioniert nur im engen Zusammenspiel zwischen Kommune und Entwickler. Auch die Kommunikation nach außen, also die Ansprache von Investoren, wurde intensiv diskutiert. Investoren würden langsam an den Augsburger Markt herangeführt. Auch hier könne die Region noch die eine oder andere Hausaufgabe machen, die über das Schaffen von Transparenz noch hinausginge. Es gelte, die Anforderungen von Investoren gut zu kennen, sich als Immobilienmarkt noch besser zu positionieren und im Bereich Wohnen und Gewerbe Ansiedlungen zu fördern. Augsburg verfügt über eine hervorragende Verkehrsanbindung nach München und bietet Wohnqualität auf hohem Niveau zu erschwinglichen Preisen. Die schwäbische Metropole mit dem Flair der ehemals freien Reichsstadt hat gute Chancen, neben Privatanlegern und familiy offices zunehmend auch institutionelle Investoren anzulocken, so Rupert Hackl. Natürlich muss weiterhin mit der Nähe zur Metropolregion München geworben werden und natürlich muss dabei die eigene Identität gewahrt bleiben.

 

Kein Ausweg, außer ich mache mit
Die Initiatoren verbinden mit dem Kongress konkrete Hoffnungen und Ziele. Wenn die Branche gemeinsam an einem Strang ziehe, könne auch etwas in Bewegung gebracht werden. Die Menge und Vielfalt der Ergebnisse bei den Gesprächsrunden lässt darauf schließen, dass noch ausreichend Gesprächsstoff besteht und der 1. A³ Immobilienkongress somit ein gelungener Auftakt war für weitere Immobilienveranstaltungen im Wirtschaftsraum Augsburg, die noch folgen können. Dabei sollen dann Sachthemen im Vordergrund stehen, wie Flächenentwicklung, Investorenansprache oder der Marktbericht, und den Wirtschaftsraum Augsburg mit all seinen Kommunen als vitalen Bestandteil der Metropolregion München weiter voran zu bringen. Den Gedanken, sich noch besser zu organisieren und zu professionalisieren, griff Andreas Thiel nochmals im Schlusswort auf, als er ankündigte, dass im Nachgang zu dem Kongress allen Gästen, basierend auf der Auswertung des Kongresses, Vorschläge zum Mitmachen geschickt werden. Wir wollen Sie mit vielen Vorschlägen konfrontieren und keinen Ausweg lassen, außer, ich mache mit.

 

Druckfähige Bilder können Sie unter presse(at)region-A3.com anfordern.

 

Bildergalerie A³ Immobilienkongress

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Ausstellerstand: aba Holz
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Ausstellerstand: IHK-Bildungshaus Schwaben
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tim
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Begrüßung: Andreas Thiel
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Begrüßung: Max Strehle
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Keynote 1: Rupert Hackl
Keynote 1: Rupert Hackl 161 Kb
Keynote 1: Rupert Hackl
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Auditorium im Mittelshed
Auditorium im Mittelshed 271 Kb
Keynote 2: Marcus Cieleback
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Podiumsdiskussion 1
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Thementisch: Marktsituation
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Thementisch: Technik und Anforderungen
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Thementisch: Ziele und Projekte
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Thementisch: Zusammenspiel mit Politik
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Ausstellerstand: Netzwerk Holzbau Augsburg
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Veranstalter: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH
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Diskussionen in der Pause
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Diskussionen in der Pause
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Diskussionen in der Pause
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© Fotos: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH / Thorsten Franzisi