Berufliche Schulen in A³

Im der Stadt und Region Augsburg gibt es eine Vielzahl von beruflichen Schulen. Berufliche Schulen bilden neben der betrieblichen Ausbildung den schulischen Teil der dualen Berufsbildung. Das Spektrum in und um Augsburg reicht von Berufsschulen, Berufsfachschulen und Fachschulen über Wirtschaftsschulen, Fachakademien bis zu Fachober- und Berufsoberschulen.

Berufsschulen: Theoretisch, fachgebunden, allgemeinbildend

Während die praktische Ausbildung in einem Betrieb stattfindet, werden die fachtheoretischen Kenntnisse für den jeweiligen Beruf in der Berufsschule vermittelt. Berufsschulen fördern zudem die Allgemeinbildung von Schülern. Der Unterricht findet in Teilzeit an einzelnen Tagen (zum Beispiel an einem Tag in der Woche) oder im Block (zum Beispiel neun Wochen pro Schuljahr) statt.

Fachschulen: Fortbildend, berufsbezogen, flexibel

Die Fachschule bietet Möglichkeiten ihre Absolventen auf die Übernahme mittlerer Führungsaufgaben oder die unternehmerische Selbstständigkeit vorzubereiten. Deshalb werden im Unterricht neben allgemeinbildenden vor allem berufsbezogene Fächer vermittelt. Aufnahmevoraussetzungen sind eine Berufsausbildung und in der Regel eine ausreichende praktische Berufstätigkeit. Die mindestens einjährigen Fachschulen können nach Maßgabe der Schulordnung den mittleren Schulabschluss verleihen.

Wirtschaftsschulen: Zweistufig, dreistufig, vierstufig

In der zweistufigen Wirtschaftsschule (WS) gibt es keine Wahlpflichtfächergruppen. Um die Schülerinnen und Schüler in zwei Jahren zum Wirtschaftsschulabschluss zu begleiten, ist der Unterricht in den Wirtschaftsfächern verdichtet. Die dreistufige Wirtschaftsschule führt nur die Wahlpflichtfächergruppe H, welche den Schwerpunkt auf wirtschaftliche Fächer legt. Die vierstufige Wirtschaftsschule bietet hingegen ab der Jahrgangsstufe 8 zwei Ausbildungsrichtungen an.

Fachakademien: Berufsvertiefend, vielseitig, anerkannt

Die Fachakademie bereitet durch eine vertiefte berufliche und allgemeine Bildung auf eine angehobene Berufslaufbahn vor. Der Unterricht findet mindestens zwei Schuljahre lang in Vollzeit statt. Als Voraussetzung zur Aufnahme sind in der Regel ein mittlerer Schulabschluss und eine berufliche Vorbildung erforderlich. Der Besuch der Fachakademie endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung und einer staatlich festgelegten Berufsbezeichnung.

Fach-/Berufsoberschulen: Staatlich, städtisch, erfolgversprechend

Die Berufsoberschule umfasst die Jahrgangsstufen 12 und 13. Bei nachweisbaren Fremdsprachenkenntnissen in einer zweiten Fremdsprache kann auch die allgemeine Hochschulreife erworben werden. Die Fachoberschule umfasst die Jahrgangsstufen 11, 12 und 13. Nach erfolgreichem Abschluss der 12. Jahrgangsstufe wird die allgemeine Fachhochschulreife verliehen. Schülerinnen und Schüler, die im Zeugnis der Fachhochschulreife einen bestimmten Notenschnitt erreichen, können nach der 13. Jahrgangsstufe die fachgebundene bzw. mit Nachweis entsprechender Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife erwerben.

Überbetriebliche Ausbildungsstätten

Unter überbetrieblicher Ausbildung versteht man Ausbildungsteile, die von Auszubildenden aus verschiedenen Betrieben genutzt werden, weil die einzelnen Betriebe diese Ausbildungsteile nicht selbst erbringen können. Die überbetriebliche Ausbildung ist als Teil der betrieblichen Ausbildungsphasen fest im Dualen Ausbildungssystem der deutschen Berufsbildung verankert.