Der Dieselmotor

Verbrennung für effizienten Antrieb

Die Wärmekraftmaschine mit der höchsten Energieeffizienz. Bis heute sind sie mit bis zu 46 % Wirkungsgrad den Ottomoren weit voraus.

Der erste Schritt in Richtung Dieselmotor waren die 1878 entworfenen Pläne für eine Dampfmaschine mit höchstem Wirkungsgrad. 1884 standen die Pläne für einen Ammoniakmotor. Drei Jahre später ist der Erfinder von der nächsten Idee entflammt: einem Ammoniak-Absorbtionsmotor.

Im Jahr 1892 wurde der Dieselmotor von seinem Erfinder Rudolf Diesel patentiert und in der Augsburger Maschinenfabrik zur Ära von Buz zwischen 1893 und 1997 entwickelt und gefertigt. Aus dieser Periode stammen der erste Kleindieselmotor und Dieselmotoren für LKWs und Lokomotiven. Der Versuch des Petroleummotors in Augsburg glückte 1895. Ab 1896 konzentrierte sich Diesel auf seine zweite Maschine. 1896 war es vollbracht: der erste Dieselmotor in Bewegung. Bereits 1893 hatte die Jury der Weltausstellung in Chicago sein Modell prämiert.

Von 1893 bis 1897 sollten die Experimente und Entwicklungen andauern, bis der erste selbstzündende Versuchsmotor mit 26 % Wirkungsgrad die Dampfmaschine mit 12 % endgültig überholte. Zwar waren zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Jahre lang Ottomotoren in Kraftfahrzeugen unterwegs, doch deren Wirkungsgrad war für Diesel alles andere als ausreichend. Der bislang noch ausschließlich stationär eingesetzte Vier-Takter hatte seine Karriere in Schiffahrt, Kraftfahrzeugen und zahlreichen anderen Industriezweigen, die nicht enden will, noch vor sich.

Vier Takte bringen den Dieselmotor in seinen Arbeitstakt: das Ansaugen von Außenluft, ihre Verdichtung auf 55 bar und Erhitzung auf 700 bis 900° Celsius, Einspritzung des Kraftstoffes in die Vorkammer und Selbstentzündung sowie Ausstoß des Gemischs.

Die größten Anforderungen an die Entwicklung erforderten unterschiedlichste Lösungen zu Einspritzverfahren und die dazu erforderlichen Bauweisen: Direkteinspritzung und ihre Variante Mittenkugelverfahren, Vorkammer - und Wirbelkammerverfahren.