Augsburger Student entwickelt "Digitalen Radiergummi" für mehr Sicherheit im Internet

Das Internet und die Social Media haben unser Leben bereichert. Das World Wide Web ist eine riesiger Datenpool, der von Jahr zu Jahr wächst. Jedoch spielt ein negativer Aspekt des Internets eine immer größere Rolle: Informationen, die einmal im Internet veröffentlicht wurden, bleiben (fast) immer dauerhaft bestehen. Egal ob peinliche Partyfotos oder interne Firmeninformationen - Sie verlieren in den allermeisten Fällen die Kontrolle über Ihre Daten. Sie können nicht mehr bestimmen wie lange, wo und für wen Ihre Informationen abrufbar sind, denn selbst gelöschte Daten bleiben auffindbar.

 

Deshalb schrieb das Bundesinnenministerium unter anderem einen Ideenwettbewerb zum Thema "Technik des Vergessens" aus. Sieger in dieser Kategorie wurde Sebastian Sterz aus Großaitingen, Student der Physik und Informatik an der Universität Augsburg. Seine Webseite www.melting-link.com ermöglicht Personen einen sicheren und uneinsehbaren Datenaustausch mit "Ablaufdatum", die Kommunikation bleibt in ihren Händen und verschwindet unkompliziert und diskret wieder aus dem Internet, wenn sie es wünschen. Dies geschieht durch so genannte "melting-links" (=minks), welche nur den Beteiligten bekannt sind und die Daten verschlüsseln. Ein "mink" ist nichts weiter als ein "schmelzender Link" - und zwar in verschlüsselter Form und mit begrenzter Haltbarkeit. Man stellt seine Textinformationen selber bei melting-link.com ein, verlinkt Inhalte wie Videos und Fotos via "minks" und bestimmt das Ablaufdatum.

 

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