Max Schuster

Unvorstellbar schwer und lang war der Weg, der im Jahr 1987 vor dem Augsburger Unternehmer Max Schuster lag. Ein schwerer Verkehrsunfall führte bei Tochter Evi Schuster zum Koma und schweren Hirnverletzungen. Nach den damaligen medizinischen Maßstäben in Deutschland sahen die Ärzte kaum Chancen für die Genesung der jungen Frau.
Auf der Suche nach Hilfe wurde er im Ausland fündig. Sowohl in den USA, als auch in der Schweiz war es bereits in den 80er Jahren möglich durch eine ganzheitliche Behandlung Patienten mit Hirnschäden zu rehabilitieren. Nach langer und intensiver Behandlung ist Evi Schuster heute fast vollständig genesen. Der Augsburger Unternehmer hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Die Behandlung, die seiner Tochter im Ausland zuteilwurde, wollte er nach Deutschland bringen. Das 1989 gegründete Therapiezentrum Burgau hat bis heute im Rehabereich Leuchtturmcharakter für ganz Deutschland. Mit seiner später gegründeten Max Schuster Stiftung unterstützt er auch das 1991 gegründete Nachsorge Zentrum Augsburg.

Im Mai 2012 erhielt Max Schuster für sein Lebenswerk den Bayerischen Gründerpreis.

 

 

Prof. Dr. Dieter Vollhardt

Prof. Dr. Dieter Vollhardt, geboren am 8. September 1951, ist seit 1996 Professor für Theoretische Physik III (Elektronische Korrelationen und Magnetismus)an der Universität Augsburg. Vollhardt befasste sich seit seiner Diplomarbeit und Dissertation in den 1970er Jahren mit superflüssigem Helium 3 und seiner komplizierten Phasenstruktur und in den 1980er Jahren unter anderem mit der Theorie der Anderson-Lokalisierung.

Im Jahre 2010 wurde Dieter Vollhardt die Max-Planck-Medaille, die höchste Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Leistungen in der Theoretischen Physik, überreicht. Der Physiker erhielt diese Auszeichnung als Anerkennung für die Entwicklung der Dynamischen Molekularfeldtheorie, die ein tieferes Verständnis der Vorgänge in magnetischen Materialien und Metalloxiden ermöglicht.

 

 

 

Dr. Julia Heidemann

Julia Heidemann, geboren 1982, studierte an der Uni Augsburg und TU München und arbeitet seit 2007 als Mitarbeiterin am Augsburger Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Informations- & Finanzmanagement und hat in nur zweieinhalb Jahren mit "summa cum laude" an der Universität Augsburg zum Thema "Wertorientierte Gestaltung von Kundenbeziehungen" promoviert. 2009 wurde sie zur "Nachwuchswissenschaftlerin des Jahres" gekürt. Grund dafür waren Heidemanns Spitzenleistungen in der Forschung und ihr Engagement für die Förderung junger Studenten.

 

 

 

Dr. Thomas Frommelt

Dr. Thomas Frommelt, geboren 1972 in Augsburg, studierte bis 2003 an der Universität Augsburg Physik mit Nebenfach Informatik. 2007 schrieb er seine Doktorarbeit zum Thema "Mischen und Sortieren mit SAW-Fluidik in Simulation und Experiment" am Augsburger Lehrstuhl der Experimentalphysik I (Prof. Dr. Achim Wixforth). Konkret ist es Frommelt in seiner summa cum laude-Dissertation gelungen, wesentlich zum Verständnis der Mikro- und Nanofluidik auf Chip-Labors beizutragen und zugleich eine Vielzahl technisch-physikalischer Probleme zu lösen. Die Durchmischung kleiner Flüssigkeitsmengen, die ein entscheidendes Problem auf dem Weg zum Chip-Labor darstellt und die bislang nur diffusiv bzw. über den Umweg sehr komplexer Geometrien möglich war, kann aufgrund des von Frommelt entwickelten Verfahrens wesentlich schneller und einfacher erfolgen.

Heute ist Dr. Frommelt Gruppenleiter im Bereich Modellierung und Simulation bei der SGL Carbon GmbH.

 

 

 

Maria Fischer

Seit jeher fasziniert das Träumen die Menschheit- so auch Maria Fischer. Ihre Diplomarbeit zeigt eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ansätzen zur Entstehung und Funktion von Träumen sowie deren Beziehung zur Wirklichkeit. Mit Ihrem Buch "Traumgedanken" erhielt sie den "Output Grand Prix" Preis, bei dem sie sich unter über 1000 Einsendungen durchgesetzt hat.

 

 

Prof. Dr. Jochen Mannhart

Mannhart studierte 1980 bis 1986 Physik an der Universität Tübingen, wo er 1987 promoviert und 1994 habilitiert wurde. 1996 erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Experimentalphysik VI am Zentrum für Elektronische Korrelationen und Magnetismus an der Universität Augsburg. Mannhart entwickelte u.a. neue rein oxidische Feldeffekttransistoren, bei denen Phasenübergänge an Grenzflächen geschaltet werden, zum Beispiel Übergänge zur Supraleitfähigkeit. Mannhart optimierte die Korngrenzflächen in Hochtemperatursupraleitern für deren praktische Anwendung zum Beispiel in Kabeln (Vergrößerung der Kristalloberflächen, Dotierung der Oberflächen, Ausrichtung der Kristalle).

Außerdem hat Mannhart (45) hat gemeinsam mit seinen Kollegen im Institut für Physik der Universität Augsburg seit 1996 den vom BMBF mit rund 25 Million Euro auf zehn Jahre anschubfinanzierten und vom Freistaat Bayern zusätzlich geförderten Schwerpunkt "Elektronische Korrelationen und Magnetismus" (EKM) aufgebaut und in kürzester Zeit als international hoch angesehene Forschungseinrichtung etabliert.