News Immobilien Vermarktung vor dem Abriss – Die Alte Stadtbücherei Augsburg wird staatliches Pilotprojekt für zirkuläres Bauen

Die Alte Stadtbücherei in Augsburg soll abgerissen werden -  aber nicht ohne vorher sämtliche wiederverwertbare Teile auszubauen und eine neue Heimat für sie zu suchen. Über die neue bundesweite Bauteile-Plattform Concular werden Fenster, Fliesen, Waschbecken, Treppengeländer, Türen und vieles mehr vermarktet. Das Projekt in Augsburg ist ein Versuch des Staatlichen Bauamts für diesen Ansatz des zirkulären Bauens und könnte bald in ganz Bayern Schule machen.

Viele Augsburger kennen sie seit ihrer Kindheit: Seit den 50er Jahren war die Alte Augsburger Stadtbücherei Anlaufstelle für Leseratten aller Altersgruppen. Nun muss sie einem Neubau zur Erweiterung der Stadt- und Staatsbibliothek weichen. Wer sich allerdings vor dem Abriss noch ein Stück Stadtgeschichte sichern will, hat dazu die einmalige Gelegenheit: Studierende der Hochschule Augsburg haben sämtliche noch nutzbare Teile katalogisiert und sie online auf der Bauteile-Plattform „Concular“ zur Vermarktung und Wiederverwertung angeboten.

Ein Stück Augsburger Geschichte verbauen ist nachhaltig

Von Holzfenstern über Glasbausteine aus den 50er Jahren, von der zweistöckigen Fluchttreppe, dem Treppengeländer, den Türen bis zu Spiegeln, Fliesen und vielen Elementen mehr reicht das Angebot, das das Start-up Concular unter der Landing Page https://concular.de/de/alte-stadtbuecherei-an-der-staats-und-stadtbibliothek-augsburg/  vermarktet. Zu jedem einzelnen Bauteil gibt es Details wie Fotos, Maße, Informationen, zu möglichen Schwierigkeiten des Rückbaus bis zu möglicher Schadstoffbelastung. Interessierte können Angebote abgeben, die Vermarktung des Bauteils wird dann bei Zuschlag über Concular organisiert.

Architektin Mikala Holme Samsøe, Professorin von der Hochschule Augsburg, die im Rahmen des Transferprojekts „Architektur.Im Kreis“ mit ihren Studierenden die Bauteile inventarisiert hat, sieht in der Wiederverwendung von Bauteilen einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des nachhaltigen Bauens: „Der Bau- und Gebäudesektor ist für fast 40 % der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Jedes Bauteil, das wiederverwendet wird, spart Energie und Ressourcen ein, die sonst für die Herstellung und Transport verbraucht werden.“ Und auch für Architekten ist das Zirkuläre Bauen eine Innovation. So hatten die Studierenden die Aufgabe, Entwürfe für ein neues Gebäude auszuarbeiten und möglichst viele Bauteile aus der Alten Stadtbücherei einzuplanen. „Das Bauen mit vorhandenen Bauteilen stellt den Entwurfsprozess auf den Kopf. Die Begrenzung der Verfügbarkeit kann zu schlichten und kreativen Lösungen führen. Es bewirkt gleichzeitig eine Reflexion über die Rückbaubarkeit. Studierende lernen so auch Wertschätzung für bereits Bestehendes,“ sagt Architektin Mikala Holme Samsøe, die das Projekt im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ geleitet hat.

Ein Vorbild für Bayern und Eigentümer größerer Immobilien

Das Beispiel könnte bayernweit Schule machen, denn Eigentümer des Gebäudes ist der Freistaat Bayern. Initiiert hat das Projekt Kathrin Fändrich vom Staatlichen Bauamt Augsburg. „Wir möchten mit dem spannenden Pilotprojekt in Augsburg testen, ob und wie sich die Wiederverwendung von Bauteilen vor dem Abriss realisieren lässt. Wenn es sich für uns als Bauherr lohnt, sehe ich hier ein irres Potential. Der Freistaat Bayern verfügt über einen gigantischen Schatz an Liegenschaften. Bayernweit betreuen wir 25.000 Gebäude. Energie, die gar nicht erst produziert werden muss, ist die beste Energieeinsparung. In der Wiederverwertung steckt ein großes Potential. Wir müssen aufhören zu verschwenden,“ erläutert Kathrin Fändrich.

Aber auch für andere Immobilienbesitzer, die einen Abriss und Neubau planen, kann es sich lohnen, zu Concular Kontakt aufzunehmen. Ab 3.000 Quadratmeter Objektgröße übernimmt das Unternehmen die Katalogisierung der Bauteile und Vermarktung. Unternehmen können damit nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, sondern auch selbst Entsorgungskosten vermeiden.

Weitere Informationen zum Projekt:

https://www.hs-augsburg.de/HSA-transfer/Experten-fuer-eine-nachhaltige-Entwicklung-Augsburgs/Architektur.-im-kreis.html 

Interessenten für die Bauteile aus der Alten Stadtbücherei finden hier einen Katalog:

https://concular.de/de/alte-stadtbuecherei-an-der-staats-und-stadtbibliothek-augsburg/

Die Alte Stadtbücherei in Augsburg soll abgerissen werden -  aber nicht ohne vorher sämtliche wiederverwertbare Teile auszubauen und eine neue Heimat für sie zu suchen. Über die neue bundesweite Bauteile-Plattform Concular werden Fenster, Fliesen, Waschbecken, Treppengeländer, Türen und vieles mehr vermarktet. Das Projekt in Augsburg ist ein Versuch des Staatlichen Bauamts für diesen Ansatz des zirkulären Bauens und könnte bald in ganz Bayern Schule machen.

Viele Augsburger kennen sie seit ihrer Kindheit: Seit den 50er Jahren war die Alte Augsburger Stadtbücherei Anlaufstelle für Leseratten aller Altersgruppen. Nun muss sie einem Neubau zur Erweiterung der Stadt- und Staatsbibliothek weichen. Wer sich allerdings vor dem Abriss noch ein Stück Stadtgeschichte sichern will, hat dazu die einmalige Gelegenheit: Studierende der Hochschule Augsburg haben sämtliche noch nutzbare Teile katalogisiert und sie online auf der Bauteile-Plattform „Concular“ zur Vermarktung und Wiederverwertung angeboten.

Ein Stück Augsburger Geschichte verbauen ist nachhaltig

Von Holzfenstern über Glasbausteine aus den 50er Jahren, von der zweistöckigen Fluchttreppe, dem Treppengeländer, den Türen bis zu Spiegeln, Fliesen und vielen Elementen mehr reicht das Angebot, das das Start-up Concular unter der Landing Page https://concular.de/de/alte-stadtbuecherei-an-der-staats-und-stadtbibliothek-augsburg/  vermarktet. Zu jedem einzelnen Bauteil gibt es Details wie Fotos, Maße, Informationen, zu möglichen Schwierigkeiten des Rückbaus bis zu möglicher Schadstoffbelastung. Interessierte können Angebote abgeben, die Vermarktung des Bauteils wird dann bei Zuschlag über Concular organisiert.

Architektin Mikala Holme Samsøe, Professorin von der Hochschule Augsburg, die im Rahmen des Transferprojekts „Architektur.Im Kreis“ mit ihren Studierenden die Bauteile inventarisiert hat, sieht in der Wiederverwendung von Bauteilen einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des nachhaltigen Bauens: „Der Bau- und Gebäudesektor ist für fast 40 % der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Jedes Bauteil, das wiederverwendet wird, spart Energie und Ressourcen ein, die sonst für die Herstellung und Transport verbraucht werden.“ Und auch für Architekten ist das Zirkuläre Bauen eine Innovation. So hatten die Studierenden die Aufgabe, Entwürfe für ein neues Gebäude auszuarbeiten und möglichst viele Bauteile aus der Alten Stadtbücherei einzuplanen. „Das Bauen mit vorhandenen Bauteilen stellt den Entwurfsprozess auf den Kopf. Die Begrenzung der Verfügbarkeit kann zu schlichten und kreativen Lösungen führen. Es bewirkt gleichzeitig eine Reflexion über die Rückbaubarkeit. Studierende lernen so auch Wertschätzung für bereits Bestehendes,“ sagt Architektin Mikala Holme Samsøe, die das Projekt im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ geleitet hat.

Ein Vorbild für Bayern und Eigentümer größerer Immobilien

Das Beispiel könnte bayernweit Schule machen, denn Eigentümer des Gebäudes ist der Freistaat Bayern. Initiiert hat das Projekt Kathrin Fändrich vom Staatlichen Bauamt Augsburg. „Wir möchten mit dem spannenden Pilotprojekt in Augsburg testen, ob und wie sich die Wiederverwendung von Bauteilen vor dem Abriss realisieren lässt. Wenn es sich für uns als Bauherr lohnt, sehe ich hier ein irres Potential. Der Freistaat Bayern verfügt über einen gigantischen Schatz an Liegenschaften. Bayernweit betreuen wir 25.000 Gebäude. Energie, die gar nicht erst produziert werden muss, ist die beste Energieeinsparung. In der Wiederverwertung steckt ein großes Potential. Wir müssen aufhören zu verschwenden,“ erläutert Kathrin Fändrich.

Aber auch für andere Immobilienbesitzer, die einen Abriss und Neubau planen, kann es sich lohnen, zu Concular Kontakt aufzunehmen. Ab 3.000 Quadratmeter Objektgröße übernimmt das Unternehmen die Katalogisierung der Bauteile und Vermarktung. Unternehmen können damit nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, sondern auch selbst Entsorgungskosten vermeiden.

Weitere Informationen zum Projekt:

https://www.hs-augsburg.de/HSA-transfer/Experten-fuer-eine-nachhaltige-Entwicklung-Augsburgs/Architektur.-im-kreis.html 

Interessenten für die Bauteile aus der Alten Stadtbücherei finden hier einen Katalog:

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