Pressemitteilung 03.06.2019 A³ Wirtschaftsdialog zum Thema Diversity im tim

Was hat Anerkennung und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit und Individualität mit der Erschließung neuer Fachkräftepotentiale zu tun? Um diese und weitere Fragen ging es am 28. Mai beim A³ Wirtschaftsdialog. Die Veranstaltung im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg stand am deutschlandweit gefeierten 7. Diversity Tag unter dem Motto „Vorteil Vielfalt“.

Wer sich als Unternehmen weiterentwickeln möchte, braucht qualifizierte Fachkräfte. Gerade in Zeiten des viele Branchen und Qualifikationen betreffenden Fachkräftemangels ist es für Unternehmen daher umso wichtiger, neue Fachkräftepotentiale zu erschließen. Wie Diversität in der Personalstrategie genutzt werden kann, diskutierten rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem A³ Wirtschaftsdialog „Vorteil Vielfalt“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts ZUSA – Zusammen in Augsburg statt.  Das durch die EU geförderte zweijährige Projekt schafft Begegnungs- und Diskussionsräume in der vielfältigen und diversen Stadt Augsburg.

Nach der Eröffnung der Runde von Eva Weber, Aufsichtsratsvorsitzende der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und 2. Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, präsentierte Maike Felder von der Agentur für Arbeit Augsburg aktuelle Zahlen zu den Arbeitsmarktpotentialen des Wirtschaftsraums Augsburg. „Diversity betont das verbindende Und, nicht das Entweder-oder“, so Türkân Deniz-Roggenbuck in ihrem anschließenden Vortrag. Sie forderte die Unternehmen auf, die Anerkennung und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit fest in der Unternehmenskultur zu verankern und zum Beispiel das eigene Unternehmen hinsichtlich der Zusammensetzung der Belegschaft, behindertengerechter Arbeitsplätze und einer geschlechtergerechten Sprache zu analysieren.

Neue Wege gehen    

Diversität geht weit über das Häufigkeitsverhältnis von Männer und Frauen in Führungspositionen hinaus und umfasst unterschiedliche Dimensionen, wie beispielsweise Alter, Familienstand, ethnische Zugehörigkeit oder sexuelle Orientierung. Wichtig im Umgang mit Diversity: Eine Öffnung als Unternehmen hin zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld. Dass es lohnt, sich zu öffnen und neue Wege zu gehen, weiß Ruth Kühbauch, HR-Managerin der Mediengruppe Pressedruck Dienstleistungs-GmbH & Co. OHG. Sie identifizierte Fachsprache und Sprache am Arbeitsplatz als ein Baustein mit großem Handlungsbedarf: In Zusammenarbeit mit der Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH führten sie daher ein Sprachmentoring-Programm als Teil des Diversity Managements ein. Dies ermöglichte ihnen, Mitarbeiter im Bereich Sprache individuell weiterzubilden und zu fördern. Gemeinsam mit Experte Nils Hackstein der IQ Fachstelle interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung, Verband für Interkulturelle Arbeit e.V. stellte sie Beispiele vor, wie Unternehmen neue Wege gehen und eine Willkommenskultur im Unternehmen fördern können.

„Betroffene zu Beteiligten machen“

Wie wichtig es ist, alle Beteiligten in Prozesse des Diversity Managements einzubinden, weiß Andreas Ullmann, Geschäftsführer der pd-printservice GmbH Augsburg. Nachdem das Unternehmen Defizite in der Personalstrategie feststellte, startete das Unternehmen gemeinsam mit der Organisation Tür an Tür einen Veränderungsprozess. Durch eine Steuerungsgruppe sollte Raum für Gestaltung geschaffen und insbesondere alle Betroffenen im Prozess beteiligt werden. Das konkrete Ziel: Eine Willkommenskultur im Unternehmen zu etablieren. Der Weg dorthin: Transparenz durch Verbesserung der Kommunikation. Da bei diesem langen Prozess die Arbeitskultur im Unternehmen verändert werden muss, kann dies als mühselig und langwierig empfunden werden und Frust entstehen. Andrea Bader von Tür an Tür motivierte, trotzdem durchzuhalten und nicht aufzugeben.

Recruiting mit Diversität      

Wie gestalte ich Recruiting mit Diversity? Dieser Frage widmete sich Katharina Fatelli, HR-Managerin bei Secomba GmbH. Gemeinsam mit externer Beratungsunterstützung begann Secomba, Diversity-Themen mit Erfolg im internen Recruiting zu etablieren. In ihrem Unternehmen wurde eine klassische Stellenausschreibung zur Wunschliste ohne jegliche geschlechterspezifische Anrede im Bewerbungsprozess. Anstatt eines klassischen Anschreibens wünschen sie ein Motivationsschreiben und verzichten bewusst auf ein Foto der Bewerber. Auch Fatelli betont, dass die innere Haltung entscheidend sei: Bereits bei der Stellenausschreibung sollte nicht nur überlegt werden, ob ein Personenkreis durch die Formulierung ausgeschlossen wird, sondern auch innere Vorurteile, die individuelle Haltung sowie persönliche Barrieren überprüft werden.

Diversity im Unternehmen: Tipps aus der Praxis  

Praktische Tipps, wie Diversity im Unternehmen umgesetzt werden kann, gaben Gordana Pocuca, District Managerin der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, und Eric Agbo, Geschäftsführer der InnoVision Concepts GmbH. Zwischen beiden Unternehmen besteht eine langjährige Kooperation mit dem Ziel der interkulturellen Öffnung und Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Durch die Implementierung und Ausbildung sogenannter „Betrieblicher Integrationsmentoren“ entwickelten sie eine Schnittstelle zwischen Randstad, Kundenunternehmen und Arbeitnehmern in Überlassung. Aus ihrer Erfahrung berichteten sie, dass nicht nur Global Player Diversität umsetzen können. Wichtig sei es, Ziele zu definieren, den Status Quo im Unternehmen zu betrachten, daraufhin konkrete Strategien zu entwickeln und umzusetzen sowie Erfolge nach einem festgelegten Zeitraum zu messen. Selbst bei Verunsicherungen ausgelöst durch Hautfarbe, Geschlecht, Religion etc. solle nicht das Hauptziel aus den Augen verloren werden, nämlich: das Unternehmen voranzubringen.

Zur Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH ist aktiv in den Bereichen Regionalmarketing und Regionalmanagement für den Wirtschaftsraum Augsburg. Themenschwerpunkte sind A³ Standortmarketing, Fachkräftesicherung, Technologietransfer, Nachhaltigkeit, Unternehmernetzwerke und Stärkung regionaler Identität. Die Gesellschafter sind Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg. Weitere Informationen zur Gesellschaft finden Sie unter www.regio-augsburg-wirtschaft.de.

Was hat Anerkennung und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit und Individualität mit der Erschließung neuer Fachkräftepotentiale zu tun? Um diese und weitere Fragen ging es am 28. Mai beim A³ Wirtschaftsdialog. Die Veranstaltung im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg stand am deutschlandweit gefeierten 7. Diversity Tag unter dem Motto „Vorteil Vielfalt“.

Wer sich als Unternehmen weiterentwickeln möchte, braucht qualifizierte Fachkräfte. Gerade in Zeiten des viele Branchen und Qualifikationen betreffenden Fachkräftemangels ist es für Unternehmen daher umso wichtiger, neue Fachkräftepotentiale zu erschließen. Wie Diversität in der Personalstrategie genutzt werden kann, diskutierten rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem A³ Wirtschaftsdialog „Vorteil Vielfalt“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts ZUSA – Zusammen in Augsburg statt.  Das durch die EU geförderte zweijährige Projekt schafft Begegnungs- und Diskussionsräume in der vielfältigen und diversen Stadt Augsburg.

Nach der Eröffnung der Runde von Eva Weber, Aufsichtsratsvorsitzende der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und 2. Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, präsentierte Maike Felder von der Agentur für Arbeit Augsburg aktuelle Zahlen zu den Arbeitsmarktpotentialen des Wirtschaftsraums Augsburg. „Diversity betont das verbindende Und, nicht das Entweder-oder“, so Türkân Deniz-Roggenbuck in ihrem anschließenden Vortrag. Sie forderte die Unternehmen auf, die Anerkennung und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit fest in der Unternehmenskultur zu verankern und zum Beispiel das eigene Unternehmen hinsichtlich der Zusammensetzung der Belegschaft, behindertengerechter Arbeitsplätze und einer geschlechtergerechten Sprache zu analysieren.

Neue Wege gehen    

Diversität geht weit über das Häufigkeitsverhältnis von Männer und Frauen in Führungspositionen hinaus und umfasst unterschiedliche Dimensionen, wie beispielsweise Alter, Familienstand, ethnische Zugehörigkeit oder sexuelle Orientierung. Wichtig im Umgang mit Diversity: Eine Öffnung als Unternehmen hin zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld. Dass es lohnt, sich zu öffnen und neue Wege zu gehen, weiß Ruth Kühbauch, HR-Managerin der Mediengruppe Pressedruck Dienstleistungs-GmbH & Co. OHG. Sie identifizierte Fachsprache und Sprache am Arbeitsplatz als ein Baustein mit großem Handlungsbedarf: In Zusammenarbeit mit der Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH führten sie daher ein Sprachmentoring-Programm als Teil des Diversity Managements ein. Dies ermöglichte ihnen, Mitarbeiter im Bereich Sprache individuell weiterzubilden und zu fördern. Gemeinsam mit Experte Nils Hackstein der IQ Fachstelle interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung, Verband für Interkulturelle Arbeit e.V. stellte sie Beispiele vor, wie Unternehmen neue Wege gehen und eine Willkommenskultur im Unternehmen fördern können.

„Betroffene zu Beteiligten machen“

Wie wichtig es ist, alle Beteiligten in Prozesse des Diversity Managements einzubinden, weiß Andreas Ullmann, Geschäftsführer der pd-printservice GmbH Augsburg. Nachdem das Unternehmen Defizite in der Personalstrategie feststellte, startete das Unternehmen gemeinsam mit der Organisation Tür an Tür einen Veränderungsprozess. Durch eine Steuerungsgruppe sollte Raum für Gestaltung geschaffen und insbesondere alle Betroffenen im Prozess beteiligt werden. Das konkrete Ziel: Eine Willkommenskultur im Unternehmen zu etablieren. Der Weg dorthin: Transparenz durch Verbesserung der Kommunikation. Da bei diesem langen Prozess die Arbeitskultur im Unternehmen verändert werden muss, kann dies als mühselig und langwierig empfunden werden und Frust entstehen. Andrea Bader von Tür an Tür motivierte, trotzdem durchzuhalten und nicht aufzugeben.

Recruiting mit Diversität      

Wie gestalte ich Recruiting mit Diversity? Dieser Frage widmete sich Katharina Fatelli, HR-Managerin bei Secomba GmbH. Gemeinsam mit externer Beratungsunterstützung begann Secomba, Diversity-Themen mit Erfolg im internen Recruiting zu etablieren. In ihrem Unternehmen wurde eine klassische Stellenausschreibung zur Wunschliste ohne jegliche geschlechterspezifische Anrede im Bewerbungsprozess. Anstatt eines klassischen Anschreibens wünschen sie ein Motivationsschreiben und verzichten bewusst auf ein Foto der Bewerber. Auch Fatelli betont, dass die innere Haltung entscheidend sei: Bereits bei der Stellenausschreibung sollte nicht nur überlegt werden, ob ein Personenkreis durch die Formulierung ausgeschlossen wird, sondern auch innere Vorurteile, die individuelle Haltung sowie persönliche Barrieren überprüft werden.

Diversity im Unternehmen: Tipps aus der Praxis  

Praktische Tipps, wie Diversity im Unternehmen umgesetzt werden kann, gaben Gordana Pocuca, District Managerin der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, und Eric Agbo, Geschäftsführer der InnoVision Concepts GmbH. Zwischen beiden Unternehmen besteht eine langjährige Kooperation mit dem Ziel der interkulturellen Öffnung und Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Durch die Implementierung und Ausbildung sogenannter „Betrieblicher Integrationsmentoren“ entwickelten sie eine Schnittstelle zwischen Randstad, Kundenunternehmen und Arbeitnehmern in Überlassung. Aus ihrer Erfahrung berichteten sie, dass nicht nur Global Player Diversität umsetzen können. Wichtig sei es, Ziele zu definieren, den Status Quo im Unternehmen zu betrachten, daraufhin konkrete Strategien zu entwickeln und umzusetzen sowie Erfolge nach einem festgelegten Zeitraum zu messen. Selbst bei Verunsicherungen ausgelöst durch Hautfarbe, Geschlecht, Religion etc. solle nicht das Hauptziel aus den Augen verloren werden, nämlich: das Unternehmen voranzubringen.

Zur Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH ist aktiv in den Bereichen Regionalmarketing und Regionalmanagement für den Wirtschaftsraum Augsburg. Themenschwerpunkte sind A³ Standortmarketing, Fachkräftesicherung, Technologietransfer, Nachhaltigkeit, Unternehmernetzwerke und Stärkung regionaler Identität. Die Gesellschafter sind Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg. Weitere Informationen zur Gesellschaft finden Sie unter www.regio-augsburg-wirtschaft.de.

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