Pressemitteilung 21.05.2021 Familienfreundlichkeit – ein unverzichtbarer Wert im Unternehmen

Beim A³ Wirtschaftsdialog „Mit Familienfreundlichkeit als KMU punkten“ in Kooperation mit dem Familienpakt Bayern trafen sich 35 Gäste online, um sich zu informieren, wie Familienfreundlichkeit im Unternehmen umgesetzt und gelebt werden kann.

In der Region A³ gibt es bereits viele Unternehmen, die sich das Thema Familienfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben und als Teil der Unternehmenskultur verankert haben. Zwei dieser Beispiele sind die 4 Wände GmbH und die baramundi software AG, die im Rahmen der Online-Veranstaltung offen aus ihrem Unternehmen berichtet und mit den TeilnehmerInnen in die Diskussion gegangen sind.

Der Familienpakt Bayern

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Bayern weiter zu verbessern und Impulse in Unternehmenswelt und Gesellschaft zu setzen, haben sich die Bayerische Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft zu einer schlagkräftigen Partnerschaft zusammengeschlossen. Der Familienpakt Bayern möchte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Bayern weiter optimieren, indem unter anderem familienfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden und ArbeitgeberInnen Unterstützung erhalten, unterschiedliche Maßnahmen in der Personalpolitik umzusetzen und das Thema „Familie und Beruf“ in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Die Servicestelle steht dabei für eine Erstberatung sowie mit zahlreichen Informationen, Check-Listen, Veranstaltungen und weiteren Angeboten zur Verfügung.

Kleine Betriebe – große Wirkung

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist besonders für Kleinbetriebe eine wichtige Aufgabe, um die Arbeitgeberattraktivität zu erhalten und Fachkräfte zu binden, dabei sollte das Familienbewusstsein als wesentlicher Teil des betrieblichen Risikomanagements gesehen werden“, so Frau Seefeld von der Servicestelle Familienpakt Bayern. Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, wie schnell sich Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit und die Anforderungen an Maßnahmen verändern können und wie sehr Eltern und Betriebe auf bedarfsorientierte und situationsangepasste Maßnahmen angewiesen sind. Umso wichtiger ist es, ArbeitnehmerInnen die größtmögliche Flexibilität zu ermöglichen und sich als UnternehmerIn an neue Rahmenbedingungen und individuelle Lebenssituationen der Mitarbeitenden anzupassen. „Entscheidend dafür, ob Vereinbarkeitsangebote wirken, ist ihre Integration in die Unternehmenskultur und das sollte sich in den Werten und Leitbildern der Betriebe widerspiegeln“, fügt die Referentin an. Ein zentraler Aspekt, der in Zukunft wichtiger wird, um Frauen im Berufsleben zu stärken, ist die Einführung einer Väter bewussten Personalpolitik. Deren Gelingen steht und fällt damit, dass auch Männer Angebote zur Vereinbarkeit erhalten und tatsächlich nutzen. Dafür müssen bestehende Angebote allerdings auch über verschiedene Kanäle stetig kommuniziert und so an die MitarbeiterInnen herangetragen werden. Und einen Praxis-Tipp für die Rekrutierung gibt die Referentin den Teilnehmern auch noch mit: „Eine Empfehlung durch Dritte ist für den Bewerbungsprozess am effektivsten. Eigene ArbeitnehmerInnen vermitteln mehr Informationen als eine Stellenanzeige.“

Aus der Praxis für die Praxis

4 Wände GmbH
Familienfreundlichkeit wird bei der 4Wände GmbH in Augsburg großgeschrieben. Susanne und Gerhard Hab, Geschäftsleitung des seit 2008 als Familienunternehmens geführten Betriebs, betonen die Wichtigkeit von interner Kommunikation „unter vier Augen“, um die Arbeitsverhältnisse an die individuellen Lebensbedürfnisse der Angestellten anzupassen. Erfolgreich beweist das Unternehmen dies mit dem Modell Ausbildung in Teilzeit. „Ziel ist es, jungen Müttern, die schon Familien und Kinder haben, eine Ausbildung zu ermöglichen“, so Frau Hab. Bei diesen Arbeitsverhältnissen werden Arbeitszeiten beispielsweise flexibel an die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten bzw. an individuelle Betreuungssituationen angepasst oder bei familiären Notfällen entsprechende Maßnahmen ergriffen. Allgemein liegt den Verantwortlichen sehr viel an Familienfreundlichkeit im Berufsalltag, aber auch die Investition in Flexibilität und das Interesse an den Lebensrealitäten der eigenen MitarbeiterInnen halten sie für sehr wichtig, laut Herrn Hab ein Hauptgrund für die geringe Mitarbeiterfluktuation und eine überdurchschnittlich lange Betriebszugehörigkeit im Unternehmen.

baramundi software AG
Für Frau Daberger, HR Business Partner der baramundi software AG, ist Familienfreundlichkeit ein Thema, das aus vielen Puzzleteilen besteht. Hierzu zählen beispielweise flexible Arbeitszeiten, mobile Arbeitsplätze, Kinderbetreuungsangebote und Work-Family-Events. Die Pandemie hat maßgeblich zur gesteigerten Familienfreundlichkeit des Unternehmens beigetragen: „Corona hat das mobile Arbeiten etabliert“, erzählt Frau Daberger. Die baramundi software AG bezuschusst zudem monatlich Kita- und Kindergartenplätze und lädt die Familienmitglieder der MitarbeiterInnen zu regelmäßigen Familienfesten ein. Außerdem veranstaltet das Unternehmen am Buß- und Bettag jährlich einen Kids-Day und bietet ein Sommerferienprogramm an, um die Betreuung in Ferienzeiten zu unterstützen. Zu einer familienfreundlichen Unternehmenskultur gehört auch ein bezahlter Sonderurlaub und Bonuszahlungen zur Geburt des eigenen Kindes und flexible Teilzeitmöglichkeiten – auch bei Führungskräften. Das Motto eines familien-freundlichen Betriebs, wie bei baramundi, lässt sich gut mit den Worten „Arbeitszeit ist Lebenszeit“ zusammenfassen und hat in Pandemie-Zeiten eine ganz neue Bedeutung bekommen. So kam die Idee, den Kaffeegang im Büro auf einer virtuellen Plattform abzubilden, bei den baramundianern gut an.

Beim A³ Wirtschaftsdialog „Mit Familienfreundlichkeit als KMU punkten“ in Kooperation mit dem Familienpakt Bayern trafen sich 35 Gäste online, um sich zu informieren, wie Familienfreundlichkeit im Unternehmen umgesetzt und gelebt werden kann.

In der Region A³ gibt es bereits viele Unternehmen, die sich das Thema Familienfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben und als Teil der Unternehmenskultur verankert haben. Zwei dieser Beispiele sind die 4 Wände GmbH und die baramundi software AG, die im Rahmen der Online-Veranstaltung offen aus ihrem Unternehmen berichtet und mit den TeilnehmerInnen in die Diskussion gegangen sind.

Der Familienpakt Bayern

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Bayern weiter zu verbessern und Impulse in Unternehmenswelt und Gesellschaft zu setzen, haben sich die Bayerische Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft zu einer schlagkräftigen Partnerschaft zusammengeschlossen. Der Familienpakt Bayern möchte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Bayern weiter optimieren, indem unter anderem familienfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden und ArbeitgeberInnen Unterstützung erhalten, unterschiedliche Maßnahmen in der Personalpolitik umzusetzen und das Thema „Familie und Beruf“ in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Die Servicestelle steht dabei für eine Erstberatung sowie mit zahlreichen Informationen, Check-Listen, Veranstaltungen und weiteren Angeboten zur Verfügung.

Kleine Betriebe – große Wirkung

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist besonders für Kleinbetriebe eine wichtige Aufgabe, um die Arbeitgeberattraktivität zu erhalten und Fachkräfte zu binden, dabei sollte das Familienbewusstsein als wesentlicher Teil des betrieblichen Risikomanagements gesehen werden“, so Frau Seefeld von der Servicestelle Familienpakt Bayern. Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, wie schnell sich Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit und die Anforderungen an Maßnahmen verändern können und wie sehr Eltern und Betriebe auf bedarfsorientierte und situationsangepasste Maßnahmen angewiesen sind. Umso wichtiger ist es, ArbeitnehmerInnen die größtmögliche Flexibilität zu ermöglichen und sich als UnternehmerIn an neue Rahmenbedingungen und individuelle Lebenssituationen der Mitarbeitenden anzupassen. „Entscheidend dafür, ob Vereinbarkeitsangebote wirken, ist ihre Integration in die Unternehmenskultur und das sollte sich in den Werten und Leitbildern der Betriebe widerspiegeln“, fügt die Referentin an. Ein zentraler Aspekt, der in Zukunft wichtiger wird, um Frauen im Berufsleben zu stärken, ist die Einführung einer Väter bewussten Personalpolitik. Deren Gelingen steht und fällt damit, dass auch Männer Angebote zur Vereinbarkeit erhalten und tatsächlich nutzen. Dafür müssen bestehende Angebote allerdings auch über verschiedene Kanäle stetig kommuniziert und so an die MitarbeiterInnen herangetragen werden. Und einen Praxis-Tipp für die Rekrutierung gibt die Referentin den Teilnehmern auch noch mit: „Eine Empfehlung durch Dritte ist für den Bewerbungsprozess am effektivsten. Eigene ArbeitnehmerInnen vermitteln mehr Informationen als eine Stellenanzeige.“

Aus der Praxis für die Praxis

4 Wände GmbH
Familienfreundlichkeit wird bei der 4Wände GmbH in Augsburg großgeschrieben. Susanne und Gerhard Hab, Geschäftsleitung des seit 2008 als Familienunternehmens geführten Betriebs, betonen die Wichtigkeit von interner Kommunikation „unter vier Augen“, um die Arbeitsverhältnisse an die individuellen Lebensbedürfnisse der Angestellten anzupassen. Erfolgreich beweist das Unternehmen dies mit dem Modell Ausbildung in Teilzeit. „Ziel ist es, jungen Müttern, die schon Familien und Kinder haben, eine Ausbildung zu ermöglichen“, so Frau Hab. Bei diesen Arbeitsverhältnissen werden Arbeitszeiten beispielsweise flexibel an die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten bzw. an individuelle Betreuungssituationen angepasst oder bei familiären Notfällen entsprechende Maßnahmen ergriffen. Allgemein liegt den Verantwortlichen sehr viel an Familienfreundlichkeit im Berufsalltag, aber auch die Investition in Flexibilität und das Interesse an den Lebensrealitäten der eigenen MitarbeiterInnen halten sie für sehr wichtig, laut Herrn Hab ein Hauptgrund für die geringe Mitarbeiterfluktuation und eine überdurchschnittlich lange Betriebszugehörigkeit im Unternehmen.

baramundi software AG
Für Frau Daberger, HR Business Partner der baramundi software AG, ist Familienfreundlichkeit ein Thema, das aus vielen Puzzleteilen besteht. Hierzu zählen beispielweise flexible Arbeitszeiten, mobile Arbeitsplätze, Kinderbetreuungsangebote und Work-Family-Events. Die Pandemie hat maßgeblich zur gesteigerten Familienfreundlichkeit des Unternehmens beigetragen: „Corona hat das mobile Arbeiten etabliert“, erzählt Frau Daberger. Die baramundi software AG bezuschusst zudem monatlich Kita- und Kindergartenplätze und lädt die Familienmitglieder der MitarbeiterInnen zu regelmäßigen Familienfesten ein. Außerdem veranstaltet das Unternehmen am Buß- und Bettag jährlich einen Kids-Day und bietet ein Sommerferienprogramm an, um die Betreuung in Ferienzeiten zu unterstützen. Zu einer familienfreundlichen Unternehmenskultur gehört auch ein bezahlter Sonderurlaub und Bonuszahlungen zur Geburt des eigenen Kindes und flexible Teilzeitmöglichkeiten – auch bei Führungskräften. Das Motto eines familien-freundlichen Betriebs, wie bei baramundi, lässt sich gut mit den Worten „Arbeitszeit ist Lebenszeit“ zusammenfassen und hat in Pandemie-Zeiten eine ganz neue Bedeutung bekommen. So kam die Idee, den Kaffeegang im Büro auf einer virtuellen Plattform abzubilden, bei den baramundianern gut an.

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