Universitätsklinikum: Effekte, Status & Co.

Die Universitätsklinik und die Medizinische Fakultät werden Auswirkungen auf den gesamten Wirtschaftsraum mit sich bringen. Welche genau, hat ein Gutachten näher untersucht. Die zu erwartenden Effekte sind enorm.

          

370 Personen im Bereich Bau- und Ersteinrichtungen 

         

Die Medizinische Fakultät mit dem Universitätsklinikum wird damit nicht nur die medizinische Versorgung der Region nochmals verbessern, sie schafft zudem vielfältige Chancen für die ökonomische Entwicklung des Wirtschaftsraums Augsburg. Gerade die Stärkung der Forschungslandschaft, erwartete Ausgründungen und Ansiedlungen von Firmen oder das Einwerben von Dritt- und Fördermitteln werden zu erheblichen Multiplikatoreffekten in der regionalen Wertschöpfung, aber auch im Bereich der Arbeitsplätze führen.

     

Ein von den beiden Wirtschaftskammern und den Gebietskörperschaften Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg gemeinsam mit der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH in Auftrag gegebenes Gutachten sieht allein in den einmaligen Effekten der Bau- und Ersteinrichtungsausgaben einen regionalen Initialeffekt im Bereich der Wertschöpfung von rund 125 Millionen Euro mit einem Beschäftigungsaufbau von 270 Personen, mit entsprechenden Multiplikatoreffekten sogar eine Wertschöpfung von knapp 200 Millionen Euro und einen Beschäftigungseffekt von 370 Personen.

300 bis 400 Millionen € Wertschöpfung, 6.500 Beschäftigte

    

Wesentlich wichtiger als die vorübergehenden Effekte von Bau- und Ersteinrichtung sind die Effekte des langfristigen Betriebs: Hier rechnen die Gutachter basierend auf dem vom Freistaat Bayern kalkulierten Kostenzuschuss von 100 Millionen Euro p. a. mit einer Wertschöpfung von mindestens 67 Millionen Euro, mit Sekundäreffekten sogar knapp 100 Millionen Euro, eine Beschäftigung von mindestens 1.100 Personen, mit Sekundäreffekten bis 1.500 Personen. Sofern die erhofften Multiplikatoreffekte durch höherwertige medizinische Angebote, Ausgründungen, Ansiedlungen von Unternehmen, das Einwerben von Drittmitteln usw. erfolgreich verlaufen, kann die Wertschöpfung primär bei fast 300, mit Sekundäreffekten sogar bei rund 400 Millionen Euro liegen, der Beschäftigungseffekt initial bei knapp 5.000 bzw. mit Sekundäreffekten bei rund 6.500 Personen. Damit hat die Universitätsklinik samt Medizinischer Fakultät das Potenzial, langfristig jedes Jahr eine Wertschöpfung von 400 Millionen Euro zu erzielen und parallel einen gesamten Beschäftigungseffekt von bis zu 6.500 Personen, so die Gutachter von Georg Consulting bzw. ETR aus Hamburg.

 

Quellen: Georg Consulting und Economic Trends Research (2017)