Zukunftsfähigkeit als Haltung
Resilienz beginnt vor der Krise: Exkursion zu Elobau zeigt nachhaltige Unternehmenspraxis im Allgäu
Wie können Unternehmen heute Strukturen schaffen, die sie morgen widerstandsfähiger machen? Antworten darauf erhielten Mitglieder des Resilienznetzwerks A³ und der Allgäu GmbH bei einer Exkursion zu Elobau ins Allgäu. Im Mittelpunkt standen gelebte Nachhaltigkeit, regionale Resilienz und konkrete Beispiele für zukunftsfähige Unternehmensführung.
Der Besuch machte deutlich: Resilienz entsteht nicht erst dann, wenn eine Krise bereits eingetreten ist. Vielmehr braucht es Weitsicht, neue Strukturen und den Mut, Veränderungen frühzeitig anzustoßen. Elobau und das Spin-off elocompanion zeigten, wie sich ökologische Verantwortung, soziale Aspekte und wirtschaftliche Stabilität in der Unternehmenspraxis verbinden lassen.
Ein zentraler Punkt war die Frage, wie Unternehmen mit multiplen Krisen umgehen können. Bei Elobau zeigt sich dieser Ansatz unter anderem in neuen Eigentums- und Beteiligungsmodellen, in der Einbindung der Belegschaft, in verlässlichen Partnerschaften sowie in der bewussten Reinvestition ins Unternehmen. Zukunftsfähigkeit wird hier nicht als einzelnes Projekt verstanden, sondern als Haltung, die sich in Strukturen, Entscheidungen und Produkten widerspiegelt.
Auch beim Rundgang durch das Produktionsgebäude von Elobau wurde deutlich, wie konkret Nachhaltigkeit umgesetzt werden kann. Das Werk in Holzständerbauweise verbindet ökologische Überlegungen mit sozialen Ansprüchen. Besonders eindrücklich war dabei ein Beispiel aus der Gebäudeplanung: Das neue Werk wurde bewusst einstöckig gebaut. Zwar bedeutet dies einen höheren Flächenverbrauch, gleichzeitig vermeidet die Bauweise aber eine räumliche Trennung zwischen Produktion und Entscheidungsebene. Es entsteht keine „oben“ und „unten“-Logik, sondern ein Arbeitsumfeld auf Augenhöhe.
Auch im Produktdesign verfolgt Elobau diesen Ansatz. Kreislaufwirtschaft, alternative Materialien wie Apfelleder, Reparierbarkeit, CO₂-Einsparungen und fundierte LCA-Studien sind dort Teil einer Unternehmenspraxis, die Nachhaltigkeit nicht nur strategisch beschreibt, sondern praktisch umsetzt.
Neben den fachlichen Impulsen bot die Exkursion Raum für Austausch und Vernetzung zwischen Unternehmen aus der Region. Der Fokus lag dabei klar auf konkretem Mehrwert: praxisnah, umsetzbar und ohne Hochglanzfolien.
Zu Elobau und elocompanion
Elobau produziert Bedienelemente für den Off-Highway-Bereich, Sensorik zur Positions- und Neigungserfassung, Füllstandsmesser und Maschinensicherheits-Bauteile. Das Unternehmen steht für Qualität „Made in Germany“. Mit einer Fertigungstiefe von über 90 Prozent werden nahezu alle Prozesse im Haus durchgeführt. Seit über zehn Jahren arbeitet Elobau intensiv daran, ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen, und gilt heute als Best-Practice-Beispiel für eine gelungene Nachhaltigkeitstransformation.
Das Elobau-Spin-off elocompanion begleitet Unternehmen auf dem Weg zur nachhaltigen Transformation. Es entwickelt Lösungen auf Augenhöhe und unterstützt Betriebe dabei, ökologisches Wirtschaften in der Praxis zu verankern.
Die Exkursion war eine Kooperationsveranstaltung des Resilienznetzwerks A³ mit der Allgäu GmbH und Elobau.
Zum Projekt
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Resilienznetzwerks A³ statt. Das Netzwerk unterstützt Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sich krisenfester aufzustellen und durch Austausch, Wissenstransfer und konkrete Formate voneinander zu lernen.
Das Projekt „GERN – Resilienznetz A³: Gemeinwohl, Engagement, Resilienz und Nachhaltigkeit im Netzwerk“ wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig Wirken“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Wie können Unternehmen heute Strukturen schaffen, die sie morgen widerstandsfähiger machen? Antworten darauf erhielten Mitglieder des Resilienznetzwerks A³ und der Allgäu GmbH bei einer Exkursion zu Elobau ins Allgäu. Im Mittelpunkt standen gelebte Nachhaltigkeit, regionale Resilienz und konkrete Beispiele für zukunftsfähige Unternehmensführung.
Der Besuch machte deutlich: Resilienz entsteht nicht erst dann, wenn eine Krise bereits eingetreten ist. Vielmehr braucht es Weitsicht, neue Strukturen und den Mut, Veränderungen frühzeitig anzustoßen. Elobau und das Spin-off elocompanion zeigten, wie sich ökologische Verantwortung, soziale Aspekte und wirtschaftliche Stabilität in der Unternehmenspraxis verbinden lassen.
Ein zentraler Punkt war die Frage, wie Unternehmen mit multiplen Krisen umgehen können. Bei Elobau zeigt sich dieser Ansatz unter anderem in neuen Eigentums- und Beteiligungsmodellen, in der Einbindung der Belegschaft, in verlässlichen Partnerschaften sowie in der bewussten Reinvestition ins Unternehmen. Zukunftsfähigkeit wird hier nicht als einzelnes Projekt verstanden, sondern als Haltung, die sich in Strukturen, Entscheidungen und Produkten widerspiegelt.
Auch beim Rundgang durch das Produktionsgebäude von Elobau wurde deutlich, wie konkret Nachhaltigkeit umgesetzt werden kann. Das Werk in Holzständerbauweise verbindet ökologische Überlegungen mit sozialen Ansprüchen. Besonders eindrücklich war dabei ein Beispiel aus der Gebäudeplanung: Das neue Werk wurde bewusst einstöckig gebaut. Zwar bedeutet dies einen höheren Flächenverbrauch, gleichzeitig vermeidet die Bauweise aber eine räumliche Trennung zwischen Produktion und Entscheidungsebene. Es entsteht keine „oben“ und „unten“-Logik, sondern ein Arbeitsumfeld auf Augenhöhe.
Auch im Produktdesign verfolgt Elobau diesen Ansatz. Kreislaufwirtschaft, alternative Materialien wie Apfelleder, Reparierbarkeit, CO₂-Einsparungen und fundierte LCA-Studien sind dort Teil einer Unternehmenspraxis, die Nachhaltigkeit nicht nur strategisch beschreibt, sondern praktisch umsetzt.
Neben den fachlichen Impulsen bot die Exkursion Raum für Austausch und Vernetzung zwischen Unternehmen aus der Region. Der Fokus lag dabei klar auf konkretem Mehrwert: praxisnah, umsetzbar und ohne Hochglanzfolien.
Zu Elobau und elocompanion
Elobau produziert Bedienelemente für den Off-Highway-Bereich, Sensorik zur Positions- und Neigungserfassung, Füllstandsmesser und Maschinensicherheits-Bauteile. Das Unternehmen steht für Qualität „Made in Germany“. Mit einer Fertigungstiefe von über 90 Prozent werden nahezu alle Prozesse im Haus durchgeführt. Seit über zehn Jahren arbeitet Elobau intensiv daran, ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen, und gilt heute als Best-Practice-Beispiel für eine gelungene Nachhaltigkeitstransformation.
Das Elobau-Spin-off elocompanion begleitet Unternehmen auf dem Weg zur nachhaltigen Transformation. Es entwickelt Lösungen auf Augenhöhe und unterstützt Betriebe dabei, ökologisches Wirtschaften in der Praxis zu verankern.
Die Exkursion war eine Kooperationsveranstaltung des Resilienznetzwerks A³ mit der Allgäu GmbH und Elobau.
Zum Projekt
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Resilienznetzwerks A³ statt. Das Netzwerk unterstützt Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sich krisenfester aufzustellen und durch Austausch, Wissenstransfer und konkrete Formate voneinander zu lernen.
Das Projekt „GERN – Resilienznetz A³: Gemeinwohl, Engagement, Resilienz und Nachhaltigkeit im Netzwerk“ wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig Wirken“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Wesentliches Learning der Exkursion:
Der reine Blick auf CO₂-Bilanzen reicht nicht aus. Nachhaltigkeit und Resilienz erfordern Abwägungen. Ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte müssen zusammengedacht werden, pauschale Antworten gibt es oft nicht.
Impressionen