News Innovation – Fraunhofer IGCV erarbeitet Konzept für klimafreundliche Energieversorgung auf Curaçao

Curaçao will bis 2040 klimaneutral werden – obwohl die Insel derzeit einen Großteil ihrer Energie noch aus Öl gewinnt. Im Rahmen einer „Insel-Challenge“ der Greening the Island Foundation auf der Solarwirtschaftsmesse Intersolar 2025 entwickelte ein interdisziplinäres Team unter Beteiligung von Markus Weber (Fraunhofer IGCV) ein Konzept für die Transformation des Energiesystems. Gemeinsam mit Expert:innen und Studierenden der TH Augsburg, HS Kempten sowie des iwb der TUM entstand in einem dreitägigen Workshop ein Lösungsansatz, der Curaçaos Vertreter:innen vorgestellt wurde und in künftige Planungen einfließen soll.

Wind & Sonne effizient kombinieren

Im Fokus stand die optimale Kombination aus bereits vorhandener Windkraft und zusätzlicher Photovoltaik. Mithilfe von Simulationen und Tools wie TOP-Energy, HOMER Energy und Python-Skripten analysierte das Team, wie verfügbare Flächen effizient genutzt werden können. Empfohlen wird eine Priorisierung der PV-Installation: zuerst auf Industrie- und privaten Dächern, anschließend als Solarparks auf Freiflächen und zuletzt – wo sinnvoll – als schwimmende PV-Anlagen. Das soll die Gesamtstromproduktion erhöhen, das Netz entlasten und Kosten durch die Nutzung bestehender Strukturen senken. 

Netzstabilität durch Speicher und smarte Planung

Ein zentraler Punkt bleibt die Netzstabilität: Auf einer Insel können Windflauten schnell zu Engpässen führen. Daher bewertet das Team Batteriespeicher als essenziell, um Überschüsse zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen. Für 2040 wird im Basisszenario ein Strommix erwartet, bei dem rund zwei Drittel aus Wind-, Solar- und Speicheranlagen stammen, während ein Drittel weiterhin über Dieselgeneratoren gedeckt wird. Um 90 Prozent Ökostrom zu erreichen, wären laut Berechnungen eine Verdreifachung der Solarkapazitäten sowie eine Vervierzehnfachung der Speicherkapazitäten nötig – bei gleichzeitig steigenden Überschüssen, die zeitweise abgeregelt werden müssten.

Neben technischen Fragen zeigte die Analyse auch gesellschaftliche Herausforderungen, die in das Konzept einfließen müssen: Der hohe Anteil an Stromdiebstahl – etwa durch manipulierte Zähler oder illegale Abzweigungen – erschwert die Netzplanung, da ungeplante Entnahmen zu Überlastungen und Ausfällen beitragen können. Die nächsten Schritte umfassen die detaillierte Ausarbeitung und Prüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Ergänzend sollen weitere Potenziale – etwa für Wasserstoff oder Biomasse – in ein inselweites Energiekonzept integriert werden.

Curaçao will bis 2040 klimaneutral werden – obwohl die Insel derzeit einen Großteil ihrer Energie noch aus Öl gewinnt. Im Rahmen einer „Insel-Challenge“ der Greening the Island Foundation auf der Solarwirtschaftsmesse Intersolar 2025 entwickelte ein interdisziplinäres Team unter Beteiligung von Markus Weber (Fraunhofer IGCV) ein Konzept für die Transformation des Energiesystems. Gemeinsam mit Expert:innen und Studierenden der TH Augsburg, HS Kempten sowie des iwb der TUM entstand in einem dreitägigen Workshop ein Lösungsansatz, der Curaçaos Vertreter:innen vorgestellt wurde und in künftige Planungen einfließen soll.

Wind & Sonne effizient kombinieren

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Netzstabilität durch Speicher und smarte Planung

Ein zentraler Punkt bleibt die Netzstabilität: Auf einer Insel können Windflauten schnell zu Engpässen führen. Daher bewertet das Team Batteriespeicher als essenziell, um Überschüsse zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen. Für 2040 wird im Basisszenario ein Strommix erwartet, bei dem rund zwei Drittel aus Wind-, Solar- und Speicheranlagen stammen, während ein Drittel weiterhin über Dieselgeneratoren gedeckt wird. Um 90 Prozent Ökostrom zu erreichen, wären laut Berechnungen eine Verdreifachung der Solarkapazitäten sowie eine Vervierzehnfachung der Speicherkapazitäten nötig – bei gleichzeitig steigenden Überschüssen, die zeitweise abgeregelt werden müssten.

Neben technischen Fragen zeigte die Analyse auch gesellschaftliche Herausforderungen, die in das Konzept einfließen müssen: Der hohe Anteil an Stromdiebstahl – etwa durch manipulierte Zähler oder illegale Abzweigungen – erschwert die Netzplanung, da ungeplante Entnahmen zu Überlastungen und Ausfällen beitragen können. Die nächsten Schritte umfassen die detaillierte Ausarbeitung und Prüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Ergänzend sollen weitere Potenziale – etwa für Wasserstoff oder Biomasse – in ein inselweites Energiekonzept integriert werden.

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