Veröffentlicht am 27. August 2026
News Innovation – Augsburger Forschung im All: Universität an europäischer ESA-Mission beteiligt
Die Universität Augsburg übernimmt gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die wissenschaftliche Leitung der europäischen Satellitenmission SOVA-S. Ab 2030 soll sie neue Erkenntnisse über Schwerewellen in der oberen Atmosphäre liefern – ein sichtbarer Erfolg für den Forschungsstandort Augsburg.
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat SOVA-S zur Umsetzung ausgewählt. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Michael Bittner und Priv.-Doz. Dr. Sabine Wüst von der Universität Augsburg und dem DLR. Gemeinsam verantworten sie die wissenschaftlichen Ziele, das Messkonzept und die Nutzung der Missionsdaten. Die operative Gesamtprojektleitung übernimmt ein Industriekonsortium unter Führung von OHB CzechSpace. Dieses setzt die Mission im Auftrag der ESA gemeinsam mit den wissenschaftlichen Partnern um. Der Start des Kleinsatelliten ist für 2030 vorgesehen.
Schwerewellen global beobachten
SOVA-S steht für „Satellite Observation of Waves in the Atmosphere – Scout“. Die Mission soll atmosphärische Schwerewellen in rund 90 Kilometern Höhe untersuchen. Diese spielen eine wichtige Rolle für Klimaprozesse und die Wechselwirkung zwischen Atmosphäre und Weltraum, sind in Modellen bislang jedoch nur unzureichend erfasst. Eine hochauflösende Infrarotkamera an Bord des Satelliten misst dafür das natürliche Luftleuchten, den sogenannten Airglow. Veränderungen darin lassen Rückschlüsse auf Stärke, Ausbreitungsrichtung und Wellenlänge der Schwerewellen zu.
Augsburger Beitrag zur Mission
Die wissenschaftlichen Grundlagen für die Mission wurden über viele Jahre an der Universität Augsburg und am DLR erarbeitet. Auch Messungen an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze flossen in das Missionskonzept ein und sollen künftig zur Validierung der Satellitendaten beitragen. Nach dem geplanten Start soll SOVA-S zwei bis fünf Jahre lang Daten aus einem erdnahen Orbit liefern. Daran wird sich eine mehrjährige wissenschaftliche Auswertungsphase anschließen, an der dann viele Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Nationen beteiligt sein werden.
Dass langjährige Augsburger Forschung damit Teil einer europäischen Satellitenmission wird, stärkt die internationale Sichtbarkeit des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Augsburg.
Die Universität Augsburg übernimmt gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die wissenschaftliche Leitung der europäischen Satellitenmission SOVA-S. Ab 2030 soll sie neue Erkenntnisse über Schwerewellen in der oberen Atmosphäre liefern – ein sichtbarer Erfolg für den Forschungsstandort Augsburg.
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat SOVA-S zur Umsetzung ausgewählt. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Michael Bittner und Priv.-Doz. Dr. Sabine Wüst von der Universität Augsburg und dem DLR. Gemeinsam verantworten sie die wissenschaftlichen Ziele, das Messkonzept und die Nutzung der Missionsdaten. Die operative Gesamtprojektleitung übernimmt ein Industriekonsortium unter Führung von OHB CzechSpace. Dieses setzt die Mission im Auftrag der ESA gemeinsam mit den wissenschaftlichen Partnern um. Der Start des Kleinsatelliten ist für 2030 vorgesehen.
Schwerewellen global beobachten
SOVA-S steht für „Satellite Observation of Waves in the Atmosphere – Scout“. Die Mission soll atmosphärische Schwerewellen in rund 90 Kilometern Höhe untersuchen. Diese spielen eine wichtige Rolle für Klimaprozesse und die Wechselwirkung zwischen Atmosphäre und Weltraum, sind in Modellen bislang jedoch nur unzureichend erfasst. Eine hochauflösende Infrarotkamera an Bord des Satelliten misst dafür das natürliche Luftleuchten, den sogenannten Airglow. Veränderungen darin lassen Rückschlüsse auf Stärke, Ausbreitungsrichtung und Wellenlänge der Schwerewellen zu.
Augsburger Beitrag zur Mission
Die wissenschaftlichen Grundlagen für die Mission wurden über viele Jahre an der Universität Augsburg und am DLR erarbeitet. Auch Messungen an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze flossen in das Missionskonzept ein und sollen künftig zur Validierung der Satellitendaten beitragen. Nach dem geplanten Start soll SOVA-S zwei bis fünf Jahre lang Daten aus einem erdnahen Orbit liefern. Daran wird sich eine mehrjährige wissenschaftliche Auswertungsphase anschließen, an der dann viele Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Nationen beteiligt sein werden.
Dass langjährige Augsburger Forschung damit Teil einer europäischen Satellitenmission wird, stärkt die internationale Sichtbarkeit des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Augsburg.