Pressemitteilung 16.10.2026 – Zirkuläres Bauen kann sich rechnen

85 Teilnehmende diskutierten bei einer Fachveranstaltung des Netzwerks Zirkuläres Bauen in Augsburg über die Wirtschaftlichkeit von Recycling und Wiederverwendung im Bauwesen. Das Fazit: Technisch ist vieles möglich, wirtschaftlich bereits heute konkurrenzfähig – doch etablierte Denk- und Bauweisen bremsen die Umsetzung.

Zirkuläres Bauen gilt als wichtiger Schlüssel für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Bauwirtschaft. Zahlreiche Pilotprojekte belegen inzwischen die technische Machbarkeit. Dennoch ist das Bauen in Kreisläufen noch längst nicht in der Breite angekommen. Zu aufwendig, zu teuer, zu unsicher in der Qualität – so lauten häufig die Vorbehalte. Wie berechtigt diese sind, diskutierten 85 Teilnehmende am 22. September 2026 bei der sechsten Fachveranstaltung des Augsburger Netzwerks Zirkuläres Bauen unter dem Titel „Zirkuläres Bauen – wirtschaftlich sinnvoll?“. Gastgeber war die Technische Hochschule Augsburg, die Organisation lag federführend bei der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH.

Das Fazit der Expertinnen und Experten aus Bauwirtschaft, Planung und Verwaltung: Zirkuläres Bauen kann bereits heute wirtschaftlich mit konventionellen Bauweisen mithalten und bietet teilweise sogar Kostenvorteile. Die größten Hindernisse liegen häufig weniger in der Technik als in fehlenden Informationen, mangelnder Praxiserfahrung und etablierten Planungsprozessen.

Gebäude als Rohstofflager begreifen

Stefan Schmidmeyer, Geschäftsführer des Baustoff Recycling Bayern e.V., zeigte, dass beim Recycling von Bau- und Abbruchmaterialien technisch und rechtlich deutlich mehr möglich ist als vielfach angenommen. Entscheidend sei, Beschaffung und Entsorgung gemeinsam zu denken und Materialkreisläufe frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

Benjamin Sillack vom Kompetenzzentrum Nachhaltiges Bauen bei Vermögen und Bau Baden-Württemberg plädierte dafür, Gebäude künftig als wertvolle Rohstofflager zu betrachten. Rund 15,5 Milliarden Tonnen Baustoffe sind in Deutschlands Gebäuden gebunden. Ihre Wiederverwendung kann langfristig Werte erhalten und neue wirtschaftliche Potenziale erschließen.

Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich zunehmend in diese Richtung. Julia Weißert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) erläuterte, dass Zirkularität bei Zertifizierungen, Förderungen und der Immobilienbewertung weiter an Bedeutung gewinnt. Entscheidend wird künftig nicht nur sein, was ein Gebäude heute kostet, sondern auch, welchen Wert seine Materialien morgen noch haben.

Praxisbeispiele zeigen: Wiederverwendung lohnt sich

Dass zirkuläres Bauen wirtschaftlich funktionieren kann, belegten konkrete Bauprojekte. Andrea Heil von EPEA – Part of Drees & Sommer stellte den Neubau „THE NEW 22“ in Stuttgart vor. Rund 73 Prozent der Materialien des selektiv zurückgebauten Bestandsgebäudes sollen wieder zum Einsatz kommen. Trotz zusätzlicher Aufwendungen für Rückbau, Aufbereitung und Materialprüfungen ist das Projekt nach den vorgestellten Berechnungen nicht teurer als ein konventioneller Abriss und Neubau.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam Robert Lotz von der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Bei der Aufstockung zweier Bestandsgebäude konnten gebrauchte Bauteile ohne Qualitätseinbußen wirtschaftlich eingesetzt werden. Entscheidend sind dabei eine frühzeitige Planung, funktionierende Logistik und kurze Transportwege.

Wie sich Kreislaufwirtschaft systematisch in öffentliche Bauvorhaben integrieren lässt, erläuterte Angela Blume von der Landesbaudirektion Bayern anhand eines Leitfadens für den Bayerischen Straßenbau. Moritz Kern von der N1 Circular GmbH stellte mit der kostenlosen SITE DEPOT Community eine Plattform vor, die Anbieter und Nachfrager von Reststoffen zusammenbringt und so hilft, Ressourcen und Entsorgungskosten einzusparen.

Die zentrale Botschaft der Veranstaltung: Zirkuläres Bauen ist keine ferne Zukunftsvision, sondern bereits heute technisch und wirtschaftlich umsetzbar. Damit es sich in der Breite durchsetzt, braucht es vor allem mehr Wissenstransfer, praktische Erfahrungen und ein Umdenken in der Planung.

85 Teilnehmende diskutierten bei einer Fachveranstaltung des Netzwerks Zirkuläres Bauen in Augsburg über die Wirtschaftlichkeit von Recycling und Wiederverwendung im Bauwesen. Das Fazit: Technisch ist vieles möglich, wirtschaftlich bereits heute konkurrenzfähig – doch etablierte Denk- und Bauweisen bremsen die Umsetzung.

Zirkuläres Bauen gilt als wichtiger Schlüssel für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Bauwirtschaft. Zahlreiche Pilotprojekte belegen inzwischen die technische Machbarkeit. Dennoch ist das Bauen in Kreisläufen noch längst nicht in der Breite angekommen. Zu aufwendig, zu teuer, zu unsicher in der Qualität – so lauten häufig die Vorbehalte. Wie berechtigt diese sind, diskutierten 85 Teilnehmende am 22. September 2026 bei der sechsten Fachveranstaltung des Augsburger Netzwerks Zirkuläres Bauen unter dem Titel „Zirkuläres Bauen – wirtschaftlich sinnvoll?“. Gastgeber war die Technische Hochschule Augsburg, die Organisation lag federführend bei der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH.

Das Fazit der Expertinnen und Experten aus Bauwirtschaft, Planung und Verwaltung: Zirkuläres Bauen kann bereits heute wirtschaftlich mit konventionellen Bauweisen mithalten und bietet teilweise sogar Kostenvorteile. Die größten Hindernisse liegen häufig weniger in der Technik als in fehlenden Informationen, mangelnder Praxiserfahrung und etablierten Planungsprozessen.

Gebäude als Rohstofflager begreifen

Stefan Schmidmeyer, Geschäftsführer des Baustoff Recycling Bayern e.V., zeigte, dass beim Recycling von Bau- und Abbruchmaterialien technisch und rechtlich deutlich mehr möglich ist als vielfach angenommen. Entscheidend sei, Beschaffung und Entsorgung gemeinsam zu denken und Materialkreisläufe frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

Benjamin Sillack vom Kompetenzzentrum Nachhaltiges Bauen bei Vermögen und Bau Baden-Württemberg plädierte dafür, Gebäude künftig als wertvolle Rohstofflager zu betrachten. Rund 15,5 Milliarden Tonnen Baustoffe sind in Deutschlands Gebäuden gebunden. Ihre Wiederverwendung kann langfristig Werte erhalten und neue wirtschaftliche Potenziale erschließen.

Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich zunehmend in diese Richtung. Julia Weißert von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) erläuterte, dass Zirkularität bei Zertifizierungen, Förderungen und der Immobilienbewertung weiter an Bedeutung gewinnt. Entscheidend wird künftig nicht nur sein, was ein Gebäude heute kostet, sondern auch, welchen Wert seine Materialien morgen noch haben.

Praxisbeispiele zeigen: Wiederverwendung lohnt sich

Dass zirkuläres Bauen wirtschaftlich funktionieren kann, belegten konkrete Bauprojekte. Andrea Heil von EPEA – Part of Drees & Sommer stellte den Neubau „THE NEW 22“ in Stuttgart vor. Rund 73 Prozent der Materialien des selektiv zurückgebauten Bestandsgebäudes sollen wieder zum Einsatz kommen. Trotz zusätzlicher Aufwendungen für Rückbau, Aufbereitung und Materialprüfungen ist das Projekt nach den vorgestellten Berechnungen nicht teurer als ein konventioneller Abriss und Neubau.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam Robert Lotz von der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Bei der Aufstockung zweier Bestandsgebäude konnten gebrauchte Bauteile ohne Qualitätseinbußen wirtschaftlich eingesetzt werden. Entscheidend sind dabei eine frühzeitige Planung, funktionierende Logistik und kurze Transportwege.

Wie sich Kreislaufwirtschaft systematisch in öffentliche Bauvorhaben integrieren lässt, erläuterte Angela Blume von der Landesbaudirektion Bayern anhand eines Leitfadens für den Bayerischen Straßenbau. Moritz Kern von der N1 Circular GmbH stellte mit der kostenlosen SITE DEPOT Community eine Plattform vor, die Anbieter und Nachfrager von Reststoffen zusammenbringt und so hilft, Ressourcen und Entsorgungskosten einzusparen.

Die zentrale Botschaft der Veranstaltung: Zirkuläres Bauen ist keine ferne Zukunftsvision, sondern bereits heute technisch und wirtschaftlich umsetzbar. Damit es sich in der Breite durchsetzt, braucht es vor allem mehr Wissenstransfer, praktische Erfahrungen und ein Umdenken in der Planung.

Mehr Infos zum Netzwerk Zirkuläres Bauen

Download – Presseunterlagen

Download – Pressemitteilung: Zirkuläres Bauen kann sich rechnen

Download – Digitale Pressemappe Wirtschaftsraum Augsburg

Download – A³ Logopaket (CMYK)

Download – A³ Logopaket (RGB)

Pressekontakt – Ansprechpartner/in

Geschäftsfeldleitung Kommunikation

Rebecca Weingarten

Pressemitteilungen und News – Das könnte Sie auch interessieren

News Arbeitgeber – Erster Bayerischer MINT-Gipfel

Am 16. November 2026 bringt der 1. Bayerische MINT-Gipfel im Energiepark Hirschaid Akteure aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zusammen, um die MINT-Bildung in Bayern zu stärken und gemeinsame Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Förderung der MINT-Berufe unterstützt die regionale Fachkräftesicherung. ... mehr
Mehr lesen

News Arbeitgeber/Fachkräfte – „A³ Arbeitswelt gemeinsam gestalten“ – Neue Gruppe auf A³ Connect

Mit der neuen Community „A³ Arbeitswelt gemeinsam gestalten“ bietet A³ Connect eine Plattform für alle, die sich mit Fachkräftesicherung, Personalthemen und attraktivem Arbeiten in der Region A³ beschäftigen. ... mehr
Mehr lesen

News Standort – SONNTAG und CONLATA bündeln Kompetenzen

Zum 1. Januar 2027 schließen sich SONNTAG und die mittelstandsorientierte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerkanzlei CONLATA Geißelmaier & Partner mbB aus Augsburg zusammen. Damit stärkt SONNTAG seine Marktposition in Schwaben und erweitert die Beratungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen in der Region. ... mehr
Mehr lesen

News Standort – Neuer Heimat-Newsletter informiert vierteljährlich

Ab Mitte Oktober 2026 informiert das Bayerische Heimatministerium mit seinem neuen Heimat-Newsletter vierteljährlich über aktuelle Projekte, Entwicklungen und Fördermöglichkeiten. Auch für Kommunen, Vereine, Initiativen und Interessierte aus der Region Augsburg bietet der Newsletter wertvolle Informationen. ... mehr
Mehr lesen

News Standort – Augsburger Mathematik weltweit unter den Top 150

Laut dem Shanghai-Fächerranking zählt das Institut für Mathematik der Universität Augsburg zu den 150 besten Mathematikstandorten weltweit. Ein Erfolg, der die internationale Bedeutung des Forschungsstandorts Augsburg unterstreicht. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation – Werden Sie sichtbar im Wirtschaftsraum Augsburg: Neue Sponsoringpakete im Innovation Circle A³ verfügbar!

Sie planen gerade Ihr Marketingbudget für das kommende Jahr? Nutzen Sie unsere Plattformen im Wirtschaftsraum Augsburg für Ihre Sichtbarkeit und buchen Sie Ihr Sponsoringpaket und werden Sie Teil des Innovation Circles A³. Enthalten ist u.a. auch ein Ausstellerpaket für die jährlichen ... mehr
Mehr lesen

News Standort – Landkreis Augsburg jetzt auf WhatsApp

Der Landkreis Augsburg erweitert sein digitales Informationsangebot und ist ab sofort mit einem eigenen WhatsApp-Kanal vertreten. Interessierte können den Kanal auf ihrem Smartphone in der WhatsApp-App kostenlos abonnieren und erhalten dort aktuelle Informationen aus dem Landkreis. ... mehr
Mehr lesen

News Standort – Elmet sichert 140 Arbeitsplätze in Schwabmünchen

Die Elmet Group übernimmt die Metallproduktion von ams OSRAM am Standort Schwabmünchen. Damit bleiben rund 140 Arbeitsplätze sowie die traditionsreiche Produktion von Wolfram- und Molybdänprodukten im südlichen Landkreis Augsburg erhalten. ... mehr
Mehr lesen

News Nachhaltigkeit – 14 Naturgärten im Landkreis Augsburg ausgezeichnet

Im Landkreis Augsburg wurden 14 Gärten im Rahmen des bayernweiten Projekts „Bayern blüht – Naturgarten“ ausgezeichnet. Landrat Martin Sailer überreichte den Gartenbesitzerinnen und -besitzern im Landratsamt Augsburg ihre Urkunden und Plaketten. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation – LEW und THA_funkenwerk stärken Gründungsförderung in Bayerisch-Schwaben

Ziel ist es, junge Gründungsteams mit Unternehmen aus der Region zu vernetzen und den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft zu stärken. Ein zentraler Baustein ist der THA_funkenwerk Award 2026 powered by LEW am 29. Oktober, bei dem die besten Teams ihre Ideen präsentieren. ... mehr
Mehr lesen

News Immobilien – Architekturpreis für das Lehrgebäude der Medizinischen Fakultät

Das Lehrgebäude der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg wurde mit dem Förderpreis „3x7“ der Langner’schen Stiftung ausgezeichnet. Die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung ging am 7. Oktober an BHBVT Architekten, die das 2024 eröffnete Gebäude entworfen haben. ... mehr
Mehr lesen

News Immobilien – Aktuelle Herausforderungen im Holzbau: Tragwerk, Vergabe, Ausbau und Brandschutz

Im November geht die Weiterbildungsreihe „Holzbau Kompakt“ des Netzwerks Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg in die nächste Runde. An vier Montagabenden beleuchten Experten aktuelle Fragestellungen des modernen Holzbaus – praxisnah, kompakt und aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. ... mehr
Mehr lesen

Social Media Wall – News aus unseren sozialen Medien

Bleiben Sie up to date! – Newsticker-Anmeldung

Hier können Sie den wöchentlichen Newsticker abonnieren. Im Rahmen des Abonnements senden wir Ihnen jede Woche eine Zusammenfassung aller News der kommenden Woche zu. So sind Sie immer informiert und up to date!

Anrede

Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich. Lesen Sie die Hinweise zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten und zur Personalisierung des Newsletters in unserer Datenschutzerklärung.




▲ TOP