Veröffentlicht am 30. Oktober 2026
Pressemitteilung 30.10.2026 – A³ Wirstchaftsdialog Fachkräftesicherung bei ams Osram
Wie halten Unternehmen ihre Fachkräfte, wenn sich Märkte, Produkte und Prozesse grundlegend verändern – und wie gelingt es, die Beschäftigten auf diesem Weg mitzunehmen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des A³ Wirtschaftsdialogs, zu dem die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH am 22.10.26 zu ams OSRAM nach Schwabmünchen eingeladen hatte. Rund 60 Gäste aus Unternehmen, Kommunen und Institutionen nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines Industrieunternehmens im Wandel zu werfen. Durch das Programm führte Dr. Nina Schmitt, Leitung Geschäftsfeld Fachkräftesicherung und -marketing der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH.
Zur Begrüßung sprachen Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Gastgeber Ingo Hild, Werkleiter bei ams OSRAM in Schwabmünchen, und Benjamin Schorer, Erster Bürgermeister der Stadt Schwabmünchen. Andreas Thiel sagte: „Gerade jetzt lohnt es sich, in die eigenen Mitarbeitenden zu investieren. Wer heute Kompetenzen aufbaut und Wissen sichert, ist morgen handlungsfähig.“
Der Fachkräftemangel ist für die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben derzeit weniger drängend als noch vor zwei Jahren: Laut IHK-Konjunkturumfrage sehen ihn aktuell 34 Prozent der Betriebe als Geschäftsrisiko, damals war es fast die Hälfte. Entwarnung bedeutet das nicht – mit dem Renteneintritt der Babyboomer-Generation scheiden in den kommenden Jahren viele erfahrene Beschäftigte aus.
Impulse: Resilienz und Mentoring
In einem kurzen Impuls stellte Annabell Hummel-Wiest, Geschäftsfeldleitung Nachhaltigkeit Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, das Projekt GERN vor und machte deutlich, wie wichtig Resilienz in Zeiten des Wandels ist – für Beschäftigte ebenso wie für Organisationen.
Simone Schönfeld von CrossConsult unterstrich anschließend die Bedeutung von Mentoring. Wie erfolgreich dies gelingen kann, zeigt die Zusammenarbeit mit Ingo Hild: Er engagiert sich als Mentor im Programm Cross-Mentoring Augsburg und gibt seine Erfahrung aus vielen Jahren Transformationsarbeit an Nachwuchskräfte anderer Unternehmen weiter.
Vom Massenprodukt zur Projektarbeit
Im Hauptvortrag zeigte Ingo Hild, wie tiefgreifend sich sein Werk verändert hat: Der Standort hat sich von der Massenfertigung von Glühlampen zu kurzzyklischer Projektarbeit entwickelt. Gleichzeitig ging mehr als ein Viertel der Belegschaft in den Ruhestand – und mit ihr drohte wertvolles Wissen verloren zu gehen. Für Hild ist deshalb klar: „Fachkräfte fallen nicht vom Himmel.“ Sie müssten im eigenen Haus entwickelt werden. Bereits im April hatte er bei der Veranstaltung „Arbeitsmarkt – Quo Vadis?“ Einblicke in diese Transformationsarbeit gegeben.
Wie das gelingen kann, zeigte Hild anhand konkreter Maßnahmen:
- Mentoring und Coaching begleiten die Beschäftigten in neue Aufgaben.
- In Tandems geben erfahrene Mitarbeitende ihr Wissen an Auszubildende weiter und lernen im Gegenzug von deren digitalen Kompetenzen.
- Zukunftskompetenzen wie eine positive Fehlerkultur, Wertschätzung und lebenslanges Lernen werden gezielt gestärkt – ebenso die Bereitschaft, nicht immer auf 100-Prozent-Lösungen zu warten.
- Bei täglichen Shopfloor-Runden zu Schichtbeginn besprechen die Teams Sicherheit, Qualität, Kosten, Termine und Personal – so kann sich jede und jeder einbringen.
Der Erfolg ist messbar: Mehr als zwölf Prozent der Beschäftigten in der Produktion haben sich vom Maschinenbediener zur Fachkraft weiterentwickelt. Auch digital geht der Standort neue Wege: Ein Chatbot gibt den Beschäftigten schnellen Zugriff auf digitalisierte Prozessdokumente, ein digitaler Zwilling macht nachvollziehbar, wie jedes einzelne Produkt gefertigt wurde.
Beziehung und Befähigung statt Delegieren
Zum Abschluss des Programms griff Dr. Nina Schmitt, Geschäftsfeldleitung Fachkräftesicherung und-marketing, die Impulse des Abends auf. Sie betonte, worauf es für Führungskräfte ankommt, wenn sich ein Unternehmen in einem großen Transformationsprozess befindet: auf Beziehung und Befähigung statt auf bloßes Delegieren. Führungskräfte, die ihre Mitarbeitenden kennen, ihnen zuhören und sie gezielt stärken, schaffen die Voraussetzung dafür, dass Wandel gelingt.
Werksführung und Austausch
Bei der anschließenden Werksführung konnten die Gäste die Produktion selbst erleben. Beim Get-together kamen sie mit den Referierenden und untereinander ins Gespräch. Das Fazit: Fachkräftesicherung ist weit mehr als Recruiting. Wer Beschäftigte qualifiziert, Wissen weitergibt, Resilienz stärkt und alle Generationen in den Wandel einbindet, sichert sich die Fachkräfte von morgen.
Wie halten Unternehmen ihre Fachkräfte, wenn sich Märkte, Produkte und Prozesse grundlegend verändern – und wie gelingt es, die Beschäftigten auf diesem Weg mitzunehmen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des A³ Wirtschaftsdialogs, zu dem die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH am 22.10.26 zu ams OSRAM nach Schwabmünchen eingeladen hatte. Rund 60 Gäste aus Unternehmen, Kommunen und Institutionen nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines Industrieunternehmens im Wandel zu werfen. Durch das Programm führte Dr. Nina Schmitt, Leitung Geschäftsfeld Fachkräftesicherung und -marketing der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH.
Zur Begrüßung sprachen Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Gastgeber Ingo Hild, Werkleiter bei ams OSRAM in Schwabmünchen, und Benjamin Schorer, Erster Bürgermeister der Stadt Schwabmünchen. Andreas Thiel sagte: „Gerade jetzt lohnt es sich, in die eigenen Mitarbeitenden zu investieren. Wer heute Kompetenzen aufbaut und Wissen sichert, ist morgen handlungsfähig.“
Der Fachkräftemangel ist für die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben derzeit weniger drängend als noch vor zwei Jahren: Laut IHK-Konjunkturumfrage sehen ihn aktuell 34 Prozent der Betriebe als Geschäftsrisiko, damals war es fast die Hälfte. Entwarnung bedeutet das nicht – mit dem Renteneintritt der Babyboomer-Generation scheiden in den kommenden Jahren viele erfahrene Beschäftigte aus.
Impulse: Resilienz und Mentoring
In einem kurzen Impuls stellte Annabell Hummel-Wiest, Geschäftsfeldleitung Nachhaltigkeit Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, das Projekt GERN vor und machte deutlich, wie wichtig Resilienz in Zeiten des Wandels ist – für Beschäftigte ebenso wie für Organisationen.
Simone Schönfeld von CrossConsult unterstrich anschließend die Bedeutung von Mentoring. Wie erfolgreich dies gelingen kann, zeigt die Zusammenarbeit mit Ingo Hild: Er engagiert sich als Mentor im Programm Cross-Mentoring Augsburg und gibt seine Erfahrung aus vielen Jahren Transformationsarbeit an Nachwuchskräfte anderer Unternehmen weiter.
Vom Massenprodukt zur Projektarbeit
Im Hauptvortrag zeigte Ingo Hild, wie tiefgreifend sich sein Werk verändert hat: Der Standort hat sich von der Massenfertigung von Glühlampen zu kurzzyklischer Projektarbeit entwickelt. Gleichzeitig ging mehr als ein Viertel der Belegschaft in den Ruhestand – und mit ihr drohte wertvolles Wissen verloren zu gehen. Für Hild ist deshalb klar: „Fachkräfte fallen nicht vom Himmel.“ Sie müssten im eigenen Haus entwickelt werden. Bereits im April hatte er bei der Veranstaltung „Arbeitsmarkt – Quo Vadis?“ Einblicke in diese Transformationsarbeit gegeben.
Wie das gelingen kann, zeigte Hild anhand konkreter Maßnahmen:
- Mentoring und Coaching begleiten die Beschäftigten in neue Aufgaben.
- In Tandems geben erfahrene Mitarbeitende ihr Wissen an Auszubildende weiter und lernen im Gegenzug von deren digitalen Kompetenzen.
- Zukunftskompetenzen wie eine positive Fehlerkultur, Wertschätzung und lebenslanges Lernen werden gezielt gestärkt – ebenso die Bereitschaft, nicht immer auf 100-Prozent-Lösungen zu warten.
- Bei täglichen Shopfloor-Runden zu Schichtbeginn besprechen die Teams Sicherheit, Qualität, Kosten, Termine und Personal – so kann sich jede und jeder einbringen.
Der Erfolg ist messbar: Mehr als zwölf Prozent der Beschäftigten in der Produktion haben sich vom Maschinenbediener zur Fachkraft weiterentwickelt. Auch digital geht der Standort neue Wege: Ein Chatbot gibt den Beschäftigten schnellen Zugriff auf digitalisierte Prozessdokumente, ein digitaler Zwilling macht nachvollziehbar, wie jedes einzelne Produkt gefertigt wurde.
Beziehung und Befähigung statt Delegieren
Zum Abschluss des Programms griff Dr. Nina Schmitt, Geschäftsfeldleitung Fachkräftesicherung und-marketing, die Impulse des Abends auf. Sie betonte, worauf es für Führungskräfte ankommt, wenn sich ein Unternehmen in einem großen Transformationsprozess befindet: auf Beziehung und Befähigung statt auf bloßes Delegieren. Führungskräfte, die ihre Mitarbeitenden kennen, ihnen zuhören und sie gezielt stärken, schaffen die Voraussetzung dafür, dass Wandel gelingt.
Werksführung und Austausch
Bei der anschließenden Werksführung konnten die Gäste die Produktion selbst erleben. Beim Get-together kamen sie mit den Referierenden und untereinander ins Gespräch. Das Fazit: Fachkräftesicherung ist weit mehr als Recruiting. Wer Beschäftigte qualifiziert, Wissen weitergibt, Resilienz stärkt und alle Generationen in den Wandel einbindet, sichert sich die Fachkräfte von morgen.
Bildergalerie – Impressionen
Pressekontakt – Ansprechpartner/in
Rebecca Weingarten