Biodiversität auf Betriebsflächen

Resilienznetzwerk A³ zu Gast beim Landesamt für Umwelt

Im Grünen unterwegs sein, lernen, sich austauschen und dabei konkrete Ideen für das eigene Unternehmensgelände mitnehmen: Genau darum ging es bei der Exkursion des Resilienznetzwerks A³ zum Thema Biodiversität. Im Rahmen der Eventreihe „Ökologische Vielfalt – der Wert von Biodiversität und CO₂-Speichern für Unternehmen“ erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke, wie Artenvielfalt auf Betriebsflächen gefördert werden kann.

Zu Gast war das Resilienznetzwerk A³ beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg. Bei einem Rundgang über die Außenflächen stellte Artenschutzexperte Marcel Ruff die dort umgesetzten Maßnahmen vor. Die Außenanlagen des LfU bestehen in großen Teilen seit 1999 und wurden als Vorbild für die Gestaltung naturnaher Außenanlagen an öffentlichen Gebäuden geplant. Auf rund 64.000 Quadratmetern verbindet das Gelände natürliche Landschaftsbilder der Lechaue, Erinnerungen an die frühere Nutzung als Flugfeld, moderne Architektur und neue Lebensräume für Flora und Fauna in der Stadt.

Dabei wurde schnell deutlich: Biodiversität beginnt oft mit einem anderen Blick auf Flächen. Was auf den ersten Blick wie ein „unaufgeräumtes Eck“, ein Totholzstapel, verwitterte Steine, Sandhaufen oder eine scheinbar vergessene Wiesenfläche wirkt, kann auf den zweiten Blick ein wertvoller Lebensraum sein — etwa für Wildbienen, Insekten, Reptilien, Falter oder Vögel. Gerade solche Strukturen zeigen, dass naturnahe Gestaltung nicht immer aufwendig sein muss, aber viel bewirken kann.

Auch vermeintliche Restflächen bieten Potenzial: Flachdächer, Wiesenbereiche, Steinstrukturen, Gabionen oder Parkplätze können so gestaltet werden, dass sie ökologische Funktionen übernehmen. Offene, nicht vollständig versiegelte Bodenbeläge unterstützen Verdunstung, verbessern das Mikroklima und schaffen Lebensräume. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nicht jede Pflanzengemeinschaft überall passt. Entscheidend ist die richtige Vegetation am richtigen Ort — für echte ökologische Wirkung statt nur grüner Optik.

Ein weiteres Thema des Rundgangs war der Umgang mit Glasfassaden und Vogelschlag. Große Glasflächen werden von Vögeln häufig nicht als Hindernis erkannt. Geeignete optische Barrieren können hier helfen, Kollisionen zu vermeiden und Leben zu retten.

Im Anschluss gab Jennifer Bregenhorn, CSR Managerin bei Deuter Sport GmbH, einen Einblick in die Biodiversitätsanalyse des Unternehmens. Deuter hatte am Firmenstandort in Gersthofen im Herbst 2025 erstmals einen Biodiversitäts-Score ermitteln lassen. Vorgestellt wurden Ergebnisse des Biodiversitätsreports 2025 sowie bisherige und geplante Maßnahmen. Der Praxisimpuls zeigte, wie Unternehmen Biodiversität systematisch erfassen, bewerten und daraus konkrete Schritte für die Weiterentwicklung ihrer Standorte ableiten können.

Die Veranstaltung machte deutlich: Biodiversität ist kein reines Zusatzthema für den Nachhaltigkeitsbericht, sondern ein wichtiger Bestandteil ökologischer Nachhaltigkeit. Neben CO₂-Emissionen, Ressourcenverbrauch und sozialen Fragen wird der Schutz der Artenvielfalt für Unternehmen zunehmend relevanter — auf dem eigenen Gelände, in Lieferketten und in der Art, wie Flächen geplant und genutzt werden.

Ein besonderer Dank gilt dem Bayerischen Landesamt für Umwelt für die Möglichkeit, die Außenflächen zu besichtigen, sowie Marcel Ruff, Dr. Katrin Schachtl und Jennifer Bregenhorn für die fachlichen Einblicke.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Gut gemeinte Maßnahmen wie Honigbienenkästen auf Firmengeländen sind zwar sympathisch, ökologisch oft aber weniger wirksam als der gezielte Schutz von Wildbienen. Diese sind deutlich stärker gefährdet und als Bestäuber unverzichtbar.

Die Exkursion fand im Rahmen des Kooperationsprojekts „GERN – Resilienznetzwerk A³“ der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und der nunc sustainability consulting GmbH statt. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig Wirken“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll: Unternehmensgelände können weit mehr sein als funktionale Betriebsflächen. Sie können Lebensräume schaffen, ökologische Vielfalt fördern und einen sichtbaren Beitrag zu mehr Resilienz leisten.

Im Grünen unterwegs sein, lernen, sich austauschen und dabei konkrete Ideen für das eigene Unternehmensgelände mitnehmen: Genau darum ging es bei der Exkursion des Resilienznetzwerks A³ zum Thema Biodiversität. Im Rahmen der Eventreihe „Ökologische Vielfalt – der Wert von Biodiversität und CO₂-Speichern für Unternehmen“ erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke, wie Artenvielfalt auf Betriebsflächen gefördert werden kann.

Zu Gast war das Resilienznetzwerk A³ beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg. Bei einem Rundgang über die Außenflächen stellte Artenschutzexperte Marcel Ruff die dort umgesetzten Maßnahmen vor. Die Außenanlagen des LfU bestehen in großen Teilen seit 1999 und wurden als Vorbild für die Gestaltung naturnaher Außenanlagen an öffentlichen Gebäuden geplant. Auf rund 64.000 Quadratmetern verbindet das Gelände natürliche Landschaftsbilder der Lechaue, Erinnerungen an die frühere Nutzung als Flugfeld, moderne Architektur und neue Lebensräume für Flora und Fauna in der Stadt.

Dabei wurde schnell deutlich: Biodiversität beginnt oft mit einem anderen Blick auf Flächen. Was auf den ersten Blick wie ein „unaufgeräumtes Eck“, ein Totholzstapel, verwitterte Steine, Sandhaufen oder eine scheinbar vergessene Wiesenfläche wirkt, kann auf den zweiten Blick ein wertvoller Lebensraum sein — etwa für Wildbienen, Insekten, Reptilien, Falter oder Vögel. Gerade solche Strukturen zeigen, dass naturnahe Gestaltung nicht immer aufwendig sein muss, aber viel bewirken kann.

Auch vermeintliche Restflächen bieten Potenzial: Flachdächer, Wiesenbereiche, Steinstrukturen, Gabionen oder Parkplätze können so gestaltet werden, dass sie ökologische Funktionen übernehmen. Offene, nicht vollständig versiegelte Bodenbeläge unterstützen Verdunstung, verbessern das Mikroklima und schaffen Lebensräume. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nicht jede Pflanzengemeinschaft überall passt. Entscheidend ist die richtige Vegetation am richtigen Ort — für echte ökologische Wirkung statt nur grüner Optik.

Ein weiteres Thema des Rundgangs war der Umgang mit Glasfassaden und Vogelschlag. Große Glasflächen werden von Vögeln häufig nicht als Hindernis erkannt. Geeignete optische Barrieren können hier helfen, Kollisionen zu vermeiden und Leben zu retten.

Im Anschluss gab Jennifer Bregenhorn, CSR Managerin bei Deuter Sport GmbH, einen Einblick in die Biodiversitätsanalyse des Unternehmens. Deuter hatte am Firmenstandort in Gersthofen im Herbst 2025 erstmals einen Biodiversitäts-Score ermitteln lassen. Vorgestellt wurden Ergebnisse des Biodiversitätsreports 2025 sowie bisherige und geplante Maßnahmen. Der Praxisimpuls zeigte, wie Unternehmen Biodiversität systematisch erfassen, bewerten und daraus konkrete Schritte für die Weiterentwicklung ihrer Standorte ableiten können.

Die Veranstaltung machte deutlich: Biodiversität ist kein reines Zusatzthema für den Nachhaltigkeitsbericht, sondern ein wichtiger Bestandteil ökologischer Nachhaltigkeit. Neben CO₂-Emissionen, Ressourcenverbrauch und sozialen Fragen wird der Schutz der Artenvielfalt für Unternehmen zunehmend relevanter — auf dem eigenen Gelände, in Lieferketten und in der Art, wie Flächen geplant und genutzt werden.

Ein besonderer Dank gilt dem Bayerischen Landesamt für Umwelt für die Möglichkeit, die Außenflächen zu besichtigen, sowie Marcel Ruff, Dr. Katrin Schachtl und Jennifer Bregenhorn für die fachlichen Einblicke.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Gut gemeinte Maßnahmen wie Honigbienenkästen auf Firmengeländen sind zwar sympathisch, ökologisch oft aber weniger wirksam als der gezielte Schutz von Wildbienen. Diese sind deutlich stärker gefährdet und als Bestäuber unverzichtbar.

Die Exkursion fand im Rahmen des Kooperationsprojekts „GERN – Resilienznetzwerk A³“ der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und der nunc sustainability consulting GmbH statt. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig Wirken“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll: Unternehmensgelände können weit mehr sein als funktionale Betriebsflächen. Sie können Lebensräume schaffen, ökologische Vielfalt fördern und einen sichtbaren Beitrag zu mehr Resilienz leisten.

Drei Learnings to go aus der Exkursion:

  • Auch auf Parkplätzen sind Maßnahmen für Artenvielfalt möglich.
  • Bereits kleine, der Natur überlassene Räume, Sandhaufen oder Totholzstrukturen können viel für Insekten bewirken.
  • Aufsteller oder Infotafeln, die über scheinbar „unaufgeräumte“ Bereiche aufklären, schaffen Verständnis und Sympathie.

Nachhaltiges Wirtschaften Resilienznetzwerk A³

Das neue Resilienznetzwerk A³ hilft Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und sich krisenfest aufzustellen. Das Projekt bietet konkrete Hilfestellungen und Austauschmöglichkeiten, vermittelt Knowhow und fördert Synergien innerhalb der Region und darüber hinaus. Das Ziel: ... mehr
Das neue Resilienznetzwerk A³ hilft Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und sich krisenfest aufzustellen. Das Projekt bietet konkrete Hilfestellungen und Austauschmöglichkeiten, vermittelt Knowhow und fördert Synergien innerhalb der Region und darüber hinaus. Das Ziel: Resilienz in allen Dimensionen – ökologisch, technologisch, sozial, wirtschaftlich und entlang der Lieferkette – zu fördern und Unternehmen aktiv zu unterstützen.
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