Praxisbeispiel Innovation – Vom Campus zur Company – Tech-Startups als Impulsgeber für die Region
Im Gespräch mit dem Centre for Future Production an der Universität Augsburg erkunden wir, wie man dort junge Gründerinnen und Gründer im Deep Tech-Bereich unterstützt und wie die Region profitiert.
Eine Idee, Know How, Persönlichkeit, Team, Mentor:innen, Pilotpartner, Finanzierung, IP-Fragen, …. Diese und weitere Aspekte eint, dass sie junge Menschen auf dem Weg zum Startup im Tech-Bereich begleiten. Tobias Seemiller kennt die Themen gut: Am Centre for Future Production (CFP) der Universität Augsburg ist er für den Bereich „Venture Building & KI-Innovation“ zuständig. Gemeinsam mit dem Team des CFP begleitet er Gründerinnen und Gründer auf dem Weg zum eigenen Unternehmen.
Im Rahmen des KI-Produktionsnetzwerks an der Universität Augsburg baute das CFP-Team ein einzigartiges Öko-System für Tech-Startups auf: Seit 2022 fanden über 200 Erstgespräche statt, aus denen 20 Gründerteams, 12 davon mit konkreter Förderung, entstanden. „Ein Startup zu gründen und zum Erfolg zu führen passiert nicht von heute auf morgen. Manche Teams begleiten wir über Monate, andere über Jahre – mit Pausen, Umwegen und Neuausrichtung. Potenzial erkennt man oft früh, aber heben lässt es sich nur, wenn die Bedingungen stimmen“, erklärt Seemiller.
Öko-System für Tech-Gründungen
Dafür, dass die Bedingungen stimmen, sorgt das CFP gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des StartHub der Universität Augsburg. Der Austausch ist eng, man organisiert gemeinsam Events. Das Netzwerk reicht über die Universität hinaus in die Region. Enge Verbindungen bestehen beispielsweise zur Initiative „Augsburg gründet!“ und dem Digitalen Zentrum Schwaben.
Die Begleitung beginnt früh mit Sensibilisierung und ersten Coachings und fokussiert auf den Deep-Tech Bereich der Universität Augsburg. Wenn es auf dem Weg zum eigenen Unternehmen dann konkreter um Künstliche Intelligenz (KI) und Produktion geht, unterstützt das gesamte CFP umfassend: Startups können auf das geballte Wissen, die Kontakte und Infrastruktur des Zentrums zurückgreifen.
Etablierte Unternehmen als Partner
„Was wir in der Region aufgebaut haben, ist ein lebendiges Ökosystem rund um die Themen Technologie/KI und Produktion: rund 5.000 Studierende in technischen Fakultäten, ein 5.300m2 großer KI-Erlebnisraum mit Anlagen im Industriemaßstab und ein Unternehmensnetzwerk mit etwa 800 Firmen. Die Unternehmen geben Feedback, öffnen Türen, testen mutige Ideen“, fasst Dr. Juliane Gottmann, wissenschaftliche Geschäftsführerin des CFP, zusammen. Seemiller ergänzt: „Wir kennen die Betriebe persönlich, und wir kennen unsere Gründerteams genauso gut. Die schnelle Integration in unserem Netzwerk ist unser Handwerk und beide Seiten profitieren von diesem Austausch.“
Dabei fokussiert sich die Startup-Förderung am CFP nicht nur auf KI als Technologie, sondern auch auf die menschlichen Faktoren wie Haltung, Unternehmenskultur und Kommunikation, die Voraussetzung für Innovationen sind. Im Fokus stehen neben der Technologie auch Menschen und Nachhaltigkeit. Seemiller fasst stolz zusammen: „Unser Ökosystem ist wirklich großartig“.
Impulsgeber für die Region
Strategisch ergänzt die Förderung von Startups den Bereich der Forschung sowie das Thema Aus- und Weiterbildung. „Transfer, sprich wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Unternehmen zu bringen, ist ein wichtiger Auftrag der Universitäten. Startups bringen neue Technologien extrem schnell an den Markt – so schnell geht das in keinem etablierten Unternehmen. Als Nebeneffekt entstehen neue Arbeitsplätze“, erläutert Prof. Dr. Markus Sause. Der Direktor des CFP gründete bereits selbst mehrere Unternehmen und lässt die Jungunternehmer gerne an seinem Wissen teilhaben.
Beispiele für Augsburger Tech-Startups:
Die Teams von Fibclick, materAIze und Kivion stellen ihre innovativen Unternehmensideen gerne vor und freuen sich auf den Austausch. Auf den Websites finden Sie weitere Informationen und Ansprechpartner.
Fibclick: Smartes CAD-System
Eines der Gründungsteams ist „Fibclick“, das sich 2022 vor allem durch die Entrepreneurship-Angebote an der Universität Augsburg zusammengefunden hat. Das Team entwickelt eine intelligente CAE-Software, die durch KI und Prozesssimulationen den Design- und Aufbauprozess industrieller Anlagen digitalisiert und automatisiert. Dies ersetzt das bislang aufwendige und fehleranfällige manuelle Produktionsdesign und ermöglicht auch Ingenieuren ohne tiefgehende Prozesskenntnisse, die Fertigung komplexer Komponenten, etwa im Leichtbau, problemlos durchzuführen.
Mehr Infos: https://fibclick.de/
materAIze: Sekundenschnelle Analyse von Kunststoffrezyklaten
Bei „materAIze“ dreht sich alles um Materialien. Durch einen Impuls im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Augsburg entstand die Idee für ein Verfahren zur schnellen Analyse von Kunststoffrezyklaten. Durch die Kombination von Sensorfusion und Machine-Learning-Algorithmen wird ein Materialprofil erstellt, das Qualitätsabweichungen unmittelbar erkennt. Die Lösung reduziert Ausschuss, beschleunigt Entscheidungsprozesse und unterstützt den geschlossenen Wertstoffkreislauf. Damit trägt materAIze zur Kostensenkung bei der Produktion und nachhaltigen Nutzung von Kunststoffen bei.
Mehr Infos:https://materaize.com/
Kivion: Plattform für KI-Anwendungsfälle
Kivion entwickelt eine Plattform für branchenübergreifende KI-Anwendungsfälle. Ziel ist es, mittelständische Unternehmen gezielt mit passenden IT- und KI-Dienstleistern zu vernetzen. Unternehmen geben lediglich einige zentrale Informationen ein und erhalten im Anschluss konkrete Lösungsvorschläge inklusive aller entscheidungsrelevanten Informationen sowie einer direkten Vernetzungsmöglichkeit zu den jeweiligen Anbietern. Die Anwendungsfälle reichen von internen KI-Chatbots als Wissensdatenbank über automatisierte Dokumentenverarbeitung und personalisierte Marketinglösungen bis hin zu datengetriebenen Prognosemodellen und vorausschauender Wartung in der Produktion.
Mehr Infos: https://www.kivion.de/
Im Gespräch mit dem Centre for Future Production an der Universität Augsburg erkunden wir, wie man dort junge Gründerinnen und Gründer im Deep Tech-Bereich unterstützt und wie die Region profitiert.
Eine Idee, Know How, Persönlichkeit, Team, Mentor:innen, Pilotpartner, Finanzierung, IP-Fragen, …. Diese und weitere Aspekte eint, dass sie junge Menschen auf dem Weg zum Startup im Tech-Bereich begleiten. Tobias Seemiller kennt die Themen gut: Am Centre for Future Production (CFP) der Universität Augsburg ist er für den Bereich „Venture Building & KI-Innovation“ zuständig. Gemeinsam mit dem Team des CFP begleitet er Gründerinnen und Gründer auf dem Weg zum eigenen Unternehmen.
Im Rahmen des KI-Produktionsnetzwerks an der Universität Augsburg baute das CFP-Team ein einzigartiges Öko-System für Tech-Startups auf: Seit 2022 fanden über 200 Erstgespräche statt, aus denen 20 Gründerteams, 12 davon mit konkreter Förderung, entstanden. „Ein Startup zu gründen und zum Erfolg zu führen passiert nicht von heute auf morgen. Manche Teams begleiten wir über Monate, andere über Jahre – mit Pausen, Umwegen und Neuausrichtung. Potenzial erkennt man oft früh, aber heben lässt es sich nur, wenn die Bedingungen stimmen“, erklärt Seemiller.
Öko-System für Tech-Gründungen
Dafür, dass die Bedingungen stimmen, sorgt das CFP gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des StartHub der Universität Augsburg. Der Austausch ist eng, man organisiert gemeinsam Events. Das Netzwerk reicht über die Universität hinaus in die Region. Enge Verbindungen bestehen beispielsweise zur Initiative „Augsburg gründet!“ und dem Digitalen Zentrum Schwaben.
Die Begleitung beginnt früh mit Sensibilisierung und ersten Coachings und fokussiert auf den Deep-Tech Bereich der Universität Augsburg. Wenn es auf dem Weg zum eigenen Unternehmen dann konkreter um Künstliche Intelligenz (KI) und Produktion geht, unterstützt das gesamte CFP umfassend: Startups können auf das geballte Wissen, die Kontakte und Infrastruktur des Zentrums zurückgreifen.
Etablierte Unternehmen als Partner
„Was wir in der Region aufgebaut haben, ist ein lebendiges Ökosystem rund um die Themen Technologie/KI und Produktion: rund 5.000 Studierende in technischen Fakultäten, ein 5.300m2 großer KI-Erlebnisraum mit Anlagen im Industriemaßstab und ein Unternehmensnetzwerk mit etwa 800 Firmen. Die Unternehmen geben Feedback, öffnen Türen, testen mutige Ideen“, fasst Dr. Juliane Gottmann, wissenschaftliche Geschäftsführerin des CFP, zusammen. Seemiller ergänzt: „Wir kennen die Betriebe persönlich, und wir kennen unsere Gründerteams genauso gut. Die schnelle Integration in unserem Netzwerk ist unser Handwerk und beide Seiten profitieren von diesem Austausch.“
Dabei fokussiert sich die Startup-Förderung am CFP nicht nur auf KI als Technologie, sondern auch auf die menschlichen Faktoren wie Haltung, Unternehmenskultur und Kommunikation, die Voraussetzung für Innovationen sind. Im Fokus stehen neben der Technologie auch Menschen und Nachhaltigkeit. Seemiller fasst stolz zusammen: „Unser Ökosystem ist wirklich großartig“.
Impulsgeber für die Region
Strategisch ergänzt die Förderung von Startups den Bereich der Forschung sowie das Thema Aus- und Weiterbildung. „Transfer, sprich wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Unternehmen zu bringen, ist ein wichtiger Auftrag der Universitäten. Startups bringen neue Technologien extrem schnell an den Markt – so schnell geht das in keinem etablierten Unternehmen. Als Nebeneffekt entstehen neue Arbeitsplätze“, erläutert Prof. Dr. Markus Sause. Der Direktor des CFP gründete bereits selbst mehrere Unternehmen und lässt die Jungunternehmer gerne an seinem Wissen teilhaben.
Beispiele für Augsburger Tech-Startups:
Die Teams von Fibclick, materAIze und Kivion stellen ihre innovativen Unternehmensideen gerne vor und freuen sich auf den Austausch. Auf den Websites finden Sie weitere Informationen und Ansprechpartner.
Fibclick: Smartes CAD-System
Eines der Gründungsteams ist „Fibclick“, das sich 2022 vor allem durch die Entrepreneurship-Angebote an der Universität Augsburg zusammengefunden hat. Das Team entwickelt eine intelligente CAE-Software, die durch KI und Prozesssimulationen den Design- und Aufbauprozess industrieller Anlagen digitalisiert und automatisiert. Dies ersetzt das bislang aufwendige und fehleranfällige manuelle Produktionsdesign und ermöglicht auch Ingenieuren ohne tiefgehende Prozesskenntnisse, die Fertigung komplexer Komponenten, etwa im Leichtbau, problemlos durchzuführen.
Mehr Infos: https://fibclick.de/
materAIze: Sekundenschnelle Analyse von Kunststoffrezyklaten
Bei „materAIze“ dreht sich alles um Materialien. Durch einen Impuls im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Augsburg entstand die Idee für ein Verfahren zur schnellen Analyse von Kunststoffrezyklaten. Durch die Kombination von Sensorfusion und Machine-Learning-Algorithmen wird ein Materialprofil erstellt, das Qualitätsabweichungen unmittelbar erkennt. Die Lösung reduziert Ausschuss, beschleunigt Entscheidungsprozesse und unterstützt den geschlossenen Wertstoffkreislauf. Damit trägt materAIze zur Kostensenkung bei der Produktion und nachhaltigen Nutzung von Kunststoffen bei.
Mehr Infos:https://materaize.com/
Kivion: Plattform für KI-Anwendungsfälle
Kivion entwickelt eine Plattform für branchenübergreifende KI-Anwendungsfälle. Ziel ist es, mittelständische Unternehmen gezielt mit passenden IT- und KI-Dienstleistern zu vernetzen. Unternehmen geben lediglich einige zentrale Informationen ein und erhalten im Anschluss konkrete Lösungsvorschläge inklusive aller entscheidungsrelevanten Informationen sowie einer direkten Vernetzungsmöglichkeit zu den jeweiligen Anbietern. Die Anwendungsfälle reichen von internen KI-Chatbots als Wissensdatenbank über automatisierte Dokumentenverarbeitung und personalisierte Marketinglösungen bis hin zu datengetriebenen Prognosemodellen und vorausschauender Wartung in der Produktion.
Mehr Infos: https://www.kivion.de/