Pressemitteilung 19.11.2025 – Wiederverwendung von Bauteilen - so funktioniert`s

Über 100 Gäste informieren sich in Augsburg über Chancen und Praxisbeispiele des zirkulären Bauens

Wie kann die Baubranche ihren enormen Ressourcen- und Energieverbrauch reduzieren? Welche konkreten Möglichkeiten der Wiederverwendung von Bauteilen bestehen bereits heute und welche Innovationen ebnen den Weg in eine echte Kreislaufwirtschaft? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wiederverwendung von Bauteilen – so funktioniert’s“, zu der das Netzwerk Zirkuläres Bauen am 12. November 2025 eingeladen hatte.

Über 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung nutzten die Gelegenheit, sich im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) auszutauschen, neueste Forschungsergebnisse kennenzulernen und in Praxisbeispiele einzutauchen. In der Begrüßung betonte Iris Bettinger, Ref. 35: Strategien und Systeme der Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) am LfU, die wachsende Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz.

Bauwesen als Schlüsselbereich der Klimawende

Alle Referent:innen des Tages machten deutlich: Das Bauwesen ist einer der zentralen Hebel für eine nachhaltige Transformation.

  • 60 % aller Ressourcen werden im Bau verbraucht,
  • 50 % des Abfallaufkommens entsteht im Sektor,
  • 40 % der CO₂-Emissionen gehen auf Bau und Betrieb von Gebäuden zurück.

Ein konsequenter Rückbau mit anschließender Wieder- oder „Weiterverwendung“ von Bauteilen – also der Nutzung an anderer Stelle mit neuer Funktion – kann diesen Fußabdruck erheblich reduzieren. Dies unterstrich Christian Brandes (Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr), der zudem auf die derzeitigen bauordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen einging. Klare Normen seien in Arbeit, kurzfristig helfe die Erstellung praxistauglicher Leitfäden.

Wissenschaft und Praxis zeigen konkrete Wege

Einen tiefen Einblick in aktuelle Forschungs- und Anwendungsszenarien gaben renommierte Expert:innen:

Prof. Angelika Mettke (Universität Cottbus-Senftenberg) präsentierte Erfahrungen aus 30 Jahren Forschung zu ReUse von Betonfertigteilen – aktuell im EU-Projekt ReCreate, in dem Betonelemente aus Rückbauten für neue Gebäude eingesetzt werden.

Dr. David Sanio (Ruhr-Universität Bochum) stellte den neuen Sonderforschungsbereich 1683 Modular ReUse vor. Ziel: ein Baukastensystem aus standardisierten Betonelementen zu entwickeln, die automatisiert aus Bestandsgebäuden gewonnen werden können.

Nils Schumacher (TUM) zeigte einen Leitfaden zur Wiederverwendung tragender Holz- und Stahlbauteile, der gemeinsam mit dem KIT entwickelt wurde – inklusive Checklisten für Bestandsanalyse, Rückbau und Zulassung.

Christina Freese (Concular) erläuterte digitale Methoden, mit denen Bauteile mittels Pre-Deconstruction-Audits und Online-Plattformen marktfähig wiederverwendet werden können – wie im Düsseldorfer „Behrensbau“.

Dr. Sandra Schuster (TUM) gab einen Überblick über Wiederverwendung im Holzbau und plädierte für Holz als langfristigen Kohlenstoffspeicher.

Prof. Christopher Robeller (TH Augsburg) zeigte innovative Dachkonstruktionen aus sonst ungenutzten Tür- und Fensterzuschnitten – eindrucksvoll umgesetzt in der 40 Meter langen Holzfachwerkhalle der Park Arena Furth im Wald.

Till Lill (Supertecture) und Fredi Botz (Dietrich Untertrifaller / DTFLR) berichteten über internationale Projekte zur Wiederverwendung und kündigten unter dem Namen SUPERTRIFALLER eine enge zukünftige Zusammenarbeit an.

Zwischen den Vorträgen nutzten die Gäste die Pausen intensiv für Gespräche, Diskussionen und Vernetzung.

Die Veranstaltung ist bereits die fünfte ihrer Art und wurde organisiert vom Netzwerk Zirkuläres Bauen.

 

Das  Netzwerk Zirkuläres Bauen im Wirtschaftsraum A³ bringt seit 2022 Akteur:innen aus Wirtschaft, Forschung und Kommunen zusammen, um zirkuläre Bauweisen in der Region Augsburg voranzutreiben. Im Fokus stehen der Gebäudebestand als Ressourcenlager, die Wieder- und Weiterverwendung von Bauteilen sowie der Wissenstransfer zu innovativen Lösungen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. Durch Austauschformate, Praxisbeispiele und regionale Kooperationen stärkt das Netzwerk eine nachhaltige Baukultur in A³.

Eine Bildergalerie und einen ausführlichen Nachbericht finden Sie hier: https://www.region-a3.com/calendar/wiederverwendung-von-bauteilen-so-funktionierts/

Über 100 Gäste informieren sich in Augsburg über Chancen und Praxisbeispiele des zirkulären Bauens

Wie kann die Baubranche ihren enormen Ressourcen- und Energieverbrauch reduzieren? Welche konkreten Möglichkeiten der Wiederverwendung von Bauteilen bestehen bereits heute und welche Innovationen ebnen den Weg in eine echte Kreislaufwirtschaft? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wiederverwendung von Bauteilen – so funktioniert’s“, zu der das Netzwerk Zirkuläres Bauen am 12. November 2025 eingeladen hatte.

Über 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung nutzten die Gelegenheit, sich im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) auszutauschen, neueste Forschungsergebnisse kennenzulernen und in Praxisbeispiele einzutauchen. In der Begrüßung betonte Iris Bettinger, Ref. 35: Strategien und Systeme der Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) am LfU, die wachsende Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz.

Bauwesen als Schlüsselbereich der Klimawende

Alle Referent:innen des Tages machten deutlich: Das Bauwesen ist einer der zentralen Hebel für eine nachhaltige Transformation.

  • 60 % aller Ressourcen werden im Bau verbraucht,
  • 50 % des Abfallaufkommens entsteht im Sektor,
  • 40 % der CO₂-Emissionen gehen auf Bau und Betrieb von Gebäuden zurück.

Ein konsequenter Rückbau mit anschließender Wieder- oder „Weiterverwendung“ von Bauteilen – also der Nutzung an anderer Stelle mit neuer Funktion – kann diesen Fußabdruck erheblich reduzieren. Dies unterstrich Christian Brandes (Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr), der zudem auf die derzeitigen bauordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen einging. Klare Normen seien in Arbeit, kurzfristig helfe die Erstellung praxistauglicher Leitfäden.

Wissenschaft und Praxis zeigen konkrete Wege

Einen tiefen Einblick in aktuelle Forschungs- und Anwendungsszenarien gaben renommierte Expert:innen:

Prof. Angelika Mettke (Universität Cottbus-Senftenberg) präsentierte Erfahrungen aus 30 Jahren Forschung zu ReUse von Betonfertigteilen – aktuell im EU-Projekt ReCreate, in dem Betonelemente aus Rückbauten für neue Gebäude eingesetzt werden.

Dr. David Sanio (Ruhr-Universität Bochum) stellte den neuen Sonderforschungsbereich 1683 Modular ReUse vor. Ziel: ein Baukastensystem aus standardisierten Betonelementen zu entwickeln, die automatisiert aus Bestandsgebäuden gewonnen werden können.

Nils Schumacher (TUM) zeigte einen Leitfaden zur Wiederverwendung tragender Holz- und Stahlbauteile, der gemeinsam mit dem KIT entwickelt wurde – inklusive Checklisten für Bestandsanalyse, Rückbau und Zulassung.

Christina Freese (Concular) erläuterte digitale Methoden, mit denen Bauteile mittels Pre-Deconstruction-Audits und Online-Plattformen marktfähig wiederverwendet werden können – wie im Düsseldorfer „Behrensbau“.

Dr. Sandra Schuster (TUM) gab einen Überblick über Wiederverwendung im Holzbau und plädierte für Holz als langfristigen Kohlenstoffspeicher.

Prof. Christopher Robeller (TH Augsburg) zeigte innovative Dachkonstruktionen aus sonst ungenutzten Tür- und Fensterzuschnitten – eindrucksvoll umgesetzt in der 40 Meter langen Holzfachwerkhalle der Park Arena Furth im Wald.

Till Lill (Supertecture) und Fredi Botz (Dietrich Untertrifaller / DTFLR) berichteten über internationale Projekte zur Wiederverwendung und kündigten unter dem Namen SUPERTRIFALLER eine enge zukünftige Zusammenarbeit an.

Zwischen den Vorträgen nutzten die Gäste die Pausen intensiv für Gespräche, Diskussionen und Vernetzung.

Die Veranstaltung ist bereits die fünfte ihrer Art und wurde organisiert vom Netzwerk Zirkuläres Bauen.

 

Das  Netzwerk Zirkuläres Bauen im Wirtschaftsraum A³ bringt seit 2022 Akteur:innen aus Wirtschaft, Forschung und Kommunen zusammen, um zirkuläre Bauweisen in der Region Augsburg voranzutreiben. Im Fokus stehen der Gebäudebestand als Ressourcenlager, die Wieder- und Weiterverwendung von Bauteilen sowie der Wissenstransfer zu innovativen Lösungen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. Durch Austauschformate, Praxisbeispiele und regionale Kooperationen stärkt das Netzwerk eine nachhaltige Baukultur in A³.

Eine Bildergalerie und einen ausführlichen Nachbericht finden Sie hier: https://www.region-a3.com/calendar/wiederverwendung-von-bauteilen-so-funktionierts/

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Wie kann die Baubranche ihren enormen Ressourcen- und Energieverbrauch reduzieren? Welche konkreten Möglichkeiten der Wiederverwendung von Bauteilen bestehen bereits heute und welche Innovationen ebnen den Weg in eine echte Kreislaufwirtschaft? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wiederverwendung von Bauteilen – so funktioniert’s“, zu der das Netzwerk Zirkuläres Bauen am 12. November 2025 eingeladen hatte.

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Pressekontakt – Ansprechpartner/in

Gesundheitswirtschaft und Standortmarketing

Christine Neumann

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