Pressemitteilung 12.11.2025 Nachhaltigkeitsmonitor A³ zeigt: Region Augsburg auf gutem Weg – mit Potenzial nach oben

Der Wirtschaftsraum Augsburg und seine Unternehmen engagieren sich zunehmend in Sachen Nachhaltigkeit. Das zeigen die Ergebnisse aus den Befragungen des Projekts „Nachhaltigkeitsmonitor und Nachhaltigkeitshub A³“, das von der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH gemeinsam mit der Technischen Hochschule Augsburg entwickelt und umgesetzt wurde. Die zweite Erhebungsrunde 2025 bestätigt: Nachhaltigkeit ist in vielen Unternehmen der Region angekommen – gleichzeitig zeigen die Ergebnisse deutlich, wo noch Potenziale liegen und wo Handlungsbedarfe bestehen.

Was ist der Nachhaltigkeitsmonitor A³?

Der Nachhaltigkeitsmonitor A³ ist ein bundesweit einzigartiges Projekt, das untersucht, wie Organisationen im Bereich Nachhaltigkeit aufgestellt sind. Die Befragung, die bislang zweimal durchgeführt wurde, basiert auf anerkannten Standards wie dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), der GRI oder der CSRD, konzentriert sich jedoch auf qualitative Einschätzungen – also darauf, ob und wie Unternehmen sich mit bestimmten Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen. Prof. Dr. Sabine Joeris von der Technischen Hochschule Augsburg hat zusammen mit den zwei Studierenden Natalie Notzon und Johannes Schindlbeck aus dem Forschungsmaster Master of Applied Research den Fragebogen konzipiert und die Auswertung durchgeführt.

Über 160 Organisationen liefern wertvolle Erkenntnisse

In beiden Befragungsumläufen, 2024 und 2025, nahmen insgesamt 165 Organisationen an der Befragung teil – aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungen, dem öffentlichen Bereich sowie dem Bildungssektor. Im Fokus: Die ESG-Dimensionen Umwelt, Soziales und Governance. Die Auswertung zeigt unter anderem:

  • 66,9 Prozent haben eine eindeutige Person bestimmt, die für das Nachhaltigkeitsmanagement verantwortlich ist. Genauso viele haben Regeln, Standards oder Prozesse zur Steigerung von Nachhaltigkeit definiert.
  • Ein Austausch zu Interessen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden findet bei 93,2 Prozent statt.
  • Die Mitarbeitendenzufriedenheit wird von 49,3 Prozent regelmäßig ermittelt.
  • 31,5 Prozent identifizieren die eigenen wesentlichen Einflüsse auf die Artenvielfalt., 45,9 Prozent fördern Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt.
  • Als größte Herausforderung bei der Umsetzung Nachhaltigkeit gelten mangelnde personelle Ressourcen.
  • Der größte Unterstützungsbedarf besteht im Bereich Knowhow und im Bereich der Verbesserung der finanziellen Ausstattung bzw. der finanziellen Förderung nachhaltiger Entwicklung (durch Bund und Länder).
  • Als größte Stärke der Region werden die Themen Netzwerk und Kooperation sowie Umwelt und Naturressourcen genannt.
  • Größte Schwächen der Region aus Sicht von Befragten: Mangelndes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und den damit verbundenen Herausforderungen, der Vorrang wirtschaftlicher oder politischer Interessen, wenig Innovation, langwierige Prozesse, fehlende Strategie.
  • Eine Analyse ergab: Organisationen, die sich aktiv mit anderen vernetzen, sind in vielen Bereichen bereits besser aufgestellt als diejenigen, die es nicht tun.
  • Der Trend zeigt insgesamt eine leicht steigende Nachhaltigkeits- performance von 2024 auf 2025
  • Bei der Umsetzung von Maßnahmen aus der sozialen Nachhaltigkeitsdimension sind die Befragten schon sehr weit, die Governance-Dimension hinkt dagegen etwas hinterher.
  • Das größte Verbesserungspotenzial gibt es bei den Themenfeldern „Nachhaltige Organisationsführung“, „Erfassung von Nachhaltigkeits-Kennzahlen“ und „Lieferkette“.
  • Organisationen sind nachhaltiger, wenn…
    • …sie sich mit ihren relevanten Stakeholdern im stetigen Dialog befinden.
    • … sie ihre Werte, Mission, Vision und ihren über die Kapitalerwirtschaftung hinausgehenden Zweck definiert haben.
    • … wenn interne Regeln, Standards und Prozesse zur Steigerung ihrer Nachhaltigkeit existieren.
    • … sie sich zur Steigerung ihrer Nachhaltigkeit mit anderen Organisationen austauschen und Networking betreiben.

Entwicklung von Handlungsempfehlungen im Beteiligungsprozess

Das Projekt bleibt nicht bei der Analyse der Befragungen stehen: Ein wichtiger Baustein ist die Entwicklung von Handlungsempfehlungen auf Grundlage der Analysen. In mehreren Workshops kamen Wirtschaftsakteure aus der Region zusammen. Über 20 Handlungsempfehlungen wurden bisher entwickelt und befinden zum Teil schon in der Umsetzung. So wurde im Rahmen der Handlungsempfehlung „Kennenlernen und Erleben regionaler Projekte“ die Eventreihe „Ökologische Vielfalt – der Wert von Biodiversität und CO2-Speichern für Unternehmen“ mit verschiedenen Partnern ins Leben gerufen. Zwei Events, zum Thema Wald und Moore, haben bereits stattgefunden, zwei weitere zum Thema Wasser und Außenflächen sind noch in Planung. Weitere Veranstaltungsformate sind im Kontext der Handlungsempfehlungen in Vorbereitung. Ein Highlight-Event für das Projekt ist der Nachhaltigkeitstag Wirtschaft A³ am 26. November 2025, bei dem regionalen Unternehmen einen Einblick in ihre Aktivitäten geben und bei dem sich die Teilnehmenden an Thementische zu einzelnen relevanten Themenstellungen informieren und austauschen können. Die Kommunikation guter Beispiele regionaler Unternehmen ist ein weiterer Baustein im Projekt. Rund 40 Beispiele sind bereits auf der Projektwebseite veröffentlicht.

Das Projekt Nachhaltigkeitsmonitoring und Nachhaltigkeitshub wird noch bis Januar 2026 im Rahmen der Förderrichtlinie „Heimat.Digital.Regional“ des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat gefördert.

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH …

... ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Augsburg und der Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg. Neben Standortmarketing und der Stärkung regionaler Identität sind unsere Schwerpunkte Fachkräftesicherung und -marketing, Innovation & Technologietransfer, Nachhaltiges Wirtschaften & Green Economy sowie Gesundheitswirtschaft. Weitere Informationen zur Gesellschaft finden Sie unter
www.region-A3.com.

Der Wirtschaftsraum Augsburg und seine Unternehmen engagieren sich zunehmend in Sachen Nachhaltigkeit. Das zeigen die Ergebnisse aus den Befragungen des Projekts „Nachhaltigkeitsmonitor und Nachhaltigkeitshub A³“, das von der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH gemeinsam mit der Technischen Hochschule Augsburg entwickelt und umgesetzt wurde. Die zweite Erhebungsrunde 2025 bestätigt: Nachhaltigkeit ist in vielen Unternehmen der Region angekommen – gleichzeitig zeigen die Ergebnisse deutlich, wo noch Potenziale liegen und wo Handlungsbedarfe bestehen.

Was ist der Nachhaltigkeitsmonitor A³?

Der Nachhaltigkeitsmonitor A³ ist ein bundesweit einzigartiges Projekt, das untersucht, wie Organisationen im Bereich Nachhaltigkeit aufgestellt sind. Die Befragung, die bislang zweimal durchgeführt wurde, basiert auf anerkannten Standards wie dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), der GRI oder der CSRD, konzentriert sich jedoch auf qualitative Einschätzungen – also darauf, ob und wie Unternehmen sich mit bestimmten Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen. Prof. Dr. Sabine Joeris von der Technischen Hochschule Augsburg hat zusammen mit den zwei Studierenden Natalie Notzon und Johannes Schindlbeck aus dem Forschungsmaster Master of Applied Research den Fragebogen konzipiert und die Auswertung durchgeführt.

Über 160 Organisationen liefern wertvolle Erkenntnisse

In beiden Befragungsumläufen, 2024 und 2025, nahmen insgesamt 165 Organisationen an der Befragung teil – aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungen, dem öffentlichen Bereich sowie dem Bildungssektor. Im Fokus: Die ESG-Dimensionen Umwelt, Soziales und Governance. Die Auswertung zeigt unter anderem:

  • 66,9 Prozent haben eine eindeutige Person bestimmt, die für das Nachhaltigkeitsmanagement verantwortlich ist. Genauso viele haben Regeln, Standards oder Prozesse zur Steigerung von Nachhaltigkeit definiert.
  • Ein Austausch zu Interessen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden findet bei 93,2 Prozent statt.
  • Die Mitarbeitendenzufriedenheit wird von 49,3 Prozent regelmäßig ermittelt.
  • 31,5 Prozent identifizieren die eigenen wesentlichen Einflüsse auf die Artenvielfalt., 45,9 Prozent fördern Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt.
  • Als größte Herausforderung bei der Umsetzung Nachhaltigkeit gelten mangelnde personelle Ressourcen.
  • Der größte Unterstützungsbedarf besteht im Bereich Knowhow und im Bereich der Verbesserung der finanziellen Ausstattung bzw. der finanziellen Förderung nachhaltiger Entwicklung (durch Bund und Länder).
  • Als größte Stärke der Region werden die Themen Netzwerk und Kooperation sowie Umwelt und Naturressourcen genannt.
  • Größte Schwächen der Region aus Sicht von Befragten: Mangelndes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und den damit verbundenen Herausforderungen, der Vorrang wirtschaftlicher oder politischer Interessen, wenig Innovation, langwierige Prozesse, fehlende Strategie.
  • Eine Analyse ergab: Organisationen, die sich aktiv mit anderen vernetzen, sind in vielen Bereichen bereits besser aufgestellt als diejenigen, die es nicht tun.
  • Der Trend zeigt insgesamt eine leicht steigende Nachhaltigkeits- performance von 2024 auf 2025
  • Bei der Umsetzung von Maßnahmen aus der sozialen Nachhaltigkeitsdimension sind die Befragten schon sehr weit, die Governance-Dimension hinkt dagegen etwas hinterher.
  • Das größte Verbesserungspotenzial gibt es bei den Themenfeldern „Nachhaltige Organisationsführung“, „Erfassung von Nachhaltigkeits-Kennzahlen“ und „Lieferkette“.
  • Organisationen sind nachhaltiger, wenn…
    • …sie sich mit ihren relevanten Stakeholdern im stetigen Dialog befinden.
    • … sie ihre Werte, Mission, Vision und ihren über die Kapitalerwirtschaftung hinausgehenden Zweck definiert haben.
    • … wenn interne Regeln, Standards und Prozesse zur Steigerung ihrer Nachhaltigkeit existieren.
    • … sie sich zur Steigerung ihrer Nachhaltigkeit mit anderen Organisationen austauschen und Networking betreiben.

Entwicklung von Handlungsempfehlungen im Beteiligungsprozess

Das Projekt bleibt nicht bei der Analyse der Befragungen stehen: Ein wichtiger Baustein ist die Entwicklung von Handlungsempfehlungen auf Grundlage der Analysen. In mehreren Workshops kamen Wirtschaftsakteure aus der Region zusammen. Über 20 Handlungsempfehlungen wurden bisher entwickelt und befinden zum Teil schon in der Umsetzung. So wurde im Rahmen der Handlungsempfehlung „Kennenlernen und Erleben regionaler Projekte“ die Eventreihe „Ökologische Vielfalt – der Wert von Biodiversität und CO2-Speichern für Unternehmen“ mit verschiedenen Partnern ins Leben gerufen. Zwei Events, zum Thema Wald und Moore, haben bereits stattgefunden, zwei weitere zum Thema Wasser und Außenflächen sind noch in Planung. Weitere Veranstaltungsformate sind im Kontext der Handlungsempfehlungen in Vorbereitung. Ein Highlight-Event für das Projekt ist der Nachhaltigkeitstag Wirtschaft A³ am 26. November 2025, bei dem regionalen Unternehmen einen Einblick in ihre Aktivitäten geben und bei dem sich die Teilnehmenden an Thementische zu einzelnen relevanten Themenstellungen informieren und austauschen können. Die Kommunikation guter Beispiele regionaler Unternehmen ist ein weiterer Baustein im Projekt. Rund 40 Beispiele sind bereits auf der Projektwebseite veröffentlicht.

Das Projekt Nachhaltigkeitsmonitoring und Nachhaltigkeitshub wird noch bis Januar 2026 im Rahmen der Förderrichtlinie „Heimat.Digital.Regional“ des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat gefördert.

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH …

... ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Augsburg und der Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg. Neben Standortmarketing und der Stärkung regionaler Identität sind unsere Schwerpunkte Fachkräftesicherung und -marketing, Innovation & Technologietransfer, Nachhaltiges Wirtschaften & Green Economy sowie Gesundheitswirtschaft. Weitere Informationen zur Gesellschaft finden Sie unter
www.region-A3.com.

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Pressekontakt Ansprechpartner/in

Abteilungsleitung Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement

Stefanie Haug

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