GEO/LLMO: Warum Ihr Unternehmen in KI-Antworten auftauchen muss

KI-Systeme wie OpenAI ChatGPT und Google KI-Antworten verändern die digitale Sichtbarkeit von Unternehmen grundlegend. Wer künftig online gefunden werden will, muss Inhalte nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch gezielt für KI-Systeme optimieren.

Gastbeitrag von Kirsten Meisinger, Geschäftsführerin, Agentur Charismarcom

Suchverhalten verändert sich radikal. Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen direkt in KI-Chatbots oder nutzen KI-Antworten von Google und Co. Und: Sie vertrauen den Informationen der KI-Systeme. „ChatGPT hat Sie empfohlen, deswegen will ich mit Ihnen zusammenarbeiten.“ Laut einer McKinsey-Studie nutzen 50 Prozent der Befragten gezielt KI-Suchen. 44 Prozent davon geben an, dass KI-Antworten ihre bevorzugte Informationsquelle sind. Eine aktuelle Umfrage von Gartner ergab, dass 31 Prozent der Befragten aufgrund von KI-Überblicken mehr Produkte in Betracht ziehen. Semrush konstatierte, dass rund 60 Prozent der Suchanfragen inzwischen zu keinem Klick führen. Diese Zahlen zeigen die Herausforderung für Unternehmen: Immer weniger potenzielle Kunden besuchen Webseiten, denn KI-Systeme vergleichen, fassen zusammen und sprechen Empfehlungen aus. Taucht das Unternehmen dort nicht auf, ist es für diese Zielgruppe nicht sichtbar.

Was KI-Suchen für Unternehmen bedeuten

Für Marketingverantwortliche bedeutet das: SEO reicht nicht mehr. Wer sichtbar bleiben will und Online-Conversions braucht, muss strategisch umdenken und zusätzlich GEO betreiben. GEO steht für Generative Engine Optimization, also die Optimierung von Inhalten für KI-Systeme. Das Ziel: Bei relevanten User-Prompts in den Antworten von KI-Systemen zitiert werden. LLMO, die Optimierung für Large Language Models, verwenden wir hier als Synonym. GEO/LLMO erfordert eine klare Neuausrichtung des Onlinemarketings hin zu Formaten, Strukturen und Botschaften, die von beiden Zielgruppen (Kunde und KI-System) verstanden werden.

Die eigene GEO-Strategie planen und umsetzen

Der GEO-Prozess startet mit einem GEO-Audit, bei dem Sie analysieren, ob und wie Ihr Unternehmen in KI-Antworten erscheint. Sie simulieren typische Nutzerfragen und prüfen KI-Antworten, um Sichtbarkeitslücken und Fehlpositionierungen zu erkennen. So entsteht ein realistisches Bild der aktuellen KI-Präsenz. Tipp: Starten Sie, indem Sie mögliche User-Prompts (meist länger als Keywords / Keyphrases) in gängige KI-Chatbots eingeben. Alternativ verwenden Sie spezialisierte Software wie Otterly.ai oder Peec AI (> gratis Testzeit nutzen). Darauf folgt die GEO-Strategie, in der Sie definieren, für welche Themen und Kontexte Ihr Unternehmen in KI-Systemen zitiert werden soll. Vieles können Sie aus Ihrer SEO-Strategie ableiten. Neu: Sie legen klare GEO-Kennzahlen und Ziele fest und priorisieren KI-Plattformen. Tipp: ChatGPT und Google KI-Antworten sind bei uns die meistgenutzten KI-Systeme. Diese strategische Leitlinie steuert alle weiteren Maßnahmen. Für GEO-Content überarbeiten Sie bestehende oder erstellen neue Inhalte, damit beide Zielgruppen sie eindeutig verstehen. KI-Modelle verarbeiten Informationen anders als Menschen: Sie extrahieren, verdichten und bewerten Wahrscheinlichkeiten. Tipp: Entscheidend sind klare Aussagen, definierte Begriffe, strukturierte Inhalte und überprüfbare Quellen. Achten Sie auf die Ausrichtung auf reale Nutzerprompts statt auf Keywords. Parallel dazu sorgt technisches GEO für Maschinenlesbarkeit. Sauberes HTML, semantisches Markup und eine leistungsfähige Webseite bilden die Grundlage, damit Inhalte von KI-Systemen erfasst werden. Tipp: Mit strukturierten Daten (z.B. nach schema.org) machen Sie Entitäten, Autorenschaften und Zusammenhänge maschinenverständlich. Eine sauber gepflegte llms.txt Datei hilft KI-Systemen, Ihre Inhalte zu verstehen. Parallel betreiben Sie den Aufbau von E-E-A-T-Signalen. E-E-A-T steht für Erfahrung, Expertise, Autorität und Trust. Denn nachvollziehbare fachliche Expertise, Nennung in renommierten Quellen und Fachportalen und konsistente Positionierung erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass KI-Modelle Ihr Unternehmen als vertrauenswürdig und relevant einordnen und es in Antworten zitieren.

Fazit

Unternehmen, die bereits aktiv GEO/LLMO betreiben, sind in KI-Antworten sichtbar und gewinnen sogar neue Kundengruppen hinzu. GEO-Erfolge, auch von Unternehmen in der Region A³, belegen dies.
Gastbeitrag

Kirsten Meisinger

Geschäftsführerin, Agentur Charismarcom

https://www.charismarcom.de/

Ansprechpartner

Leitung Geschäftsfeld Fachkräftesicherung und -Marketing

Dr. Nina Schmitt

Newsblog News zum Thema Fachkräfte

News Arbeitgeber Trends beim Ausbildungsstart in Bayerisch-Schwaben

Diesen Herbst haben fast 6.900 junge Menschen in Bayerisch-Schwaben eine Ausbildung begonnen. Der diesjährige Ausbildungsstart offenbart, für welche Branchen Jugendliche sich zunehmend interessieren. ... mehr
Mehr lesen

News Arbeitgeber Neuer Schulwettbewerb: Jugendliche entwickeln Geschäftsideen

Diesen Sommer hat die Stadt Augsburg gemeinsam mit THA_funkenwerk und dem DZ.S einen Pitch-Wettbewerb für Schulen veranstaltet. Acht Teams entwickelten eigene Geschäftsideen und präsentierten diese vor einer Jury. Die besten Konzepte reichten von nachhaltigen Lösungen bis zu KI-gestützten Jobplattformen. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation AIRTEC 2026 – B2B-Hotspot für Luftfahrt, New Space und Verteidigung

Die AIRTEC 2026 findet vom 20. bis 22. Oktober 2026 auf dem Gelände der Messe Augsburg statt. Sie ist eine der führenden internationalen B2B-Fachmessen und Kongresse für die Luft- und Raumfahrtindustrie, zukünftige Luftmobilität (Future Air Mobility), neue Raumfahrt (New Space) sowie fortschrittliche Verteidigungstechnologien. ... mehr
Mehr lesen