Praxisbeispiel: Nachhaltiges Wirtschaften Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Augsburg

Lokale Agenda 21

Das Leben in Augsburg ist schön. Damit das in Zukunft so bleibt, setzen sich Augsburgerinnen und Augsburger seit vielen Jahren für die nachhaltige Entwicklung ihrer Stadt ein. Im Augsburger Nachhaltigkeitsprozess „Lokale Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg“ vernetzen sich unterschiedliche Akteure der Stadtgesellschaft und arbeiten gemeinsam. Mit dabei sind zivilgesellschaftliche Gruppen und Institutionen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsakteure, Stadtverwaltung und Stadtpolitik. Das gemeinsame Ziel:  Augsburg ökologischer, fairer und lebenswerter gestalten.

Bereits 1980 gründeten junge Leute in Augsburg einen der ersten deutschen Weltläden, um der Bevölkerung nachhaltige Alternativen zu bieten. 16 Jahre später startete aus der Werkstatt Solidarische Welt Augsburgs Nachhaltigkeitsprozess. Heute  machen sich über 600 Menschen für ein zukunftsfähiges Augsburg stark. Dem Agenda-Prozess sind bereits zahlreiche Ideen und Projekte entsprungen: So zum Beispiel der Beitritt der Stadt zum Klima-Bündnis, das Augsburger Stadtradeln oder die faire Stadtschokolade. Das langjährige und zahlreiche Engagement überzeugt. 2013 erhielt Augsburg den deutschen Nachhaltigkeitspreis als „nachhaltigste deutsche Großstadt“. Der Preis für das beste bürgerinitiierte Beteiligungsprojekt, verliehen durch das Bundesumweltministerium, ging ebenfalls nach Augsburg. Dass der Nachhaltigkeitsprozess auch heute noch so erfolgreich vorangeht, ist dem kooperativen Denken und Handeln aller Beteiligten zu verdanken: Zivilgesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure arbeiten eng mit Stadtverwaltungsakteuren zusammen und entwickeln Konzepte in allen Bereichen weiter. Wichtige Entscheidungen im Nachhaltigkeitsprozess werden gemeinsam getroffen.

Jeder kann sich engagieren

Herzstück des Augsburger Agenda-Prozesses bilden die sogenannten Agendaforen. In insgesamt 30 Arbeitsgruppen treffen sich je nach Rhythmus einmal im Monat Ehrenamtliche und Vertreter verschiedener Organisationen. Sie sammeln neue Ideen in ihren jeweiligen Themenfeldern, organisieren Veranstaltungen und initiieren Projekte. „Wir geben Impulse durch Fachveranstaltungen und beteiligen uns an Aktionen wie dem Stadtradeln oder der Radlwoche“, erzählt Tom Hecht, ehrenamtlicher Agendasprecher und Ansprechpartner im Fachforum Verkehr. Weitere Foren sind zum Beispiel das Forum Plastikfreies Augsburg, der Arbeitskreis Unternehmerische Verantwortung und seit kurzem Foodsharing Augsburg. Jeder, der sich interessiert oder engagieren möchte, ist willkommen. „Genau das ist es doch, wenn wir nachhaltige Entwicklung voranbringen wollen: Mensch kann selbst etwas tun, Ideen entwickeln, sich engagieren“, betont Dr. Norbert Stamm. Er leitet das Büro für Nachhaltigkeit der Geschäftsstelle Lokale Agenda 21. Augsburg ist damit eine der wenigen Städte in Deutschland, bei denen ein Büro dieser Art Teil der Stadtverwaltung ist.

Zukunftsleitlinien als Kompass

Als Grundlage der nachhaltigen Stadtentwicklung dienen 75 definierte Zukunftsleitlinien. Diese wurden stadtgesellschaftlich erarbeitet und 2015 vom Stadtrat beschlossen. Unterteilt in die vier Dimensionen Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur stellen die Ziele eine Orientierung für die Arbeit aller Akteure dar. Im Blick sind Gegenwart, Zukunft wie auch weltweite Auswirkungen. So sollen zum Beispiel ein gesundes Stadtklima hier, aber auch weltweiter Klimaschutz gefördert, verantwortungsbewusst produziert und sozialer Ausgleich geschaffen werden.

Starkes Netzwerk

Auch der Nachhaltigkeitsbeirat, der sich viermal im Jahr trifft, ist ein wichtiger Bestandteil des Agenda-Netzwerkes. Er besteht aus Vertretern 24 verschiedener Institutionen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Diese beraten die Stadt rund um die Nachhaltigkeitshemen, die sich in den Zukunftsleitlinien wiederfinden. Zudem kann der Beirat direkt Anträge an den Stadtrat stellen und Empfehlungen aussprechen. So empfiehlt er unter anderem, Treibhausgasemissionen bis 2025 zu reduzieren und eine eigene Klimaschutzkommission einzurichten. Dass die Vernetzung beim Thema Nachhaltigkeit im Raum Augsburg funktioniert, zeigt sich auch jährlich bei den Wochen der Nachhaltigkeit. Diese bündeln wirtschaftsbezogene Veranstaltungen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen: von zukunftsträchtiger Forschung über Corporate Responsibility bis hin zu Ressourcen- und Energieeffizienz. Ziel ist, das Verständnis für nachhaltiges Wirtschaften bei Unternehmen in der Region zu fördern.

Nachhaltig Leben in der Region – das geht

In Augsburg gibt es viele Initiativen, die den Weg zu einem nachhaltigen Leben in der Region ebnen. So wurden in den letzten Jahren über 500 Projekte für den Augsburger Zukunftspreis vorgeschlagen. Seit 2006 verleiht die Stadt Augsburg jährlich diesen Preis und ehrt damit besonders nachhaltige und zukunftsweisende Projekte. Dazu gehört unter anderem die Webseite Lifeguide Region Augsburg. Auf dem werbefreien Portal dreht sich alles um nachhaltiges Leben. Das Besondere: Nur regionale Angebote werden aufgenommen. So sieht der Leser, welcher Betrieb in Augsburg fair produzierte Kleidung verkauft, welches Restaurant vegane Speisen anbietet oder welcher Laden Bioprodukte im Sortiment hat. Ebenso finden sich hier Geschichten von Menschen, Tipps zum „selber machen“ und Denkanstöße. „Wir ergänzen ständig neue Orte“, erklärt Cynthia Matuszewski, Redakteurin des Lifeguide. „Und wir sind stolz auf die Vielzahl an Adressen und guten Projekten, die wir ausfindig machen“.  Seit 2018 gibt es auch das passende Buch dazu – einen Reiseführer, der in neun Kapiteln zeigt, wie gut nachhaltiges Leben in Augsburg funktioniert.

An einem Strang ziehen

Im Augsburger Agenda-Prozess steht kein Projekt nur für sich: Die verschiedenen Akteure der städtischen Gesellschaft haben erkannt, dass durch gegenseitiges Vernetzen, Austauschen und Stärken das gemeinsame Ziel erreicht wird: An kommende Generationen denken und Augsburg auch in Zukunft lebenswert gestalten. „Wenn wir die Welt verbessern wollen, können wir gut in unserer Stadt anfangen. Denn die hängt ganz schön mit der übrigen Welt zusammen – in allem“, so Dr. Norbert Stamm. Auch Tom Hecht ist sich sicher: „Im Ergebnis führt dies zu einer hohen Identifikation und Lebensqualität für alle“.

Das Leben in Augsburg ist schön. Damit das in Zukunft so bleibt, setzen sich Augsburgerinnen und Augsburger seit vielen Jahren für die nachhaltige Entwicklung ihrer Stadt ein. Im Augsburger Nachhaltigkeitsprozess „Lokale Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg“ vernetzen sich unterschiedliche Akteure der Stadtgesellschaft und arbeiten gemeinsam. Mit dabei sind zivilgesellschaftliche Gruppen und Institutionen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsakteure, Stadtverwaltung und Stadtpolitik. Das gemeinsame Ziel:  Augsburg ökologischer, fairer und lebenswerter gestalten.

Bereits 1980 gründeten junge Leute in Augsburg einen der ersten deutschen Weltläden, um der Bevölkerung nachhaltige Alternativen zu bieten. 16 Jahre später startete aus der Werkstatt Solidarische Welt Augsburgs Nachhaltigkeitsprozess. Heute  machen sich über 600 Menschen für ein zukunftsfähiges Augsburg stark. Dem Agenda-Prozess sind bereits zahlreiche Ideen und Projekte entsprungen: So zum Beispiel der Beitritt der Stadt zum Klima-Bündnis, das Augsburger Stadtradeln oder die faire Stadtschokolade. Das langjährige und zahlreiche Engagement überzeugt. 2013 erhielt Augsburg den deutschen Nachhaltigkeitspreis als „nachhaltigste deutsche Großstadt“. Der Preis für das beste bürgerinitiierte Beteiligungsprojekt, verliehen durch das Bundesumweltministerium, ging ebenfalls nach Augsburg. Dass der Nachhaltigkeitsprozess auch heute noch so erfolgreich vorangeht, ist dem kooperativen Denken und Handeln aller Beteiligten zu verdanken: Zivilgesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure arbeiten eng mit Stadtverwaltungsakteuren zusammen und entwickeln Konzepte in allen Bereichen weiter. Wichtige Entscheidungen im Nachhaltigkeitsprozess werden gemeinsam getroffen.

Jeder kann sich engagieren

Herzstück des Augsburger Agenda-Prozesses bilden die sogenannten Agendaforen. In insgesamt 30 Arbeitsgruppen treffen sich je nach Rhythmus einmal im Monat Ehrenamtliche und Vertreter verschiedener Organisationen. Sie sammeln neue Ideen in ihren jeweiligen Themenfeldern, organisieren Veranstaltungen und initiieren Projekte. „Wir geben Impulse durch Fachveranstaltungen und beteiligen uns an Aktionen wie dem Stadtradeln oder der Radlwoche“, erzählt Tom Hecht, ehrenamtlicher Agendasprecher und Ansprechpartner im Fachforum Verkehr. Weitere Foren sind zum Beispiel das Forum Plastikfreies Augsburg, der Arbeitskreis Unternehmerische Verantwortung und seit kurzem Foodsharing Augsburg. Jeder, der sich interessiert oder engagieren möchte, ist willkommen. „Genau das ist es doch, wenn wir nachhaltige Entwicklung voranbringen wollen: Mensch kann selbst etwas tun, Ideen entwickeln, sich engagieren“, betont Dr. Norbert Stamm. Er leitet das Büro für Nachhaltigkeit der Geschäftsstelle Lokale Agenda 21. Augsburg ist damit eine der wenigen Städte in Deutschland, bei denen ein Büro dieser Art Teil der Stadtverwaltung ist.

Zukunftsleitlinien als Kompass

Als Grundlage der nachhaltigen Stadtentwicklung dienen 75 definierte Zukunftsleitlinien. Diese wurden stadtgesellschaftlich erarbeitet und 2015 vom Stadtrat beschlossen. Unterteilt in die vier Dimensionen Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur stellen die Ziele eine Orientierung für die Arbeit aller Akteure dar. Im Blick sind Gegenwart, Zukunft wie auch weltweite Auswirkungen. So sollen zum Beispiel ein gesundes Stadtklima hier, aber auch weltweiter Klimaschutz gefördert, verantwortungsbewusst produziert und sozialer Ausgleich geschaffen werden.

Starkes Netzwerk

Auch der Nachhaltigkeitsbeirat, der sich viermal im Jahr trifft, ist ein wichtiger Bestandteil des Agenda-Netzwerkes. Er besteht aus Vertretern 24 verschiedener Institutionen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Diese beraten die Stadt rund um die Nachhaltigkeitshemen, die sich in den Zukunftsleitlinien wiederfinden. Zudem kann der Beirat direkt Anträge an den Stadtrat stellen und Empfehlungen aussprechen. So empfiehlt er unter anderem, Treibhausgasemissionen bis 2025 zu reduzieren und eine eigene Klimaschutzkommission einzurichten. Dass die Vernetzung beim Thema Nachhaltigkeit im Raum Augsburg funktioniert, zeigt sich auch jährlich bei den Wochen der Nachhaltigkeit. Diese bündeln wirtschaftsbezogene Veranstaltungen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen: von zukunftsträchtiger Forschung über Corporate Responsibility bis hin zu Ressourcen- und Energieeffizienz. Ziel ist, das Verständnis für nachhaltiges Wirtschaften bei Unternehmen in der Region zu fördern.

Nachhaltig Leben in der Region – das geht

In Augsburg gibt es viele Initiativen, die den Weg zu einem nachhaltigen Leben in der Region ebnen. So wurden in den letzten Jahren über 500 Projekte für den Augsburger Zukunftspreis vorgeschlagen. Seit 2006 verleiht die Stadt Augsburg jährlich diesen Preis und ehrt damit besonders nachhaltige und zukunftsweisende Projekte. Dazu gehört unter anderem die Webseite Lifeguide Region Augsburg. Auf dem werbefreien Portal dreht sich alles um nachhaltiges Leben. Das Besondere: Nur regionale Angebote werden aufgenommen. So sieht der Leser, welcher Betrieb in Augsburg fair produzierte Kleidung verkauft, welches Restaurant vegane Speisen anbietet oder welcher Laden Bioprodukte im Sortiment hat. Ebenso finden sich hier Geschichten von Menschen, Tipps zum „selber machen“ und Denkanstöße. „Wir ergänzen ständig neue Orte“, erklärt Cynthia Matuszewski, Redakteurin des Lifeguide. „Und wir sind stolz auf die Vielzahl an Adressen und guten Projekten, die wir ausfindig machen“.  Seit 2018 gibt es auch das passende Buch dazu – einen Reiseführer, der in neun Kapiteln zeigt, wie gut nachhaltiges Leben in Augsburg funktioniert.

An einem Strang ziehen

Im Augsburger Agenda-Prozess steht kein Projekt nur für sich: Die verschiedenen Akteure der städtischen Gesellschaft haben erkannt, dass durch gegenseitiges Vernetzen, Austauschen und Stärken das gemeinsame Ziel erreicht wird: An kommende Generationen denken und Augsburg auch in Zukunft lebenswert gestalten. „Wenn wir die Welt verbessern wollen, können wir gut in unserer Stadt anfangen. Denn die hängt ganz schön mit der übrigen Welt zusammen – in allem“, so Dr. Norbert Stamm. Auch Tom Hecht ist sich sicher: „Im Ergebnis führt dies zu einer hohen Identifikation und Lebensqualität für alle“.

Starkes Netzwerk

Auch der Nachhaltigkeitsbeirat, der sich viermal im Jahr trifft, ist ein wichtiger Bestandteil des Agenda-Netzwerkes. Er besteht aus Vertretern 24 verschiedener Institutionen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Diese beraten die Stadt rund um die Nachhaltigkeitshemen, die sich in den Zukunftsleitlinien wiederfinden. Zudem kann der Beirat direkt Anträge an den Stadtrat stellen und Empfehlungen aussprechen. So empfiehlt er unter anderem, Treibhausgasemissionen bis 2025 zu reduzieren und eine eigene Klimaschutzkommission einzurichten. Dass die Vernetzung beim Thema Nachhaltigkeit im Raum Augsburg funktioniert, zeigt sich auch jährlich bei den Wochen der Nachhaltigkeit. Diese bündeln wirtschaftsbezogene Veranstaltungen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen: von zukunftsträchtiger Forschung über Corporate Responsibility bis hin zu Ressourcen- und Energieeffizienz. Ziel ist, das Verständnis für nachhaltiges Wirtschaften bei Unternehmen in der Region zu fördern.

Nachhaltig Leben in der Region – das geht

In Augsburg gibt es viele Initiativen, die den Weg zu einem nachhaltigen Leben in der Region ebnen. So wurden in den letzten Jahren über 500 Projekte für den Augsburger Zukunftspreis vorgeschlagen. Seit 2006 verleiht die Stadt Augsburg jährlich diesen Preis und ehrt damit besonders nachhaltige und zukunftsweisende Projekte. Dazu gehört unter anderem die Webseite Lifeguide Region Augsburg. Auf dem werbefreien Portal dreht sich alles um nachhaltiges Leben. Das Besondere: Nur regionale Angebote werden aufgenommen. So sieht der Leser, welcher Betrieb in Augsburg fair produzierte Kleidung verkauft, welches Restaurant vegane Speisen anbietet oder welcher Laden Bioprodukte im Sortiment hat. Ebenso finden sich hier Geschichten von Menschen, Tipps zum „selber machen“ und Denkanstöße. „Wir ergänzen ständig neue Orte“, erklärt Cynthia Matuszewski, Redakteurin des Lifeguide. „Und wir sind stolz auf die Vielzahl an Adressen und guten Projekten, die wir ausfindig machen“.  Seit 2018 gibt es auch das passende Buch dazu – einen Reiseführer, der in neun Kapiteln zeigt, wie gut nachhaltiges Leben in Augsburg funktioniert.

An einem Strang ziehen

Im Augsburger Agenda-Prozess steht kein Projekt nur für sich: Die verschiedenen Akteure der städtischen Gesellschaft haben erkannt, dass durch gegenseitiges Vernetzen, Austauschen und Stärken das gemeinsame Ziel erreicht wird: An kommende Generationen denken und Augsburg auch in Zukunft lebenswert gestalten. „Wenn wir die Welt verbessern wollen, können wir gut in unserer Stadt anfangen. Denn die hängt ganz schön mit der übrigen Welt zusammen – in allem“, so Dr. Norbert Stamm. Auch Tom Hecht ist sich sicher: „Im Ergebnis führt dies zu einer hohen Identifikation und Lebensqualität für alle“.

Starkes Netzwerk

Auch der Nachhaltigkeitsbeirat, der sich viermal im Jahr trifft, ist ein wichtiger Bestandteil des Agenda-Netzwerkes. Er besteht aus Vertretern 24 verschiedener Institutionen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Diese beraten die Stadt rund um die Nachhaltigkeitshemen, die sich in den Zukunftsleitlinien wiederfinden. Zudem kann der Beirat direkt Anträge an den Stadtrat stellen und Empfehlungen aussprechen. So empfiehlt er unter anderem, Treibhausgasemissionen bis 2025 zu reduzieren und eine eigene Klimaschutzkommission einzurichten. Dass die Vernetzung beim Thema Nachhaltigkeit im Raum Augsburg funktioniert, zeigt sich auch jährlich bei den Wochen der Nachhaltigkeit. Diese bündeln wirtschaftsbezogene Veranstaltungen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen: von zukunftsträchtiger Forschung über Corporate Responsibility bis hin zu Ressourcen- und Energieeffizienz. Ziel ist, das Verständnis für nachhaltiges Wirtschaften bei Unternehmen in der Region zu fördern.

Nachhaltig Leben in der Region – das geht

In Augsburg gibt es viele Initiativen, die den Weg zu einem nachhaltigen Leben in der Region ebnen. So wurden in den letzten Jahren über 500 Projekte für den Augsburger Zukunftspreis vorgeschlagen. Seit 2006 verleiht die Stadt Augsburg jährlich diesen Preis und ehrt damit besonders nachhaltige und zukunftsweisende Projekte. Dazu gehört unter anderem die Webseite Lifeguide Region Augsburg. Auf dem werbefreien Portal dreht sich alles um nachhaltiges Leben. Das Besondere: Nur regionale Angebote werden aufgenommen. So sieht der Leser, welcher Betrieb in Augsburg fair produzierte Kleidung verkauft, welches Restaurant vegane Speisen anbietet oder welcher Laden Bioprodukte im Sortiment hat. Ebenso finden sich hier Geschichten von Menschen, Tipps zum „selber machen“ und Denkanstöße. „Wir ergänzen ständig neue Orte“, erklärt Cynthia Matuszewski, Redakteurin des Lifeguide. „Und wir sind stolz auf die Vielzahl an Adressen und guten Projekten, die wir ausfindig machen“.  Seit 2018 gibt es auch das passende Buch dazu – einen Reiseführer, der in neun Kapiteln zeigt, wie gut nachhaltiges Leben in Augsburg funktioniert.

An einem Strang ziehen

Im Augsburger Agenda-Prozess steht kein Projekt nur für sich: Die verschiedenen Akteure der städtischen Gesellschaft haben erkannt, dass durch gegenseitiges Vernetzen, Austauschen und Stärken das gemeinsame Ziel erreicht wird: An kommende Generationen denken und Augsburg auch in Zukunft lebenswert gestalten. „Wenn wir die Welt verbessern wollen, können wir gut in unserer Stadt anfangen. Denn die hängt ganz schön mit der übrigen Welt zusammen – in allem“, so Dr. Norbert Stamm. Auch Tom Hecht ist sich sicher: „Im Ergebnis führt dies zu einer hohen Identifikation und Lebensqualität für alle“.

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Büro für Nachhaltigkeit mit Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 Stadt Augsburg

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