News Innovation Recyceltes Aluminium für Felgen: Fraunhofer IGCV erforscht nachhaltige Alternativen

Aluminiumfelgen haben Stahlfelgen in der Automobilindustrie längst abgelöst – sie sind leicht, korrosionsbeständig und ästhetisch. Doch ihre Herstellung ist energieintensiv und verursacht hohe CO₂-Emissionen – rund zehnmal so viel wie Stahl. Um Ressourcen zu schonen und Emissionen zu senken, will das Fraunhofer IGCV im Projekt „SUPA-Wheel“ den Anteil an recyceltem Aluminium bei Felgen auf mindestens 30 Prozent steigern.

Kreisläufe für Altmetall schaffen sowie Qualitätsstandards für recyceltes Aluminium setzen

Projektleiter Robert Kleinhans erklärt, dass Aluminium künftig stärker im Kreislauf geführt werden soll. Das Ziel: Alte Felgen sollen nicht entsorgt, sondern wieder in den Produktionsprozess integriert werden. Grundlage ist das Cradle-to-Cradle-Prinzip, das auf geschlossene Stoffkreisläufe setzt und Abfall vermeidet. Damit sollen sowohl Umweltbelastung als auch Rohstoffverbrauch reduziert werden. Dafür bringt die Verarbeitung von Sekundäraluminium technische Herausforderungen mit sich. Verunreinigungen können die Materialeigenschaften negativ beeinflussen, ein Problem bei sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Felgen. Deshalb analysiert das IGCV genau, wie sich verschiedene Legierungselemente auf Festigkeit und Haltbarkeit auswirken, um die hohen Anforderungen der Autoindustrie zu erfüllen.

„Rezept“ für Felgen aus Recyclingmaterial was geringere kosten für Autohersteller mit sich bringen könnte 

Um optimale Legierungen zu entwickeln, nutzen die Forschenden eine systematische Matrix – vergleichbar mit einem Rezeptbuch. Je nach Elementgehalt ändern sich Eigenschaften wie Festigkeit oder Korrosionsanfälligkeit. Die Methode ist bereits zum Patent angemeldet und erlaubt es, passende Legierungen für nachhaltige und leistungsfähige Felgen gezielt zu entwickeln. Neben der Umwelt profitieren auch Autohersteller: Sekundäraluminium benötigt nur rund 7 Prozent der Energie im Vergleich zur Primärproduktion – das spart Kosten und reduziert CO₂. Damit Recycling langfristig funktioniert, braucht es jedoch Investitionen in moderne Sortier- und Recyclingtechnik. Nur so kann eine konstant hohe Qualität des recycelten Materials sichergestellt werden.

Mehr Informationen unter Gießereitechnik - Fraunhofer IGCV

Ansprechperson 
Robert Kleinhans | Wissenschaftlicher Mitarbeiter | Gießverfahren und Werkstoffe | Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV robert.kleinhans@fraunhofer.igcv.de
Lichtenbergstraße 15 | 85748 Garching, Germany | www.igcv.fraunhofer.de

Aluminiumfelgen haben Stahlfelgen in der Automobilindustrie längst abgelöst – sie sind leicht, korrosionsbeständig und ästhetisch. Doch ihre Herstellung ist energieintensiv und verursacht hohe CO₂-Emissionen – rund zehnmal so viel wie Stahl. Um Ressourcen zu schonen und Emissionen zu senken, will das Fraunhofer IGCV im Projekt „SUPA-Wheel“ den Anteil an recyceltem Aluminium bei Felgen auf mindestens 30 Prozent steigern.

Kreisläufe für Altmetall schaffen sowie Qualitätsstandards für recyceltes Aluminium setzen

Projektleiter Robert Kleinhans erklärt, dass Aluminium künftig stärker im Kreislauf geführt werden soll. Das Ziel: Alte Felgen sollen nicht entsorgt, sondern wieder in den Produktionsprozess integriert werden. Grundlage ist das Cradle-to-Cradle-Prinzip, das auf geschlossene Stoffkreisläufe setzt und Abfall vermeidet. Damit sollen sowohl Umweltbelastung als auch Rohstoffverbrauch reduziert werden. Dafür bringt die Verarbeitung von Sekundäraluminium technische Herausforderungen mit sich. Verunreinigungen können die Materialeigenschaften negativ beeinflussen, ein Problem bei sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Felgen. Deshalb analysiert das IGCV genau, wie sich verschiedene Legierungselemente auf Festigkeit und Haltbarkeit auswirken, um die hohen Anforderungen der Autoindustrie zu erfüllen.

„Rezept“ für Felgen aus Recyclingmaterial was geringere kosten für Autohersteller mit sich bringen könnte 

Um optimale Legierungen zu entwickeln, nutzen die Forschenden eine systematische Matrix – vergleichbar mit einem Rezeptbuch. Je nach Elementgehalt ändern sich Eigenschaften wie Festigkeit oder Korrosionsanfälligkeit. Die Methode ist bereits zum Patent angemeldet und erlaubt es, passende Legierungen für nachhaltige und leistungsfähige Felgen gezielt zu entwickeln. Neben der Umwelt profitieren auch Autohersteller: Sekundäraluminium benötigt nur rund 7 Prozent der Energie im Vergleich zur Primärproduktion – das spart Kosten und reduziert CO₂. Damit Recycling langfristig funktioniert, braucht es jedoch Investitionen in moderne Sortier- und Recyclingtechnik. Nur so kann eine konstant hohe Qualität des recycelten Materials sichergestellt werden.

Mehr Informationen unter Gießereitechnik - Fraunhofer IGCV

Ansprechperson 
Robert Kleinhans | Wissenschaftlicher Mitarbeiter | Gießverfahren und Werkstoffe | Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV robert.kleinhans@fraunhofer.igcv.de
Lichtenbergstraße 15 | 85748 Garching, Germany | www.igcv.fraunhofer.de

Zum Vollständigen Beitrag

Newsblog Das könnte Sie auch interessieren

News Innovation Fraunhofer IGCV: Zehn Jahre Innovation in Augsburg und Garching

Seit zehn Jahren entwickelt das Fraunhofer IGCV in Augsburg und Garching Technologien für die Produktion der Zukunft. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation SGL Carbon unter den bundesweiten Innovationschampions 2026

Die WirtschaftsWoche hat erneut die innovationsstärksten Mittelständler Deutschlands ermittelt. Darunter sind auch Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Augsburger Forschung im All: Universität an europäischer ESA-Mission beteiligt

Ab 2030 soll die europäische Mission Schwerewellen in rund 90 Kilometern Höhe untersuchen – die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Universität Augsburg und dem DLR. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Bayerischer Energiepreis für KI-Prognosen der Solarerzeugung

Als Kooperationspartner des Startups Nuno Labs wurde die LEW mit dem Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Digitalisierung im Energiebereich“ ausgezeichnet. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Neues Förderprogramm H2N: Wasserstoff-Nutzfahrzeuge auf die Straße bringen

Unternehmen in Bayern können ab sofort Fördermittel für die Anschaffung wasserstoffbasierter Nutzfahrzeuge beantragen. Das Förderprogramm H2N unterstützt emissionsfreie Mobilität. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation AIRTEC 2026 – B2B-Hotspot für Luftfahrt, New Space und Verteidigung

Die AIRTEC 2026 findet vom 20. bis 22. Oktober 2026 auf dem Gelände der Messe Augsburg statt. Sie ist eine der führenden internationalen B2B-Fachmessen und Kongresse für die Luft- und Raumfahrtindustrie, zukünftige Luftmobilität (Future Air Mobility), neue Raumfahrt (New Space) sowie fortschrittliche Verteidigungstechnologien. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Innovation gemeinsam gestalten: THA vernetzt Unternehmen und Talente in neuem Masterstudiengang

Ziel des neuen Studiengangs ist es, aktuelle Herausforderungen aus Unternehmen gemeinsam mit Studierenden wissenschaftlich fundiert zu bearbeiten und innovative Lösungen mit direktem Praxisbezug zu entwickeln. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Universität Augsburg zählt zu den Top 30 Hochschulen für KI-Gründungen

Die Universität Augsburg gehört laut aktuellem Feeder University Leaderboard zu den Top 30 Hochschulen für KI-Gründungen in Deutschland. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung der Universität als Impulsgeber für Innovation, Technologietransfer und wissensbasierte Start-ups. ... mehr
Mehr lesen

Pressemitteilung 22.07.2026 Augsburger Technologietransferkongress diskutiert Zukunft der Industrie in der Region

Bei dem 15. Augsburger Technologietransfer-Kongress 2026, der in in der Factory im Digitalen Zentrum Schwaben (DZ.S) in Augsburg stattfand, wurden gemeinsam mit den 200 Teilnehmern aus Unternehmen, Wissenschaft und Innovationsakteuren der Region wieder wichtige Zukunftsinnovation aus der Region wie z.B. für die Energiewende, den Einsatz von KI, der Robotik und Materialforschung vorgestellt. ... mehr
Mehr lesen

Pressemitteilung 25.06.2026 Innovation Walk am TTZ Aichach zeigt neue Wege für digitales und nachhaltiges Bauen

„Das Technologietransferzentrum Aichach steht exemplarisch für die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Region. Alle ziehen an einem Strang, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern. Ein Ort, an dem Zukunft nicht nur diskutiert, sondern gebaut wird“, sagte Dr. ... mehr
Mehr lesen

News Nachhaltigkeit Sustain Lab der THA und IHK Schwaben: praxisnaher Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft

Unternehmen können im SustainLab kostenfrei mit Studierenden zusammenarbeiten und praxisnahe Lösungen entwickeln. Projektvorschläge sind bis zum 30.06. einzureichen. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Zukunftsperspektive für Faurecia-Werk am Standort Augsburg

Das Unternehmen General Dynamics European Land Systems hat eine Vereinbarung mit der französischen Forvia-Gruppe geschlossen, zum Erwerb des Faurecia-Werks in Augsburg. Diese Vereinbarung gewährleistet die Kontinuität des langjährigen Industriestandorts, der sich auf Abgasanlagen für ... mehr
Mehr lesen

Newsblog Weitere News aus der Region

News Standort 25 Jahre Bauernmarkt Dasing

News Standort Investition in den Gesundheitsstandort Augsburg: Entscheidung für den Neubau der Universitätsklinik

News Standort Ambulantes OP-Zentrum im Universitätsklinikum Augsburg stärkt Versorgung

News Nachhaltigkeit Neue Ausstellung zu Biodiversität auf dem Campus der Universität Augsburg

News Innovation Fraunhofer IGCV: Zehn Jahre Innovation in Augsburg und Garching

Pressemitteilung 01.09.2026 EXPO REAL 2026: Region Augsburg zeigt Stärke und Perspektive

News Innovation SGL Carbon unter den bundesweiten Innovationschampions 2026

News Innovation Augsburger Forschung im All: Universität an europäischer ESA-Mission beteiligt

News FutureH2O Klimaresilienztage 2026 – Ressource Wasser im Fokus

News Arbeitgeber Neuer Schulwettbewerb: Jugendliche entwickeln Geschäftsideen

News Immobilien Innovations-Foren suchen Lösungen für Neubau und Sanierung

Bleiben Sie up to date! Newsticker-Anmeldung

Hier können Sie den wöchentlichen Newsticker abonnieren. Im Rahmen des Abonnements senden wir Ihnen jede Woche eine Zusammenfassung aller News der kommenden Woche zu. So sind Sie immer informiert und up to date!

Anrede

Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich. Lesen Sie die Hinweise zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten und zur Personalisierung des Newsletters in unserer Datenschutzerklärung.




▲ TOP