Erfolgsstory Unimedizin Augsburger Knowhow gestaltet die Medizin von morgen

Seit 2019 ist Augsburg nicht nur Universitätsstadt, sondern auch Standort für Hochschulmedizin. Im Modellstudiengang Humanmedizin und dem Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik werden hier neben den Ärzten von morgen auch Medizininformatiker ausgebildet. Die Forschungsschwerpunkte der Augsburger Universitätsmedizin liegen in den Bereichen Umwelt und Gesundheit sowie Medizininformatik. Mit diesen Fachrichtungen besetzt Augsburg eine wichtige Nische – europaweit.

Darum geht’s:

Im Modellstudiengang Humanmedizin und dem Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik werden hier neben den Ärzten von morgen auch Medizininformatiker ausgebildet.

Die Reihen rund um die Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg, Prof. Dr. Martina Kadmon, haben sich gefüllt. Ein Teil der Professuren ist besetzt, Vorlesungen werden gehalten, und Köpfe rauchen. Auch die Bauarbeiten für die ersten beiden Gebäude des neuen Medizincampus starteten 2020. Dort sind Hörsäle, Seminar- und Praktikumsräume, Labore und das Dekanat der Medizinischen Fakultät geplant. Außerdem eine medizinische Fachbibliothek sowie die Forschungsflächen für die vorklinischen Lehrstühle im Institut für Theoretische Medizin.

Die Forschungsschwerpunkte der Fakultät – Umwelt und Gesundheit sowie Medizininformatik – sind in Europa noch nicht sehr stark vertreten. Der Standort Augsburg besetzt somit gleich zwei Nischen, die in der Medizin immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Perspektiven für die Medizin von morgen schaffen

Das moderne Gesundheitswesen setzt zunehmend auf IT-Systeme: von den generellen Patientendaten über die Simulation von biologischen Prozessen bis hin zu Abrechnungen. Doch wachsende Datenmengen stellen Forscher vor immer größere Herausforderungen, die sich nur mit modernen IT-Technologien lösen lassen. Knowhow aus Augsburg soll hier in Zukunft Abhilfe schaffen.

So macht die Unimedizin die Zukunft besser:

Gefragte Forschungsbereiche in der Region A3: Innovative Perspektiven für die moderne Medizin werden geschaffen. Die medizinische Versorgung wird außerdem verbessert.

Experten im Forschungsbereich Medical Information Sciences beschäftigen sich intensiv damit, den Umgang mit den großen Datenmengen in der medizinischen Forschung möglichst intelligent zu bewältigen. Dazu gehört der Aufbau einer internetbasierten Infrastruktur, um auch im Gesundheitsbereich von lernenden Systemen zu profitieren. Und mehr: „Moderne Technologien erlauben es uns, z. B. minimalinvasive Monitoringverfahren zu entwickeln, die es ermöglichen, den Gesundheitszustand der Patienten auch zu Hause zu überwachen“, so Prof. Dr. Axel R. Heller, der im September 2018 auf den ersten klinischen Lehrstuhl der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg berufen wurde.

Im Forschungsbereich Environmental Health Sciences wird untersucht, welche positiven und negativen Einflüsse die Umwelt auf unsere Gesundheit hat. Betrachtet werden hierbei auch extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen oder Starkregen, die im Kontext des Klimawandels auftreten. All dies wird an der Professur für Regionalen Klimawandel und Gesundheit erforscht, wobei lokale sowie regionale Auswirkungen des Klimas fokussiert werden.

Von der Grundlagenforschung zur Anwendung

Übergreifendes Ziel der Universitätsmedizin Augsburg ist die Translation. Durch interdisziplinäre Aktivitäten soll eine möglichst schnelle und effiziente Anwendung präklinischer Forschung erreicht werden. Die systematische Grundlagenforschung in der Biomedizin erfolgt dafür am Institut für Theoretische Medizin mit seinen vier Lehrstühlen. Die klinische Forschung wird in drei Profilzentren gebündelt. Hierzu gehören neben der vaskulären Medizin und Tumormedizin auch die Allergologie. Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Industrieländern. Experten des klinischen Profilzentrums forschen deshalb aktuell daran, wie Allergien entstehen und nachhaltig behandelt werden können.

Besonderheit des Projekts:

Forschungsbereiche, die in Europa noch nicht sehr stark vertreten sind, werden in Augsburg ausgebaut. 

Im Rahmen der Forschung am Lehrstuhl für Epidemiologie der LMU München am UNIKA-T soll eine einzigartige epidemiologisch-medizinische „Forschungsregion Augsburg“ entstehen. Bestehend aus der Stadt Augsburg und den beiden Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg werden unter anderem Bioproben von Gesunden und Patienten erfasst und für die Forschung genutzt.

Damit schließt sich zum einen der Kreis zur Medizininformatik, gleichzeitig fügen sich beide Forschungsschwerpunkte der medizinischen Fakultät der Universität Augsburg perfekt in das Kompetenzportfolio der Region rund um Umwelttechnologie, IuK-Technologie und Ressourceneffizienz. So wird das Profil komplett.

Das ist erst der Anfang

Das Projekt Uniklinikum und Unimedizin Augsburg und damit die Region Augsburg als Gesundheitsregion stehen erst am Anfang eines jahrzehntelangen Entwicklungsprozesses – ein Prozess, der sich vielfältig auf die Wirtschaftsstruktur der Region durchpausen wird. Nicht nur die medizinische Versorgung in A³ wird sich damit nochmals verbessern, auch vielfältige Chancen für die zukünftige ökonomische Entwicklung des Wirtschaftsraums werden sich ergeben. So leiten das Universitätsklinikum und die Etablierung der Universitätsmedizin eine neue – nicht nur wirtschaftliche – Ära für den Standort Augsburg ein.

Moderne Technologien erlauben es uns, z. B. minimalinvasive Monitoringverfahren zu entwickeln, die es ermöglichen, den Gesundheitszustand der Patienten auch zu Hause zu überwachen.

Prof. Dr. Heller – Prodekan der Medizinischen Fakultät Augsburg

Weiterführende Links

Webseite der Medizinischen Fakultät

Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät

 

Forschungsprogramme der Medizinischen Fakultät

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