Veröffentlicht am 25. März 2026
News Innovation – Wasserstoff-LKW nehmen Fahrt auf!
Neue Fördermöglichkeiten, günstige Wasserstoffpreise an der Tankstelle und Test-Fahrzeuge machen den Einstieg aktuell besonders leicht
Während batterieelektrische Lkw im regionalen Verkehr ihre Stärken ausspielen, zeigen Wasserstofffahrzeuge ihre Vorteile vor allem auf langen Strecken und bei hoher Laufleistung: H₂-Lkw lassen sich in wenigen Minuten betanken, erreichen hohe Reichweiten und verlieren kaum Nutzlast durch schwere Energiespeicher. Damit ergänzen sie die emissionsfreien Antriebsalternativen ideal – besonders auf langen Strecken und im intensiven Logistikbetrieb. Mit neuen aktuellen Förderprogrammen und Tankstellenpreisen von vielerorts in Deutschland unter 10 €/kg für Wasserstoff werden sie nun auch wirtschaftlich interessant.
Zwar sind Wasserstoff-Lkw heute in den „Total Costs of Ownership“ in vielen Fällen noch teurer als vergleichbare Diesel-Fahrzeuge – vor allem wegen der aktuell höheren Anschaffungskosten. Studien zeigen jedoch, dass die sogenannte Kostenparität im Gesamtbetrieb unter günstigen Bedingungen bereits heute erreicht werden können, etwa wenn Förderprogramme genutzt werden und der Wasserstoffpreis sinkt. Experten gehen davon aus, dass bei rund 8 bis 9 Euro pro Kilogramm Wasserstoff (netto) die Betriebskosten eines Wasserstoff-Lkw mit denen eines Diesel-Lkw vergleichbar sein können. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von geringeren Wartungskosten, einer klimaneutralen Logistik und der aktuellen Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw.
Bis zu 80 % Förderung für Wasserstofffahrzeuge bei Anschaffung und Leasing
Spannend für Unternehmen ist zudem die neue Förderkulisse für wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge. Auf Bundesebene unterstützt eine Paketförderung sowohl den Aufbau von Wasserstofftankstellen entlang wichtiger Transportkorridore als auch die Anschaffung von H₂-Lkw. Eine weitere Förderchance bietet das angekündigte Förderprogramm des Freistaats Bayern: Ab 2026 sollen Unternehmen beim Kauf oder Leasing wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge mit bis zu 80 % der Mehrkosten gegenüber Diesel-Fahrzeugen unterstützt werden. Förderfähig sind sämtliche Nutzfahrzeugklassen – vom leichten Transporter bis zum schweren Fernverkehrs-Lkw und auch das Leasing von Fahrzeugen. Damit wird der Einstieg in eine klimafreundliche Flotte deutlich einfacher und wirtschaftlich planbar. Im Güterverkehrszentrum Augsburg betreibt Tyczka Hydrogen bereits seit 2024 eine Wasserstofftankstelle für Nutzfahrzeuge. Dort werden aktuell Nettopreise zwischen 8 und 10 € pro Kilogramm aufgerufen. „Auf Basis der heute vorliegenden Informationen gehen wir aktuell davon aus, dass das Preisniveau für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren stabil gehalten werden kann. Bei großen Abnahmemengen sind auch noch Nachlässe möglich“, sagt Dr. Christoph Stiller, Vertriebsleiter bei Tyczka Hydrogen.
Interessierte Unternehmen sollten jedoch schnell sein, der erste Fördercall des Bundes endet bereits Ende Mai. Das bayerische Förderprogramm wird voraussichtlich ebenfalls noch vor der Sommerpause starten.
Neue Fördermöglichkeiten, günstige Wasserstoffpreise an der Tankstelle und Test-Fahrzeuge machen den Einstieg aktuell besonders leicht
Während batterieelektrische Lkw im regionalen Verkehr ihre Stärken ausspielen, zeigen Wasserstofffahrzeuge ihre Vorteile vor allem auf langen Strecken und bei hoher Laufleistung: H₂-Lkw lassen sich in wenigen Minuten betanken, erreichen hohe Reichweiten und verlieren kaum Nutzlast durch schwere Energiespeicher. Damit ergänzen sie die emissionsfreien Antriebsalternativen ideal – besonders auf langen Strecken und im intensiven Logistikbetrieb. Mit neuen aktuellen Förderprogrammen und Tankstellenpreisen von vielerorts in Deutschland unter 10 €/kg für Wasserstoff werden sie nun auch wirtschaftlich interessant.
Zwar sind Wasserstoff-Lkw heute in den „Total Costs of Ownership“ in vielen Fällen noch teurer als vergleichbare Diesel-Fahrzeuge – vor allem wegen der aktuell höheren Anschaffungskosten. Studien zeigen jedoch, dass die sogenannte Kostenparität im Gesamtbetrieb unter günstigen Bedingungen bereits heute erreicht werden können, etwa wenn Förderprogramme genutzt werden und der Wasserstoffpreis sinkt. Experten gehen davon aus, dass bei rund 8 bis 9 Euro pro Kilogramm Wasserstoff (netto) die Betriebskosten eines Wasserstoff-Lkw mit denen eines Diesel-Lkw vergleichbar sein können. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von geringeren Wartungskosten, einer klimaneutralen Logistik und der aktuellen Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw.
Bis zu 80 % Förderung für Wasserstofffahrzeuge bei Anschaffung und Leasing
Spannend für Unternehmen ist zudem die neue Förderkulisse für wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge. Auf Bundesebene unterstützt eine Paketförderung sowohl den Aufbau von Wasserstofftankstellen entlang wichtiger Transportkorridore als auch die Anschaffung von H₂-Lkw. Eine weitere Förderchance bietet das angekündigte Förderprogramm des Freistaats Bayern: Ab 2026 sollen Unternehmen beim Kauf oder Leasing wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge mit bis zu 80 % der Mehrkosten gegenüber Diesel-Fahrzeugen unterstützt werden. Förderfähig sind sämtliche Nutzfahrzeugklassen – vom leichten Transporter bis zum schweren Fernverkehrs-Lkw und auch das Leasing von Fahrzeugen. Damit wird der Einstieg in eine klimafreundliche Flotte deutlich einfacher und wirtschaftlich planbar. Im Güterverkehrszentrum Augsburg betreibt Tyczka Hydrogen bereits seit 2024 eine Wasserstofftankstelle für Nutzfahrzeuge. Dort werden aktuell Nettopreise zwischen 8 und 10 € pro Kilogramm aufgerufen. „Auf Basis der heute vorliegenden Informationen gehen wir aktuell davon aus, dass das Preisniveau für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren stabil gehalten werden kann. Bei großen Abnahmemengen sind auch noch Nachlässe möglich“, sagt Dr. Christoph Stiller, Vertriebsleiter bei Tyczka Hydrogen.
Interessierte Unternehmen sollten jedoch schnell sein, der erste Fördercall des Bundes endet bereits Ende Mai. Das bayerische Förderprogramm wird voraussichtlich ebenfalls noch vor der Sommerpause starten.
Wasserstofftankstellen-Infrastruktur wächst – auch in Schwaben
Parallel zum Markthochlauf der Fahrzeuge wächst auch die Infrastruktur für Nutzfahrzeuge. Bereits heute können wasserstoffbetriebene Fahrzeuge mit 700 bar und mit 350 bar an der Wasserstofftankstelle im Güterverkehrszentrum Augsburg betankt werden. Auch in Giengen an der Brenz an der A7 ist eine vergleichbare Tankstelle in Betrieb. Eine weitere Wasserstoff-Tankstelle eröffnete am 16. April in Memmingen und stärkt künftig die Versorgung im gesamten schwäbischen Raum. Durch das bundesweite Förderprogramm und die EU-Ausbauvorgaben der AFIR (Alternative Fuel Infrastructure Regulation) werden in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Wasserstofftankstellen entlang der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen entstehen. Die Richtlinie sieht vor, dass bis 2030 etwa alle 200 Kilometer eine öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle für Nutzfahrzeuge verfügbar ist. Auf der Webseite von h2.live findet man einen aktuellen Überblick über aktuell verfügbare sowie weitere im Bau befindliche Wasserstofftankstellen.
Wasserstoffverbrenner und Brennstoffzellen-Lkw – zwei Wege zur emissionsfreien Mobilität
Wasserstoff kann in Nutzfahrzeugen auf zwei unterschiedliche Arten genutzt werden: über Brennstoffzellen oder über Wasserstoffverbrennungsmotoren. Beide Technologien nutzen Wasserstoff als Energieträger, unterscheiden sich jedoch in ihrer Funktionsweise: Beim Brennstoffzellen-Lkw wird Wasserstoff in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt. Diese treibt einen Elektromotor an, der das Fahrzeug bewegt. Dabei entsteht als Nebenprodukt lediglich Wasserdampf.
Beim Wasserstoffverbrenner wird Wasserstoff dagegen als Kraftstoff für einen speziell angepassten Verbrennungsmotor genutzt. Die Technologie ähnelt stark klassischen Diesel- oder Gasmotoren, weshalb viele bestehende Komponenten und Produktionsprozesse weiterverwendet werden und bestehende Werkstätten leicht geschult werden können.
Wasserstoff-LKW selbst kostenlos testen
Unternehmen haben aktuell in der Region auch die Möglichkeit, verschiedene Wasserstoff-LKW selbst auszuprobieren. Das Münchner Clean-Mobility-Unternehmen KEYOU bietet Firmen aus Augsburg und Umgebung aktuell die Möglichkeit, einen 18-Tonnen-Wasserstoff-Lkw kostenlos für ein bis zwei Wochen im eigenen Betrieb zu testen. Der Truck basiert auf einem Daimler Actros und nutzt einen Wasserstoffverbrennungsmotor. Ebenfalls für Tests zur Verfügung steht die Sattelzugmaschinen s-eWa Fuel Cell von IVECO und RYGG RYGG von der Firma ReFire – beide mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb. Auch für eine Einweisung in das Tanken sowie für Tankkarten, z.B. für die Tankstellen im Güterverkehrszentrum Augsburg und Memmingen, ist gesorgt. So können Betriebe in der Praxis prüfen, wie sich Wasserstofffahrzeuge im eigenen Fuhrpark einsetzen lassen.
Interessierte Unternehmen wenden sich an die Regionale Koordinierungsstelle Wasserstoff, Martina Medrano, martina.medrano@region-a3.com.
Weitere Informationen zu Nutzfahrzeugen unter www.technologieregion-wasserstoff.de
Bundesweite Paketförderung für Wasserstofffahrzeuge
PtJ: Aufruf zur Antragseinreichung für die Förderung von Wasserstofftankstellen im Straßenverkehr in Verbindung mit Nutzfahrzeugen mit wasserstoffbasierten Antrieben (01/2026)
Bayernweite Fahrzeugförderung (in Planung)
Förderprogramm Wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge - Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Wasserstofftankstellen-Infrastruktur wächst – auch in Schwaben
Parallel zum Markthochlauf der Fahrzeuge wächst auch die Infrastruktur für Nutzfahrzeuge. Bereits heute können wasserstoffbetriebene Fahrzeuge mit 700 bar und mit 350 bar an der Wasserstofftankstelle im Güterverkehrszentrum Augsburg betankt werden. Auch in Giengen an der Brenz an der A7 ist eine vergleichbare Tankstelle in Betrieb. Eine weitere Wasserstoff-Tankstelle eröffnete am 16. April in Memmingen und stärkt künftig die Versorgung im gesamten schwäbischen Raum. Durch das bundesweite Förderprogramm und die EU-Ausbauvorgaben der AFIR (Alternative Fuel Infrastructure Regulation) werden in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Wasserstofftankstellen entlang der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen entstehen. Die Richtlinie sieht vor, dass bis 2030 etwa alle 200 Kilometer eine öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle für Nutzfahrzeuge verfügbar ist. Auf der Webseite von h2.live findet man einen aktuellen Überblick über aktuell verfügbare sowie weitere im Bau befindliche Wasserstofftankstellen.
Wasserstoffverbrenner und Brennstoffzellen-Lkw – zwei Wege zur emissionsfreien Mobilität
Wasserstoff kann in Nutzfahrzeugen auf zwei unterschiedliche Arten genutzt werden: über Brennstoffzellen oder über Wasserstoffverbrennungsmotoren. Beide Technologien nutzen Wasserstoff als Energieträger, unterscheiden sich jedoch in ihrer Funktionsweise: Beim Brennstoffzellen-Lkw wird Wasserstoff in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt. Diese treibt einen Elektromotor an, der das Fahrzeug bewegt. Dabei entsteht als Nebenprodukt lediglich Wasserdampf.
Beim Wasserstoffverbrenner wird Wasserstoff dagegen als Kraftstoff für einen speziell angepassten Verbrennungsmotor genutzt. Die Technologie ähnelt stark klassischen Diesel- oder Gasmotoren, weshalb viele bestehende Komponenten und Produktionsprozesse weiterverwendet werden und bestehende Werkstätten leicht geschult werden können.
Wasserstoff-LKW selbst kostenlos testen
Unternehmen haben aktuell in der Region auch die Möglichkeit, verschiedene Wasserstoff-LKW selbst auszuprobieren. Das Münchner Clean-Mobility-Unternehmen KEYOU bietet Firmen aus Augsburg und Umgebung aktuell die Möglichkeit, einen 18-Tonnen-Wasserstoff-Lkw kostenlos für ein bis zwei Wochen im eigenen Betrieb zu testen. Der Truck basiert auf einem Daimler Actros und nutzt einen Wasserstoffverbrennungsmotor. Ebenfalls für Tests zur Verfügung steht die Sattelzugmaschinen s-eWa Fuel Cell von IVECO und RYGG RYGG von der Firma ReFire – beide mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb. Auch für eine Einweisung in das Tanken sowie für Tankkarten, z.B. für die Tankstellen im Güterverkehrszentrum Augsburg und Memmingen, ist gesorgt. So können Betriebe in der Praxis prüfen, wie sich Wasserstofffahrzeuge im eigenen Fuhrpark einsetzen lassen.
Interessierte Unternehmen wenden sich an die Regionale Koordinierungsstelle Wasserstoff, Martina Medrano, martina.medrano@region-a3.com.
Weitere Informationen zu Nutzfahrzeugen unter www.technologieregion-wasserstoff.de
Bundesweite Paketförderung für Wasserstofffahrzeuge
PtJ: Aufruf zur Antragseinreichung für die Förderung von Wasserstofftankstellen im Straßenverkehr in Verbindung mit Nutzfahrzeugen mit wasserstoffbasierten Antrieben (01/2026)
Bayernweite Fahrzeugförderung (in Planung)
Förderprogramm Wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge - Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie