Veröffentlicht am 28. Januar 2026
News Fachkräfte – Mit Emotionaler Intelligenz kreativ und kraftvoll in die Zukunft
Gastbeitrag von Elisabeth Schmid, Die Raumgeber
„Leading is necessary, leaders are not“ – ein provokanter Satz? Aktuell geraten Führungskräfte zunehmend in eine Krise, fast schon in eine Identitätsfalle, denn ihre Daseinsberechtigung wird immer mehr in Frage gestellt.
„Warum soll ich das tun?“ „Wofür ist das gut?“ „Was ist dein Beitrag zur Wertschöpfung im Unternehmen?“ „Und warum verdienst du mehr als ich?“ Das alles fragen Mitarbeitende und vor allem jüngere Generationen. Fragen, die so manche Führungskraft auf die Schnelle nicht beantworten kann und die immer häufiger zu einer Identitätsfalle werden. Brauchen wir also keine Führungskräfte mehr? Doch – aber mehr denn je brauchen wir vor allem moderne Führung, die bestimmte Schlüsselkompetenzen erfordert.
Führung ist notwendig.
Wir erleben: Führungskräfte gehen aktuell zunehmend freiwillig aus ihren Führungspositionen heraus oder werden weltweit in Scharen entlassen, gleichzeitig werden modern denkende Führungskräfte und gute Fachkräfte überall – teils händeringend – gesucht. Ob Fachexperte oder Führungskraft: Was zeichnet modern denkende Leader aus? Beide sollten auch in der Lage sein, andere Menschen emotional intelligent zu „führen“, sprich anzuleiten, z. B. in allen Arten von Projekten, vor allem in Change- und Transformations-Projekten.
Fokus auf Emotionale Intelligenz
„Kannst du auch empathisch?“ – Das wird eine immer wichtigere Anforderung zukünftig an die Menschen sein, die andere Menschen anleiten und führen. Eine emotional intelligente Führung wird immer mehr darüber entscheiden, ob Unternehmen gute Fachkräfte bekommen, diese vor allem auch halten können und somit weiterhin wettbewerbsfähig sind. Alte „Rezepte“ wirken nicht mehr. Denn: Menschen kommen zu Unternehmen, aber sie verlassen Führungskräfte. Die Kompetenzen „Emotionale Intelligenz“ und „Kreativität“ werden in unserer komplexen Welt auch zukünftig eine wesentliche Rolle spielen, haben jedoch bislang vielleicht oftmals ein eher stiefmütterliches Dasein gefristet. Das wird sich weiter dramatisch ändern, und daher müssen wir die Schlüsselkompetenzen für moderne Führung neu betrachten.
Führungskräfte sind in unserem heutigen komplexen Umfeld alleine gar nicht mehr in der Lage, schnell genug alle Entscheidungen zu treffen. Entschieden nur die Führungskräfte, würden die Prozesse viel zu lange dauern. Vielmehr wird ein Führungsverständnis benötigt, welches verteilte Entscheidungen, schnelle Entscheidungswege und einen hohen Grad an Autonomie sowie Verantwortungsübernahme durch Mitarbeitende ermöglicht. Moderne Führungskräfte nehmen in Organisationen eine wichtige Gestaltungsrolle ein und haben eine Vorbildfunktion. Sie sorgen dafür, dass gemeinsam auf das große Ganze hingearbeitet werden kann, Ziele, Wissen und Informationen klar sind und sich die Mitarbeitenden weiterentwickeln können.
Das sind die Schlüsselkompetenzen erfolgreicher Führungspersönlichkeiten:
- Hohe Emotionale Intelligenz: Die eigenen Emotionen, aber auch die der anderen, zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren, ist für moderne Führungspersönlichkeiten unerlässlich.
- Selbst-Führung/Selbst-Reflexion: Nur wer sich selbst reflektieren und führen kann, kann auch Menschen führen.
- Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit: bereit sein, sich weiterzuentwickeln, an den eigenen Fähigkeiten weiterzuarbeiten sowie Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
- Fähigkeit des Zuhörens/Vertrauen und Augenhöhe: Ein offenes Ohr und eine gute Auffassungsgabe schärfen das Verständnis für Partner, Kunden und Mitarbeitende.
- Nahbarkeit: Wer keine Angst hat, sich selbst als „Mensch“ zu zeigen, kann vertrauensvolle und tragbare Beziehungen aufbauen.
- Courage und Konfliktlösung: Mut haben, Konflikte anzupacken statt sie auszusitzen und damit gebunkerte Energie freisetzen!
- Kreatives Denken und Mut zum Experiment: Eine kreative Einbeziehung der Mitarbeitenden in entscheidende Unternehmensfragen sorgt für innovative Entwicklungen und Ideen.
- (online) Vernetzungsqualitäten: Erfolge brauchen Netzwerke. Und Netzwerke aus Freundschaften, Kolleg:innen und Geschäftspartnern benötigen zudem intensive Pflege.
Zur Person
Elisabeth Schmid ist die Geschäftsführerin von Die Raumgeber – eine Unternehmensberatung mit Sitz in Wertingen. Das Firmencredo ist „Der Mensch im Mittelpunkt“ – und so befassen sich Die Raumgeber mit allen Themen rund um Unternehmens-/Organisations- und Personalentwicklung und somit auch mit allen Themen rund um Führung. Gleichzeitig bietet die „Führungsakademie Schwaben-Allgäu“, beheimatet im New Work Seminarzentrum von Die Raumgeber im Herzen von Wertingen, die Möglichkeit, sich im Rahmen einer umfassenden Basis-Ausbildung mit dem Thema Führung zu befassen.
Gastbeitrag von Elisabeth Schmid, Die Raumgeber
„Leading is necessary, leaders are not“ – ein provokanter Satz? Aktuell geraten Führungskräfte zunehmend in eine Krise, fast schon in eine Identitätsfalle, denn ihre Daseinsberechtigung wird immer mehr in Frage gestellt.
„Warum soll ich das tun?“ „Wofür ist das gut?“ „Was ist dein Beitrag zur Wertschöpfung im Unternehmen?“ „Und warum verdienst du mehr als ich?“ Das alles fragen Mitarbeitende und vor allem jüngere Generationen. Fragen, die so manche Führungskraft auf die Schnelle nicht beantworten kann und die immer häufiger zu einer Identitätsfalle werden. Brauchen wir also keine Führungskräfte mehr? Doch – aber mehr denn je brauchen wir vor allem moderne Führung, die bestimmte Schlüsselkompetenzen erfordert.
Führung ist notwendig.
Wir erleben: Führungskräfte gehen aktuell zunehmend freiwillig aus ihren Führungspositionen heraus oder werden weltweit in Scharen entlassen, gleichzeitig werden modern denkende Führungskräfte und gute Fachkräfte überall – teils händeringend – gesucht. Ob Fachexperte oder Führungskraft: Was zeichnet modern denkende Leader aus? Beide sollten auch in der Lage sein, andere Menschen emotional intelligent zu „führen“, sprich anzuleiten, z. B. in allen Arten von Projekten, vor allem in Change- und Transformations-Projekten.
Fokus auf Emotionale Intelligenz
„Kannst du auch empathisch?“ – Das wird eine immer wichtigere Anforderung zukünftig an die Menschen sein, die andere Menschen anleiten und führen. Eine emotional intelligente Führung wird immer mehr darüber entscheiden, ob Unternehmen gute Fachkräfte bekommen, diese vor allem auch halten können und somit weiterhin wettbewerbsfähig sind. Alte „Rezepte“ wirken nicht mehr. Denn: Menschen kommen zu Unternehmen, aber sie verlassen Führungskräfte. Die Kompetenzen „Emotionale Intelligenz“ und „Kreativität“ werden in unserer komplexen Welt auch zukünftig eine wesentliche Rolle spielen, haben jedoch bislang vielleicht oftmals ein eher stiefmütterliches Dasein gefristet. Das wird sich weiter dramatisch ändern, und daher müssen wir die Schlüsselkompetenzen für moderne Führung neu betrachten.
Führungskräfte sind in unserem heutigen komplexen Umfeld alleine gar nicht mehr in der Lage, schnell genug alle Entscheidungen zu treffen. Entschieden nur die Führungskräfte, würden die Prozesse viel zu lange dauern. Vielmehr wird ein Führungsverständnis benötigt, welches verteilte Entscheidungen, schnelle Entscheidungswege und einen hohen Grad an Autonomie sowie Verantwortungsübernahme durch Mitarbeitende ermöglicht. Moderne Führungskräfte nehmen in Organisationen eine wichtige Gestaltungsrolle ein und haben eine Vorbildfunktion. Sie sorgen dafür, dass gemeinsam auf das große Ganze hingearbeitet werden kann, Ziele, Wissen und Informationen klar sind und sich die Mitarbeitenden weiterentwickeln können.
Das sind die Schlüsselkompetenzen erfolgreicher Führungspersönlichkeiten:
- Hohe Emotionale Intelligenz: Die eigenen Emotionen, aber auch die der anderen, zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren, ist für moderne Führungspersönlichkeiten unerlässlich.
- Selbst-Führung/Selbst-Reflexion: Nur wer sich selbst reflektieren und führen kann, kann auch Menschen führen.
- Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit: bereit sein, sich weiterzuentwickeln, an den eigenen Fähigkeiten weiterzuarbeiten sowie Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
- Fähigkeit des Zuhörens/Vertrauen und Augenhöhe: Ein offenes Ohr und eine gute Auffassungsgabe schärfen das Verständnis für Partner, Kunden und Mitarbeitende.
- Nahbarkeit: Wer keine Angst hat, sich selbst als „Mensch“ zu zeigen, kann vertrauensvolle und tragbare Beziehungen aufbauen.
- Courage und Konfliktlösung: Mut haben, Konflikte anzupacken statt sie auszusitzen und damit gebunkerte Energie freisetzen!
- Kreatives Denken und Mut zum Experiment: Eine kreative Einbeziehung der Mitarbeitenden in entscheidende Unternehmensfragen sorgt für innovative Entwicklungen und Ideen.
- (online) Vernetzungsqualitäten: Erfolge brauchen Netzwerke. Und Netzwerke aus Freundschaften, Kolleg:innen und Geschäftspartnern benötigen zudem intensive Pflege.
Zur Person
Elisabeth Schmid ist die Geschäftsführerin von Die Raumgeber – eine Unternehmensberatung mit Sitz in Wertingen. Das Firmencredo ist „Der Mensch im Mittelpunkt“ – und so befassen sich Die Raumgeber mit allen Themen rund um Unternehmens-/Organisations- und Personalentwicklung und somit auch mit allen Themen rund um Führung. Gleichzeitig bietet die „Führungsakademie Schwaben-Allgäu“, beheimatet im New Work Seminarzentrum von Die Raumgeber im Herzen von Wertingen, die Möglichkeit, sich im Rahmen einer umfassenden Basis-Ausbildung mit dem Thema Führung zu befassen.
Dieser Text ist erschienen in unserem ahochdrei Magazin
Download – ahochdrei Magazin 02/2025
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