Praxisbeispiel: Vorgefertigter Holzbau Hochqualitativ und zukunftsfähig

Firma Gumpp & Maier GmbH

Auf der Fachveranstaltung "Holzbau 26" in der Technischen Hochschule Augsburg bot die Firma Gumpp & Maier Einblicke in die Expertise des vorgefertigten Holzbaus. 

Eine industrialisierte Holzbauweise hat sich in den letzten Jahrzehnten als eine nachhaltige, moderne und hochqualitative Alternative für Bauherren von Wohnbauten etabliert – sowohl für kleine als auch für größere Objekte. Knapp über ein Viertel aller Wohnbauten in Bayern werden überwiegend mit Holz gebaut. In dieser Region werden die allermeisten Gebäude mit industrialisierten oder serialisierten Bauweisen errichtet.

Das Built-to-last"-Prinzip

Diese Bauweise wurde mit hohen qualitativen Standards entwickelt und angewandt – sie wurde „built to last“, also für mehrere Generationen, konzipiert. Und das kann die Konstruktion – ohne Frage. Aber ist damit auch die Zukunftsfähigkeit der Gebäude gesichert? Die Prinzipien der Zirkularität leiten die Antwort. Im Europäischen Green Deal und seinem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft wird definiert: „Eine Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, den Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten und das Abfallaufkommen auf ein Minimum zu reduzieren.“ Die Dauerhaftigkeit von Holzkonstruktionen ist dabei einer der wichtigsten Aspekte der Zirkularität – das built-to-last-Prinzip erlaubt es, Bauprodukte und Bauwerke so lange wie möglich in Nutzung zu halten.

Auf der Fachveranstaltung "Holzbau 26" in der Technischen Hochschule Augsburg bot die Firma Gumpp & Maier Einblicke in die Expertise des vorgefertigten Holzbaus. 

Eine industrialisierte Holzbauweise hat sich in den letzten Jahrzehnten als eine nachhaltige, moderne und hochqualitative Alternative für Bauherren von Wohnbauten etabliert – sowohl für kleine als auch für größere Objekte. Knapp über ein Viertel aller Wohnbauten in Bayern werden überwiegend mit Holz gebaut. In dieser Region werden die allermeisten Gebäude mit industrialisierten oder serialisierten Bauweisen errichtet.

Das Built-to-last"-Prinzip

Diese Bauweise wurde mit hohen qualitativen Standards entwickelt und angewandt – sie wurde „built to last“, also für mehrere Generationen, konzipiert. Und das kann die Konstruktion – ohne Frage. Aber ist damit auch die Zukunftsfähigkeit der Gebäude gesichert? Die Prinzipien der Zirkularität leiten die Antwort. Im Europäischen Green Deal und seinem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft wird definiert: „Eine Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, den Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten und das Abfallaufkommen auf ein Minimum zu reduzieren.“ Die Dauerhaftigkeit von Holzkonstruktionen ist dabei einer der wichtigsten Aspekte der Zirkularität – das built-to-last-Prinzip erlaubt es, Bauprodukte und Bauwerke so lange wie möglich in Nutzung zu halten.

Erneuerungszyklen im Holzbau

Aber dass Gebäude so lange halten, sichert noch nicht, dass sie weiterhin dem Stand der Technik und den neuen Nutzerbedürfnissen entsprechen. Heutzutage erkennt man in der Sanierungswelle, dass Gebäude, die vor etwa 50 Jahren errichtet wurden – etwa um 1976 – oft nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen: Die gesetzlichen Anforderungen zum Brand- und Schallschutz haben sich stark geändert, die Gebäudetechnik ist veraltet (oder wurde mehrfach modernisiert), und die Fenster wurden häufig bereits ausgetauscht, oft zusammen mit der Fassade. Dafür gibt es ein Modell, in dem die unterschiedlichen Aspekte eines Gebäudes in verschiedenen Erneuerungszyklen betrachtet werden. Zum Beispiel werden Möbel und dekorative Elemente oft in Intervallen von etwa 5 bis 12 Jahren erneuert. Die Gebäudetechnik wird in Zyklen von etwa 7 bis 15 Jahren mindestens teilweise erneuert und regelmäßig instand gehalten. Die Außenhülle wird im Durchschnitt nach etwa 20 Jahren erneuert.

Arbeiten mit dem Prinzip von Schichten

Die vorgefertigte Holzbauweise arbeitet dafür mit dem Prinzip von Schichten. Die Konstruktionsschicht, die der Gebäudestruktur entspricht, ist mit einer Dauerhaftigkeit von mindestens 50 Jahren gedacht. Es gibt auch keinen Grund, warum sie nicht Jahrhunderte dauern könnte. Die äußeren Schichten – Fassade, Dachhaut und Fenster – können jedoch schneller und in Zyklen von etwa 20 Jahren ausgetauscht werden. Dafür muss bereits die erste Planung diesen Fall vorsehen. Besonders relevant ist der Innenausbau im Zusammenhang mit der Gebäudetechnik. Bei vielen Gebäuden – und dies ist ein neuer Trend – werden die Gebäudetechnik, Verteilungsschächte, Leitungen und Rohre in oder hinter der Konstruktionsschicht geführt, um den Rohbau sichtbar zu lassen. Das ist auch verständlich, denn eine massive Holzstruktur kann optisch und haptisch sehr hochwertig sein.

Aber heutzutage, wenn die Bauindustrie so intensiv mit der Modernisierung von Gebäuden beschäftigt ist, kann man aus der Sanierung auch sehr wichtige Lektionen für den Neubau im Hinblick auf die zukünftige Nutzung lernen. Der Innenausbau sollte als eine eigene Schicht im Gebäude geplant werden, um die Erneuerung der Haustechnik zu ermöglichen. Eine weit verbreitete Strategie dafür ist eine Installationsebene, die auf der Konstruktion angebracht wird, die Installationen verdeckt und einen Austausch oder eine Erneuerung der sichtbaren Bekleidungen erlaubt. Dafür müssen Rohbau und Innenausbau klar voneinander unterschieden und getrennt werden. Wichtig ist dabei, dass die Konstruktionsschicht für sich allein die Brandschutzanforderungen erfüllt.

Aber dass Gebäude so lange halten, sichert noch nicht, dass sie weiterhin dem Stand der Technik und den neuen Nutzerbedürfnissen entsprechen. Heutzutage erkennt man in der Sanierungswelle, dass Gebäude, die vor etwa 50 Jahren errichtet wurden – etwa um 1976 – oft nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen: Die gesetzlichen Anforderungen zum Brand- und Schallschutz haben sich stark geändert, die Gebäudetechnik ist veraltet (oder wurde mehrfach modernisiert), und die Fenster wurden häufig bereits ausgetauscht, oft zusammen mit der Fassade. Dafür gibt es ein Modell, in dem die unterschiedlichen Aspekte eines Gebäudes in verschiedenen Erneuerungszyklen betrachtet werden. Zum Beispiel werden Möbel und dekorative Elemente oft in Intervallen von etwa 5 bis 12 Jahren erneuert. Die Gebäudetechnik wird in Zyklen von etwa 7 bis 15 Jahren mindestens teilweise erneuert und regelmäßig instand gehalten. Die Außenhülle wird im Durchschnitt nach etwa 20 Jahren erneuert.

Arbeiten mit dem Prinzip von Schichten

Die vorgefertigte Holzbauweise arbeitet dafür mit dem Prinzip von Schichten. Die Konstruktionsschicht, die der Gebäudestruktur entspricht, ist mit einer Dauerhaftigkeit von mindestens 50 Jahren gedacht. Es gibt auch keinen Grund, warum sie nicht Jahrhunderte dauern könnte. Die äußeren Schichten – Fassade, Dachhaut und Fenster – können jedoch schneller und in Zyklen von etwa 20 Jahren ausgetauscht werden. Dafür muss bereits die erste Planung diesen Fall vorsehen. Besonders relevant ist der Innenausbau im Zusammenhang mit der Gebäudetechnik. Bei vielen Gebäuden – und dies ist ein neuer Trend – werden die Gebäudetechnik, Verteilungsschächte, Leitungen und Rohre in oder hinter der Konstruktionsschicht geführt, um den Rohbau sichtbar zu lassen. Das ist auch verständlich, denn eine massive Holzstruktur kann optisch und haptisch sehr hochwertig sein.

Aber heutzutage, wenn die Bauindustrie so intensiv mit der Modernisierung von Gebäuden beschäftigt ist, kann man aus der Sanierung auch sehr wichtige Lektionen für den Neubau im Hinblick auf die zukünftige Nutzung lernen. Der Innenausbau sollte als eine eigene Schicht im Gebäude geplant werden, um die Erneuerung der Haustechnik zu ermöglichen. Eine weit verbreitete Strategie dafür ist eine Installationsebene, die auf der Konstruktion angebracht wird, die Installationen verdeckt und einen Austausch oder eine Erneuerung der sichtbaren Bekleidungen erlaubt. Dafür müssen Rohbau und Innenausbau klar voneinander unterschieden und getrennt werden. Wichtig ist dabei, dass die Konstruktionsschicht für sich allein die Brandschutzanforderungen erfüllt.

3 Tipps zum Nachmachen

  • Planen Sie im Schichtenprinzip für eine lange Nutzungsdauer.
  • Konstruktion, Technik und Innenausbau maximal anpassbar machen.
  • Denken Sie Gebäude zirkulär – langlebig, rückbaubar und wiederverwendbar.

Gebäudestruktur und Konstruktionsschicht

Als weiterer Schritt werden bei Sanierungen oft auch die Räumlichkeiten verändert. In den letzten Jahren geschieht dies häufig, um mehrere kleinere Räume zu einem größeren Wohnraum zusammenzuführen. Beim ersten Bau eines Gebäudes ist es selten klar oder vorhersehbar, welche räumlichen Bedürfnisse in der Zukunft bestehen werden. Aber die Gebäudestruktur bzw. die Konstruktionsschicht kann so konzipiert werden, dass durch Änderungen im Innenausbau bzw. an nicht tragenden Bauteilen auch die Raumaufteilung angepasst werden kann. Dabei spielt der Innenausbau eine entscheidende Rolle, da er für unterschiedliche Situationen unterschiedlich gestaltet werden kann.

Wiederverwendbare Bauteile

Neuere Entwicklungen im Bereich Zirkularität und Kreislauffähigkeit arbeiten zudem an Lösungen, bei denen die Konstruktionsschicht in wiederverwendbare Bauteile zerlegt werden kann, um sie in anderen neuen Bauwerken erneut zu verwenden. Das ist ein sehr interessanter Ansatz, der sowohl von der Industrie als auch von der Forschung bereits weiterentwickelt wird. Aber in erster Linie ist es wichtig, dass Gebäude so lange wie möglich genutzt werden können – und dass sie dafür von Anfang an für Veränderung und Anpassung geplant werden. Erst danach kommt der Rückbau und die Wiederverwendung.

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