News Immobilien Waldweltmeister Bayern muss umdenken: Waldumbau macht mehr Holzbau nötig

Durch den Klimawandel stehen die schwäbischen Wälder vor immensen Herausforderungen: 59 % Schadholzanteil wurden 2020 durch höhere Temperaturen, Trockenheit und Schädlinge verursacht. Eindrucksvoll erklärte Prof. Hubert Röder von der TU München zum Abschluss der Veranstaltungsreihe Holzbau Kompakt, warum deswegen dringend viel mehr in Holz gebaut werden muss als bisher.

Bayern hat die höchsten Waldvorräte in Europa, im Kleinprivatwald gibt es in Bayern sogar die höchsten Holzvorräte weltweit. Obwohl durch die hohen Preise und Probleme in den Lieferketten in den letzten Jahren bisweilen der Eindruck entstand, es gäbe zu wenig Holz, ist in Bayern tatsächlich das Gegenteil der Fall: Es wird seit vielen Jahren weniger Holz eingeschlagen als nachwächst und damit noch mehr Holzvorrat aufgebaut. Was in vielen Weltregionen wünschenswert sein mag, ist in Bayern und Schwaben ein ernstes Problem: „Wir laufen beim Waldumbau dem Klimawandel hinterher und schieben eine Bugwelle an Holzaufkommen vor uns her“, warnt der Förster und Experte für Bioökonomie Prof. Hubert Röder. Gemeint ist damit vor allem Fichtenholz, das in Schwaben und Bayern die Wälder dominiert und nur schlecht mit höheren Temperaturen zurechtkommt. Gleichzeitig ist Fichte ein ideales Bauholz.

Genug Holz, um alle Gebäude in Bayern aus Holz zu errichten

Wohin also mit all den Fichten? „Eine Steigerung der Nadelholznutzung ist unumgänglich, wenn wir die Vitalität des Waldes erhalten und weitere Waldschäden verhindern wollen“ appelliert Röder an die Baubranche. Hinter diesem Aufruf verbirgt sich im wahrsten Sinne eine Menge Holz: Bayern ist ein Exportland für Schnittholz, allein das exportierte Schnittholz würde reichen, alle Gebäude in Bayern aus Holz zu errichten. In Schwaben ist besonders viel Holz vorhanden: Über 2,5 Millionen Erntefestmeter, die für Bauholz geeignet sind, wachsen hier jährlich nach. Zieht man Schnittreste und Produktionsverluste in Sägewerken und in der Produktion der Holzbauprodukte ab, stünden jährlich immer noch über 900.000 m³ Bauholz zur Verfügung. Für alle Wohn- und Nicht-Wohngebäude in Schwaben, die 2021 genehmigt wurden, würden lediglich 625.420,8 m³ Holz benötigt, hat das Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg ermittelt.

Übrigens ist Bayern auch Exportmeister bei Energieholz: Der Export von Energieholz hat sich seit 2013 verdreifacht. Die nicht für den Holzbau geeigneten Holzbestandteile würden ausreichen pro Landkreis in Bayern 4 bis 5 neue Biomasse-Anlagen von je 1 Megawatt Leistung zu errichten, rechnete Prof. Röder vor.

EU-Vorgaben passen nicht zur Waldsituation in Deutschland

Die EU verordnet derzeit im Rahmen des Green Deals die großflächige Stilllegung der Waldnutzung. Was für andere europäische Länder passen mag, kollidiert allerdings mit der Waldsituation in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die unter großem Druck stehen, ihre Wälder so schnell wie möglich umzubauen. Was läge da näher, als das Holz direkt vor Ort zu verbauen und den Wald nachhaltig mit klimaresilienteren Baumarten aufzuforsten? Kurze Transportwege und eine besonders günstige Klimabilanz sprechen zusätzlich für den Holzbau.

Beispielloser Ansturm auf Holzbau-Qualifizierung

Die Baubranche stellt sich schon einmal auf die kommende Herausforderung ein: Zum 12 jährigen Jubiläum erlebte die jährliche Qualifizierungs-Veranstaltungsreihe Holzbau Kompakt einen beispiellosen Ansturm. Über 480 Teilnehmer aus Architektur- und Ingenieurbüros und Holzbaubetrieben hatten sich angemeldet, um sich zu technischen Fragen des Holzbaus weiterzubilden. Der Vortrag von Prof. Röder bildete den Abschluss der vierteiligen Veranstaltungsreihe des Netzwerk Holzbau.

An Holzbau interessierte gewerbliche Bauherren oder Architekten können sich für Fragen und Expertise an das Netzwerk Holzbau wenden unter www.netzwerkholzbau.de.

Durch den Klimawandel stehen die schwäbischen Wälder vor immensen Herausforderungen: 59 % Schadholzanteil wurden 2020 durch höhere Temperaturen, Trockenheit und Schädlinge verursacht. Eindrucksvoll erklärte Prof. Hubert Röder von der TU München zum Abschluss der Veranstaltungsreihe Holzbau Kompakt, warum deswegen dringend viel mehr in Holz gebaut werden muss als bisher.

Bayern hat die höchsten Waldvorräte in Europa, im Kleinprivatwald gibt es in Bayern sogar die höchsten Holzvorräte weltweit. Obwohl durch die hohen Preise und Probleme in den Lieferketten in den letzten Jahren bisweilen der Eindruck entstand, es gäbe zu wenig Holz, ist in Bayern tatsächlich das Gegenteil der Fall: Es wird seit vielen Jahren weniger Holz eingeschlagen als nachwächst und damit noch mehr Holzvorrat aufgebaut. Was in vielen Weltregionen wünschenswert sein mag, ist in Bayern und Schwaben ein ernstes Problem: „Wir laufen beim Waldumbau dem Klimawandel hinterher und schieben eine Bugwelle an Holzaufkommen vor uns her“, warnt der Förster und Experte für Bioökonomie Prof. Hubert Röder. Gemeint ist damit vor allem Fichtenholz, das in Schwaben und Bayern die Wälder dominiert und nur schlecht mit höheren Temperaturen zurechtkommt. Gleichzeitig ist Fichte ein ideales Bauholz.

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Übrigens ist Bayern auch Exportmeister bei Energieholz: Der Export von Energieholz hat sich seit 2013 verdreifacht. Die nicht für den Holzbau geeigneten Holzbestandteile würden ausreichen pro Landkreis in Bayern 4 bis 5 neue Biomasse-Anlagen von je 1 Megawatt Leistung zu errichten, rechnete Prof. Röder vor.

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Die EU verordnet derzeit im Rahmen des Green Deals die großflächige Stilllegung der Waldnutzung. Was für andere europäische Länder passen mag, kollidiert allerdings mit der Waldsituation in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die unter großem Druck stehen, ihre Wälder so schnell wie möglich umzubauen. Was läge da näher, als das Holz direkt vor Ort zu verbauen und den Wald nachhaltig mit klimaresilienteren Baumarten aufzuforsten? Kurze Transportwege und eine besonders günstige Klimabilanz sprechen zusätzlich für den Holzbau.

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