Erfolgsstory Nachhaltiges Augsburg Nachhaltige Entwicklung gemeinsam vorantreiben: Agenda 21 in Augsburg

Das Ziel der Lokalen Agenda 21 lautet seit vielen Jahren: Augsburg ökologischer, fairer und lebenswerter gestalten. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Augsburg setzten sich hierfür ein. Die unterschiedlichen Akteure der Stadtgesellschaft vernetzen sich im Augsburger Nachhaltigkeitsprozess „Lokale Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg“ und arbeiten zusammen.

Darum geht’s:

Seit 25 Jahren setzen sich Augsburgerinnen und Augsburger für eine ökologische, faire und lebenswerte Stadt ein.

Über 600 Menschen machen sich heute im Augsburger Nachhaltigkeitsprozess für ein zukunftsfähiges Augsburg stark. Dieses langjährige und von vielen unterstützte Engagement überzeugt. 2013 erhielt Augsburg den deutschen Nachhaltigkeitspreis als „nachhaltigste deutsche Großstadt“. Und 2020 ging der Preis für das beste bürgerinitiierte Beteiligungsprojekt, verliehen durch das Bundesumweltministerium, ebenfalls nach Augsburg. Dass der Nachhaltigkeitsprozess heute so erfolgreich vorangeht, ist dem kooperativen Denken und Handeln aller Beteiligten zu verdanken: Zivilgesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure arbeiten eng mit Stadtverwaltungsakteuren zusammen und entwickeln Konzepte in allen Bereichen weiter.

Verschiedene Foren für verschiedene Akteure

Herzstück des Augsburger Agenda-Prozesses bilden die sogenannten Agendaforen. Ehrenamtliche und Vertreter verschiedener Organisationen sammeln neue Ideen in ihren jeweiligen Themenfeldern, organisieren Veranstaltungen und initiieren Projekte. „Wir geben Impulse durch Fachveranstaltungen und beteiligen uns an Aktionen wie dem Stadtradeln oder der Radlwoche“, erzählt Tom Hecht, ehrenamtlicher Agendasprecher und Ansprechpartner im Fachforum Verkehr. Weitere Foren sind zum Beispiel das Forum Plastikfreies Augsburg, der Arbeitskreis Unternehmerische Verantwortung und seit Kurzem Foodsharing Augsburg. Jeder, der sich interessiert oder engagieren möchte, ist willkommen. „Genau das ist es doch, wenn wir nachhaltige Entwicklung voranbringen wollen: Man kann selbst etwas tun, Ideen entwickeln, sich engagieren“, betont Dr. Norbert Stamm. Er leitet das Büro für Nachhaltigkeit der Geschäftsstelle Lokale Agenda 21.

So macht das Projekt die Zukunft besser:

Auf Basis der Zukunftsleitlinien mit den Dimensionen Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur wird das Leben in Augsburg nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet.

Zukunftsleitlinien zeigen die Richtung an

Als Grundlage der nachhaltigen Stadtentwicklung dienen 75 definierte Zukunftsleitlinien. Sie wurden gemeinsam in einem stadtgesellschaftlichen Prozess erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen. Unterteilt in die vier Dimensionen Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur stellen die Ziele eine Orientierung für die Arbeit aller Akteure dar. So sollen zum Beispiel ein gesundes Stadtklima hier, aber auch weltweiter Klimaschutz gefördert, verantwortungsbewusst produziert und sozialer Ausgleich geschaffen werden.

Zusammenarbeiten und vernetzen

Auch der Nachhaltigkeitsbeirat, ist Teil des Agenda-Netzwerkes. Er besteht aus Vertretern 24 verschiedener Institutionen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Diese beraten die Stadt rund um die Nachhaltigkeitshemen, können direkt Anträge an den Stadtrat stellen und Empfehlungen aussprechen. Dass die Vernetzung beim Thema Nachhaltigkeit im Raum Augsburg funktioniert, zeigt sich auch jährlich bei den Wochen der Nachhaltigkeit. Diese bündeln wirtschaftsbezogene Veranstaltungen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen: von zukunftsträchtiger Forschung über Corporate Responsibility bis hin zu Ressourcen- und Energieeffizienz. Ziel ist, das Verständnis für nachhaltiges Wirtschaften bei Unternehmen in der Region zu fördern.

Es geht – gemeinsam

Die verschiedenen Akteure der städtischen Gesellschaft haben erkannt, dass durch gegenseitiges Vernetzen, Austauschen und Stärken das gemeinsame Ziel erreicht wird: an kommende Generationen denken und Augsburg auch in Zukunft lebenswert gestalten. „Wenn wir die Welt verbessern wollen, können wir gut in unserer Stadt anfangen. Denn die hängt ganz schön mit der übrigen Welt zusammen – in allem“, so Dr. Norbert Stamm.

Besonderheit des Projekts:

Die Stadt hat 2013 den Nachhaltigkeitspreis erhalten und wurde als bestes Vorbild für Bürgerbeteiligung ausgezeichnet. 

Augsburg setzt ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit

Seit 2006 verleiht die Stadt Augsburg jährlich den Augsburger Zukunftspreis und ehrt damit besonders nachhaltige und zukunftsweisende Projekte. Alle rund 600 PreisträgerInnen und BewerberInnen sind auf www.nachhaltigkeit.augsburg.de präsentiert.

Dazu gehört unter anderem die Webseite Lifeguide Region Augsburg. Auf dem werbefreien Portal dreht sich alles um nachhaltiges Leben. Das Besondere: Nur regionale Angebote werden aufgenommen. So sieht der Leser, welcher Betrieb in Augsburg fair produzierte Kleidung verkauft oder welcher Laden Bioprodukte im Sortiment hat. „Wir ergänzen ständig neue Orte“, erklärt Cynthia Matuszewski, Redakteurin des Lifeguide. „Und wir sind stolz auf die Vielzahl an Adressen und guten Projekten, die wir ausfindig machen“. Seit 2018 gibt es auch das passende Buch dazu – einen Reiseführer, der zeigt, wie gut nachhaltiges Leben in Augsburg funktioniert.

Wenn wir die Welt verbessern wollen, können wir gut in unserer Stadt anfangen. Denn die hängt ganz schön mit der übrigen Welt zusammen – in allem.

Dr. Norbert Stamm – Leiter des Büros für Nachhaltigkeit Stadt Augsburg

Weiterführende Links

Nachhaltigkeitspreis

Lokale Agenda 21

Lifeguide Augsburg über Lokale Agenda 21

Nachhaltigkeit in Augsburg

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