Erfolgsstory Wasserschutz in A³ Damit reines Wasser auch morgen noch fließt

Ob Tiere, Pflanzen oder Menschen – wir alle sind auf Wasser angewiesen. Flüsse und Seen sind wichtiger Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt. Wasser ist ebenso Lebenselixier für uns Menschen und somit eine der wertvollsten Ressourcen, die uns die Natur schenkt. Damit unsere Lebensgrundlage gesichert ist, gilt es, Oberflächengewässer und das Grundwasser vor Verunreinigungen zu schützen. In A³ wird hierfür wertvolle Arbeit geleistet, um den Wasserschutz zu garantieren – heute und in Zukunft. 

Darum geht’s:

Wasser ist ein kostbares und endliches Gut sowie Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und uns Menschen. In A³ wird deshalb kräftig in den Wasserschutz investiert, damit die kostbare Ressource bewahrt bleibt.

Wasser- und Naturschutz in A³

Zahlreiche Schutzgebiete durchziehen die wasserreiche Landschaft der Region A³. Von Naturparks, über Natur- und Landschaftsschutzgebiete hin zu Trinkwasserschutzgebiete. Mit ihnen soll nicht nur die natürliche Ressource Wasser geschützt, sondern auch die Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten bleiben. Denn Biodiversität und intakte Ökosysteme steuern auf unterschiedliche Weise entscheidend zum Schutz unseres Wassers bei. So wurden beispielsweise die ‚Lechauen bei Tierhaupten‘, die einen wichtigen Lebensraum für Sumpf- und Wasservögel bieten, unter Naturschutz gestellt. Dieses Schutzgebiet, das sich aus Gewässern und Wald zusammensetzt, ist mit rund 105 Hektar das größte im Landkreis Augsburg. Ebenfalls geschützt wird der Lechauwald bei Unterbergen im Landkreis Aichach-Friedberg. Bis ins 19. Jahrhundert herrschte dort eine beachtliche Naturvielfalt. Das, was davon noch geblieben ist, wird heute im Schutzgebiet bewahrt. Überhaupt erfahren die Wälder in der Region besonderen Schutz. Denn Wasser und Wald gehören untrennbar zusammen: Der Wald benötigt Wasser, um zu leben. Gleichzeitig filtert er Regenwasser und sorgt so wiederum für reines Nass. Große Waldflächen sind direkt vor den Toren Augsburgs zu finden. Im einzigen Naturparks Mittelschwaben – dem Naturpark Westliche Wälder. Knapp die Hälfte des beliebten Naherholungsgebiets besteht aus Wald. Hinzukommen Äcker, Wiesen, Flüsse und kleine, fließende Bäche. Diese grüne Insel, die Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten bietet, ist zugleich Garant für reines Wasser. Rund 50 Prozent des 1.200 Quadratkilometer großen Naturparks stehen deshalb unter Schutz. Denn unter den Bäumen fließt ein wertvolles Gut: Das Grundwasser.

So machen die Projekte die Zukunft besser:

  • Langfristige Sicherung des Grundwasservorkommens in der Region, indem es vor Verunreinigungen geschützt wird
  • Durch Wasserschutz wird der Lebensraum vieler seltener Pflanzen und Tiere bewahrt
  • Damit wird auch die Ökosystemleistung in der Region gestärkt

Ein besonderer Wasserschatz – Der Stadtwald Augsburg

Wer einmal Grundwasser plätschern hören will, kann dies bei einem Spaziergang durch den Augsburger Stadtwald erleben. Denn in diesem großen und artenreichen Naturschutzgebiet im Süden der Stadt sprudelt es aus vielen Quellen. Zahlreiche Quellbäche, wie zum Beispiel der Brunnenbach, führen glasklares Grundwasser. Insgesamt misst das Fließgewässernetz im Wald ganze 80 Kilometer. Der Stadtwald Augsburg hütet damit einen besonderen Wasserschatz, der die Menschen in der Region schon seit vielen Jahrhunderten mit sauberem Trinkwasser beschert. Auch heute noch.

Trinkwasser naturbelassen und quellfrisch

Gutes Trinkwasser ist für die Bevölkerung schon immer ein wichtiges Anliegen, weshalb sie viel investiert, um es zu schützen. Das Trinkwasser für die über 300.000 BürgerInnen der Region wird unter anderem aus dem Stadtwald gewonnen. Deshalb ist der Augsburger Stadtwald auch einer von vielen Trinkwasserschutzgebieten in A³. Denn Voraussetzung für eine hohe Qualität sind saubere Gewässer und reines Grundwasser. Die Stadtwerke Augsburg (swa) kümmern sich gemeinsam mit dem Forstamt der Stadt Augsburg darum, dass die Böden der Auen und Wälder in den Quellgebieten des Trinkwassers besonders geschützt bleiben. Um die Quellen wurden beispielsweise abgezäunte Schutzgebiete eingerichtet, die nicht betreten werden dürfen. Darüber hinaus kooperieren die swa im Rahmen des sogenannten „Augsburger Modells“ seit 1991 mit Landwirten. In Schutzgebieten in Augsburg und in der Fohlenau bei Königsbrunn verpflichten sich aktuell 54 Landwirte, bestimmte Fruchtfolgen und Düngemitteleinschränkungen einzuhalten, um das Grundwasser vor Nitrat oder Pestizidrückständen zu bewahren. Dafür erhalten sie von den swa Ausgleichszahlungen. Oder es blühen im Sommer bunte Blumen auf den Flächen, statt diese intensiv zu bewirtschaften. Denn: Was an der Oberfläche für blühende Schönheit sorgt, schützt das Grundwasser im Boden. Gleichzeitig wird neuer Lebensraum für Insekten und Bienen geschaffen. Dieser Einsatz lohnt sich: Das im Augsburger Stadtwald und in der Fohlenau geförderte Grundwasser hat optimale Nitratwerte, weist keinerlei Medikamentenrückstände oder Hormone auf und muss somit nicht aufwendig nachbehandelt werden. Wasser- und Naturschutz verfolgen zum Großteil dieselben Ziele. Darum unterstützt der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. die swa bei ihren Maßnahmen. All diese kommen letztlich der Qualität des Trinkwassers in der Region zugute. Nicht umsonst ist es eines der besten in ganz Europa. 

Besonderheit:

  • Das Trinkwasser in der Region gehört zum besten in Europa
  • Das hochwertige Trinkwasser steht an 20 Brunnen im Augsburger Stadtgebiet kostenlos zur Verfügung
  • Der Stadtwald Augsburg ist mit rund 2.200 Hektar das größte, außeralpine Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Schwaben. Es gehört außerdem zu den artenreichsten Schutzgebieten in ganz Bayern.

Zurück zur Natur

Der unermüdliche Einsatz, das kostbare Gut Wasser zu bewahren, spiegelt sich auch in weiteren Wasserschutzprojekten wider. Dazu gehören u.a. große Renaturierungsprojekte. Da die großen Flüsse der Region – Lech und Wertach – vor mehr als 100 Jahren begradigt wurden, sinkt der Grundwasserspiegel kontinuierlich. Bäche und Quellen in den flussnahen Bereichen trocknen aus und damit gehen auch wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen verloren. Doch wir Menschen sind auf einen artenreichen Lebensraum angewiesen: „Nur intakte Ökosysteme sind in der Lage, Schadstoffe abzupuffern, die sonst in unser Trinkwasser gelangen. Der Artenreichtum ist ein guter Indikator für den Zustand eines Ökosystems. Hoher Artenreichtum ist der Garant dafür, dass das Grundwasser sauber bleibt“, erklärt Nicolas Liebig, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Augsburg.
Kurzum: Die Gewässer in der Region sind neben der kulturhistorischen Bedeutung auch ökologisch von hohem Wert. Darum setzen sich die Menschen in der Region A³ seit vielen Jahrzehnten dafür ein, dass die kostbare Ressource nachhaltig geschützt wird. Damit reines Wasser auch morgen noch fließt.

 

Lesen Sie hier, welche tragende Rolle das Wasser in der Entwicklung und der Geschichte der Industrieregion Augsburg spielte.

 

Drei Tipps zum Nachmachen:

Wie jede/r von uns die Ressource Wasser schützen kann:

  • Bleiben Sie in Schutzgebieten auf den beschilderten Wegen und Pfaden und schmeißen Sie keinen Müll in die Natur.
  • Verzichten Sie im Garten auf chemische Pflanzenmittel und verwenden Sie im Haushalt möglichst natürlich abbaubare Reinigungsmittel. So verhindern Sie, dass Schadstoffe in unser Grundwasser gelangen.
  • Reduzieren Sie Plastik im Alltag, vor allem Einwegplastik oder Produkte mit Mikro-Plastik.

Weiterführende Links

Projekt „WasSerLeben – Natur in Augsburg“:

Stadtwerke Augsburg – Wasser:

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