News Nachhaltigkeit Bauschutt ist kein Abfall

Für die Bauwirtschaft ist das Verwerten von Rohstoffen immer wichtiger. Wie das funktionieren kann, wird am 18. Oktober im Alten Gaswerk im Rahmen der Veranstaltung Zirkuläres Bauen vorgestellt. Diskutiert werden soll dabei, wie auch in Augsburg mehr Kreislaufwirtschaft im Bau möglich werden kann.

Sand wird knapp und Bauabfälle sind der größte Abfallstrom weltweit. In Bayern fielen im Jahr 2018 rund 53,2 Mio. Tonnen zu entsorgende Abfälle aus Bau- und Abbruchmaßnahmen an. Die Kapazitäten von Bauschuttdeponien sind inzwischen erschöpft, auch in Augsburg ist die Diskussion um neue Kapazitäten für Bauschuttdeponien im Gange. 1,2 Mio. Tonnen Bauschutt entstehen etwa beim Abriss der Bayernkaserne in München. In der Landeshauptstadt wagt man sich deswegen an neue Baukonzepte: Der Bauschutt der Kaserne soll noch auf dem Kasernengelände sortiert, zerkleinert, gesiebt, recycelt und für die Neubauten verwendet werden. Das Recycling noch auf der Baustelle könnte auch aufwändige Transporte des schweren Baumaterials einsparen. 90.000 LKW-Fahrten, die 80mal die Welt umrunden könnten, würden durch das Projekt eingespart werden. Die Idee ist charmant, aber ist der Recylingbaustoff auch einsatzfähig?

Das erprobt die Baustoffexpertin Prof. Andrea Kustermann der Hochschule München. Bereits seit über zwei Jahren arbeitet die Expertin an den Bauproben der Bayernkaserne, um die Materialeigenschaften genau zu ermitteln. Die einzelnen Proben aus dem Abrissmaterial können unterschiedliche Mengen an Ziegeln, Putz oder Beton enthalten. Dazu analysieren die Mitarbeiter der Hochschule München die Gemische genau und gießen damit Probewände, die sie Belastungstests unterziehen. Mit den Studierenden wurde nun auf dem Gelände der Bayernkaserne ein Musterpavillon aus dem recycelten Beton gebaut. Der Musterpavillon soll nun auch weitere Bauträger überzeugen, den erzeugten Recyclingbeton zu verwenden. Denn das Material soll im großen Stil bei weiteren Bauten auf dem Gelände zum Einsatz kommen. Die städtische Gesellschaft GWG will insgesamt 200.000 Tonnen R-Beton produzieren und auf dem Gelände in Gebäuden verbauen. Dazu müssen weitere Partner gewonnen und vom Baustoff überzeugt werden.

Ein Vorbild auch für Augsburg? Dies diskutieren Experten am 18. Oktober bei der Veranstaltung „Zirkuläres Bauen“. Hier wird Frau Prof. Kustermann vorstellen, welche Herausforderungen ein solches Projekt mit sich bringt. Die von der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH im Rahmen ihres vom Freistaat Bayern geförderten Regionalmanagement-Projektes „Green Economy“ organisierte Veranstaltung wird getragen von einem breiten Partnernetzwerk, das für einen zukunftsweisenden Umgang mit Bauabfällen plädiert. „Wir brauchen ein Umdenken im gesamten Bauwesen. Ein abbruchreifes Gebäude darf nicht mehr als Abfallprodukt betrachtet werden, sondern als wertvolle Ressourcenquelle“, fordert Alfred Mayr, Geschäftsführer des Umweltcluster Bayern.

Das geltende Bau-, Vergabe- und Abfallrecht sowie die strenge Qualitätsprüfung und Zertifizierung bieten die notwendigen Voraussetzungen für einen sicheren Einsatz von RC-Baustoffen. Die Verwendung zertifizierter RC-Baustoffe gilt als rechtssicher und ist regelwerkskonform, da sie auf ihre Umweltverträglichkeit sowie bautechnische Eignung geprüft wurden und gütegesichert sind. Das betont das Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) am Bayerischen Landesamt für Umwelt (Informationen unter www.rez.bayern.de/rcbaustoffe).

Für die Qualität des Recycling-Baustoffs birgt auch die Gründung der QUBA Qualitätssicherung Sekundärbaustoffe GmbH. Allein in Bayern wurden von 227 zertifizierten Unternehmen bis heute rund 5,5 Millionen Tonnen qualitätsgesicherte Sekundärbaustoffe generiert. „Qualität ist der Schlüssel zum wachsenden Vertrauen bei Bauherren und Verwendern von Sekundärbaustoffen“, betont Stefan Schmidmeyer, Geschäftsführer des Verbands für Baustoffrecycling Bayern. „Wir liefern unseren Kunden Produkte und keine Abfälle.“

18. Oktober: Zirkuläres Bauen – Ideen von der Planung bis zum Abbruch

Interessiertes Fachpublikum kann sich hier über die geplante Veranstaltung informieren: https://www.region-a3.com/calendar/circular_economy/

Für die Bauwirtschaft ist das Verwerten von Rohstoffen immer wichtiger. Wie das funktionieren kann, wird am 18. Oktober im Alten Gaswerk im Rahmen der Veranstaltung Zirkuläres Bauen vorgestellt. Diskutiert werden soll dabei, wie auch in Augsburg mehr Kreislaufwirtschaft im Bau möglich werden kann.

Sand wird knapp und Bauabfälle sind der größte Abfallstrom weltweit. In Bayern fielen im Jahr 2018 rund 53,2 Mio. Tonnen zu entsorgende Abfälle aus Bau- und Abbruchmaßnahmen an. Die Kapazitäten von Bauschuttdeponien sind inzwischen erschöpft, auch in Augsburg ist die Diskussion um neue Kapazitäten für Bauschuttdeponien im Gange. 1,2 Mio. Tonnen Bauschutt entstehen etwa beim Abriss der Bayernkaserne in München. In der Landeshauptstadt wagt man sich deswegen an neue Baukonzepte: Der Bauschutt der Kaserne soll noch auf dem Kasernengelände sortiert, zerkleinert, gesiebt, recycelt und für die Neubauten verwendet werden. Das Recycling noch auf der Baustelle könnte auch aufwändige Transporte des schweren Baumaterials einsparen. 90.000 LKW-Fahrten, die 80mal die Welt umrunden könnten, würden durch das Projekt eingespart werden. Die Idee ist charmant, aber ist der Recylingbaustoff auch einsatzfähig?

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Ein Vorbild auch für Augsburg? Dies diskutieren Experten am 18. Oktober bei der Veranstaltung „Zirkuläres Bauen“. Hier wird Frau Prof. Kustermann vorstellen, welche Herausforderungen ein solches Projekt mit sich bringt. Die von der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH im Rahmen ihres vom Freistaat Bayern geförderten Regionalmanagement-Projektes „Green Economy“ organisierte Veranstaltung wird getragen von einem breiten Partnernetzwerk, das für einen zukunftsweisenden Umgang mit Bauabfällen plädiert. „Wir brauchen ein Umdenken im gesamten Bauwesen. Ein abbruchreifes Gebäude darf nicht mehr als Abfallprodukt betrachtet werden, sondern als wertvolle Ressourcenquelle“, fordert Alfred Mayr, Geschäftsführer des Umweltcluster Bayern.

Das geltende Bau-, Vergabe- und Abfallrecht sowie die strenge Qualitätsprüfung und Zertifizierung bieten die notwendigen Voraussetzungen für einen sicheren Einsatz von RC-Baustoffen. Die Verwendung zertifizierter RC-Baustoffe gilt als rechtssicher und ist regelwerkskonform, da sie auf ihre Umweltverträglichkeit sowie bautechnische Eignung geprüft wurden und gütegesichert sind. Das betont das Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) am Bayerischen Landesamt für Umwelt (Informationen unter www.rez.bayern.de/rcbaustoffe).

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