Angebot Innovation NIS-2: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

Es ist notwendig und wichtig, hohe IT-Sicherheitsstandards zu vereinheitlichen. Cyber-Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen nehmen stetig zu und verursachen jedes Jahr erhebliche wirtschaftliche Schäden.

Mit der Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit, kurz NIS-2, hat die Europäische Union einen verbindlichen Rahmen für höhere Cybersicherheit in allen EU-Mitgliedstaaten geschaffen. Ziel der Richtlinie ist der Aufbau eines europaweit vergleichbaren Schutzniveaus durch verbindliche Vorgaben für Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Größen und Branchen. Das Gesetz der Bundesregierung zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie ist am 6. Dezember 2025 in Kraft getreten. Unternehmen, die unter die Regelungen fallen, müssen ab sofort alle Anforderungen erfüllen. Doch welche sind das?

Unter NIS-2 fallen neben den bereits regulierten Betreibern kritischer Infrastrukturen jetzt auch Unternehmen, die nicht KRITIS-relevant sind. Die Novelle des BSI-Gesetzes erweitert den Kreis der regulierten Organisationen von bisher rund 4.500 auf nun etwa 30.000 Unternehmen und Einrichtungen.

Wer von NIS-2 betroffen ist

Ob ein Unternehmen von NIS-2 betroffen ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Ausschlaggebend sind unter anderem die Unternehmensgröße, gemessen an Mitarbeiterzahlen sowie Umsatz- oder Bilanzwerten, als auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Sektor. Die Sektoren sind vorgegeben und beinhalten unter anderem folgende Branchen: Energie, Verkehr, Gesundheit, Lebensmittelproduktion, Abfallbewirtschaftung, digitale Dienste oder auch die öffentliche Verwaltung. Erst wenn beide Faktoren erfüllt sind, besteht eine Verpflichtung zur Umsetzung der NIS-2-Anforderungen.

Die Pflichten, die sich aus NIS-2 ergeben, sind umfangreich. Neben der Anmeldung beim digitalen Dienst „Mein Unternehmenskonto“ (MUK) müssen Unternehmen sich auch bis 6. März 2026 beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im BSI-Portal registrieren. Ist diese Frist verstrichen, hat die Registrierung umgehend zu erfolgen. Zudem gilt es, ein systematisches Risikomanagement zu etablieren,

Risikoanalysen durchführen und angemessene technische sowie organisatorische Maßnahmen zur Minimierung der Risiken implementieren.

Und auch für den Fall, dass der Ernstfall eintritt, gibt es nun klare Regelungen. Sicherheitsvorfälle müssen im BSI-Portal unverzüglich, spätestens aber innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis von einem "erheblichen Sicherheitsvorfall" eine "frühe Erstmeldung" gemeldet werden. Spätestens nach 30 Tagen ist dazu ein Abschlussbericht bzw. ein Fortschrittsmeldung einzureichen, wenn der Vorfall andauert.

Verantwortung, Schulung und Haftung

Weitere zentrale Komponente ist die Verpflichtung zu regelmäßigen Schulungen. Sowohl die Geschäftsleitung als auch Mitarbeitende müssen im Bereich der Cybersicherheit geschult werden, um Kenntnisse und Fähigkeiten kontinuierlich zu vertiefen. Besonders hervorzuheben ist dabei die persönliche Verantwortung der Unternehmensleitung. Geschäftsführungen haften künftig direkt, wenn sie ihren Schulungspflichten nicht nachkommen.

Um die Vorgaben schnellstmöglich umzusetzen, empfiehlt das BSI ein strukturiertes Vorgehen. Unternehmen sollten zunächst prüfen, ob sie überhaupt von der Richtlinie betroffen sind.

Die gründliche Bestandsaufnahme ihres aktuellen IT-Sicherheitsniveaus ist für Unternehmen unerlässlich, um vorhandene Schwachstellen zu identifizieren. Darauf aufbauend können sie Maßnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit einführen oder bestehende Strukturen ausbauen.

Fachkundige Unterstützung und Einordnung

Die SONNTAG IT Solutions unterstützt Unternehmen ganzheitlich im Kontext NIS-2. Von der Betroffenheitsprüfung, über die detaillierte Bestandsaufnahme bis hin zur Ermittlung von Lücken im aktuellen Sicherheitsniveau und der Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen.

NIS-2 markiert einen entscheidenden Schritt hin zu einer europaweit gestärkten Cybersicherheitskultur. Für Unternehmen ist IT-Sicherheit nicht länger eine Option, sondern nun gesetzliche Pflicht und zumindest aus Haftungssicht eine zentrale Führungsaufgabe. Felix Hofstetter, Teamleiter Business Development & Marketing bei SONNTAG IT Solutions und Prokurist bei SONNTAG

Es ist notwendig und wichtig, hohe IT-Sicherheitsstandards zu vereinheitlichen. Cyber-Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen nehmen stetig zu und verursachen jedes Jahr erhebliche wirtschaftliche Schäden.

Mit der Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit, kurz NIS-2, hat die Europäische Union einen verbindlichen Rahmen für höhere Cybersicherheit in allen EU-Mitgliedstaaten geschaffen. Ziel der Richtlinie ist der Aufbau eines europaweit vergleichbaren Schutzniveaus durch verbindliche Vorgaben für Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Größen und Branchen. Das Gesetz der Bundesregierung zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie ist am 6. Dezember 2025 in Kraft getreten. Unternehmen, die unter die Regelungen fallen, müssen ab sofort alle Anforderungen erfüllen. Doch welche sind das?

Unter NIS-2 fallen neben den bereits regulierten Betreibern kritischer Infrastrukturen jetzt auch Unternehmen, die nicht KRITIS-relevant sind. Die Novelle des BSI-Gesetzes erweitert den Kreis der regulierten Organisationen von bisher rund 4.500 auf nun etwa 30.000 Unternehmen und Einrichtungen.

Wer von NIS-2 betroffen ist

Ob ein Unternehmen von NIS-2 betroffen ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Ausschlaggebend sind unter anderem die Unternehmensgröße, gemessen an Mitarbeiterzahlen sowie Umsatz- oder Bilanzwerten, als auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Sektor. Die Sektoren sind vorgegeben und beinhalten unter anderem folgende Branchen: Energie, Verkehr, Gesundheit, Lebensmittelproduktion, Abfallbewirtschaftung, digitale Dienste oder auch die öffentliche Verwaltung. Erst wenn beide Faktoren erfüllt sind, besteht eine Verpflichtung zur Umsetzung der NIS-2-Anforderungen.

Die Pflichten, die sich aus NIS-2 ergeben, sind umfangreich. Neben der Anmeldung beim digitalen Dienst „Mein Unternehmenskonto“ (MUK) müssen Unternehmen sich auch bis 6. März 2026 beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im BSI-Portal registrieren. Ist diese Frist verstrichen, hat die Registrierung umgehend zu erfolgen. Zudem gilt es, ein systematisches Risikomanagement zu etablieren,

Risikoanalysen durchführen und angemessene technische sowie organisatorische Maßnahmen zur Minimierung der Risiken implementieren.

Und auch für den Fall, dass der Ernstfall eintritt, gibt es nun klare Regelungen. Sicherheitsvorfälle müssen im BSI-Portal unverzüglich, spätestens aber innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis von einem "erheblichen Sicherheitsvorfall" eine "frühe Erstmeldung" gemeldet werden. Spätestens nach 30 Tagen ist dazu ein Abschlussbericht bzw. ein Fortschrittsmeldung einzureichen, wenn der Vorfall andauert.

Verantwortung, Schulung und Haftung

Weitere zentrale Komponente ist die Verpflichtung zu regelmäßigen Schulungen. Sowohl die Geschäftsleitung als auch Mitarbeitende müssen im Bereich der Cybersicherheit geschult werden, um Kenntnisse und Fähigkeiten kontinuierlich zu vertiefen. Besonders hervorzuheben ist dabei die persönliche Verantwortung der Unternehmensleitung. Geschäftsführungen haften künftig direkt, wenn sie ihren Schulungspflichten nicht nachkommen.

Um die Vorgaben schnellstmöglich umzusetzen, empfiehlt das BSI ein strukturiertes Vorgehen. Unternehmen sollten zunächst prüfen, ob sie überhaupt von der Richtlinie betroffen sind.

Die gründliche Bestandsaufnahme ihres aktuellen IT-Sicherheitsniveaus ist für Unternehmen unerlässlich, um vorhandene Schwachstellen zu identifizieren. Darauf aufbauend können sie Maßnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit einführen oder bestehende Strukturen ausbauen.

Fachkundige Unterstützung und Einordnung

Die SONNTAG IT Solutions unterstützt Unternehmen ganzheitlich im Kontext NIS-2. Von der Betroffenheitsprüfung, über die detaillierte Bestandsaufnahme bis hin zur Ermittlung von Lücken im aktuellen Sicherheitsniveau und der Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen.

NIS-2 markiert einen entscheidenden Schritt hin zu einer europaweit gestärkten Cybersicherheitskultur. Für Unternehmen ist IT-Sicherheit nicht länger eine Option, sondern nun gesetzliche Pflicht und zumindest aus Haftungssicht eine zentrale Führungsaufgabe. Felix Hofstetter, Teamleiter Business Development & Marketing bei SONNTAG IT Solutions und Prokurist bei SONNTAG

Angebote, Projekte und Experten des KI-Produktionsnetzwerks für Unternehmen

Angebot Innovation Digitalisierung und Künstliche Intelligenz für den Mittelstand

Das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg unterstützt Unternehmen aus dem Mittelstand dabei, digitale Technologien gewinnbringend und nachhaltig einzusetzen. ... mehr
Mehr lesen

weitere Angebote aus dem Bereich Innovation

Angebot Innovation Digitalisierung und Künstliche Intelligenz für den Mittelstand

Das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg unterstützt Unternehmen aus dem Mittelstand dabei, digitale Technologien gewinnbringend und nachhaltig einzusetzen. ... mehr
Mehr lesen

Angebot Forschung und Entwicklung Wasserstoff-Forschung (H2.UniA)

Die Universität Augsburg beherbergt mit H2.UniA ein innovatives Forschungsnetzwerk, das sich auf die Entwicklung von Wasserstofftechnologien konzentriert. Dieser interdisziplinäre Verbund vereint Lehrstühle und Arbeitsgruppen mit dem Ziel, Fachwissen und Forschungsergebnisse zu Schlüsselthemen der Wasserstofftechnologie zusammenzuführen. ... mehr
Mehr lesen

News zum Thema Innovation

News Innovation Aktuelle Einblicke in das DLR SG Institut für Test und Simulation von Gasturbinen

Das DLR-Institut für Test und Simulation von Gasturbinen am Augsburg Innovationspark erforscht neue Triebwerkstechnologien und validiert digitale Modelle in einzigartigen Prüfständen. Der Beitrag gibt aktuelle Einblicke in das Institut, seine Entwicklung und seine Bedeutung für den Zukunftsstandort Augsburg. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Additive Fertigung hebt ab!

Die VOCUS GmbH gewinnt den BRE3D Award 2026 mit einem EASA-zertifizierten 3D-Metallbauteil und zeigt das Potenzial additiver Fertigung in der Luftfahrt. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation sparkscon 2026 in Augsburg: Region Augsburg zeigt digitale Zukunftskraft

Am 16. Juli 2026 verwandelt sich das Gaswerk Areal in Augsburg erneut in das Zentrum für digitale Zukunftsgestaltung und setzt dabei ein besonderes Zeichen: Die sparkscon feiert ihr 5-jähriges Jubiläum. Mit über 2.000 Besucher:innen, 70+ Speaker:innen, vier Bühnen, kuratierten Masterclasses, einer interaktiven Expo-Area und innovativen Networking-Formaten bringt die sparkscon 2026 Menschen, Ideen und Perspektiven zusammen. Leitkonferenz und Orientierungsgeber für Digitalisierung in Süddeutschland. ... mehr
Mehr lesen

News Nachhaltigkeit Kooperationsprojekt zwischen Augsburger und Schottischer Hochschulen zum Thema Wasserstoff

Die Universität Augsburg und die Technische Hochschule Augsburg bauen ihre internationale Wasserstoff-Forschung aus: Gemeinsam mit der University of the Highlands and Islands in Schottland wollen sie an resilienten Energiesystemen und der Speicherung erneuerbarer Energien in Wasserstoff arbeiten. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Satellit SOVA-S: Augsburger Projekt im Finale eines ESA-Weltraumprogramms

Die Satellitenmission „SOVA-S“ steht in der finalen Auswahl des SCOUT-Programms der ESA. Ziel dieser Mission ist die weltweit erste globale und systematische Vermessung atmosphärischer Schwerewellen im Höhenbereich von 80 bis 400 Kilometern. Sie soll nicht nur offene wissenschaftliche Fragen klären, sondern auch neue Möglichkeiten für die Frühwarnung eröffnen. Dafür nötige Instrumente kommen aus Augsburg. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation MittelstandMacher: Innovationsökosystem für den bayerisch-schwäbischen Mittelstand gestartet

Die Initiative zielt darauf ab, in Bayerisch-Schwaben ein mittelständisch geprägtes Netzwerk aufzubauen, das Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups vernetzt, um Innovationen schneller in die betriebliche Anwendung zu bringen. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Fraunhofer IGCV treibt Multimaterial-3D-Druck für Raketenantriebe voran

Im Rahmen eines groß angelegten EU-Forschungsprojekts entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV neuartige Verfahren zur additiven Fertigung von Raketenkomponenten. Ziel ist es, Kosten und Entwicklungszeiten deutlich zu senken, Materialeffizienz zu steigern und den europäischen Zugang zum Weltraum unabhängiger zu gestalten. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Neue Wasserstofftankstelle in Memmingen eröffnet

Wir haben eine weitere Wasserstofftankstelle in der Region Augsburg-Schwaben! Am 16.4. eröffnete Im Beisein des Bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger sowie des Vorstandsvorsitzenden der BMW AG, Oliver Zipse feierlich die Wasserstofftankstelle am Flughafen Memmingen. Hier können nun ... mehr
Mehr lesen

News Immobilien Erweiterungen im Augsburg Innovationspark

Das Technologiezentrum Augsburg blickt auf ein stabiles Jahr 2025 zurück. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen entwickelt sich der Standort dynamisch weiter und bietet neue Perspektiven für Unternehmen, Investoren und Innovationspartner. ... mehr
Mehr lesen

Pressemitteilung 25.03.2026 Innovation aus Familienunternehmen in Aichach und A³

Der A³ Wirtschaftsdialog "Innovation in Familienunternehmen" brachte am 19. März 2026 regionale Vorreiter wie die DECKERFORM Unternehmensgruppe, Schöffel Sportbekleidung, das Bauunternehmen Lindermayr und Julius Zorn zusammen, die mit kreativen und innovativen Herangehensweisen und ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Wasserstoff-LKW nehmen Fahrt auf!

Neue Förderprogramme, sinkende Wasserstoffpreise und verfügbare Testfahrzeuge erleichtern Unternehmen den Einstieg in eine emissionsfreie Logistik. Wasserstoff-Lkw überzeugen mit hoher Reichweite, kurzer Tankzeit und attraktiver Förderung – jetzt ist der ideale Moment zum Umstieg. ... mehr
Mehr lesen

News Standort Technik, die Leben verbessert: Neuer Bachelor Medizintechnik an der THA startet durch

Die Technische Hochschule Augsburg führt zum Wintersemester 2026/2027 den neuen Bachelorstudiengang Medizintechnik ein. Das Studium verbindet Ingenieurwissen mit medizinischen Grundlagen und bietet praxisnahe Einblicke in Diagnose, Therapie und moderne Medizintechnologie. ... mehr
Mehr lesen