Praxisbeispiel: Neue Arbeitswelten Arbeitswelten im Wandel: Wie flexible Bürokonzepte Unternehmen zukunftsfähig machen

Hybride Zusammenarbeit, neue Anforderungen an Flexibilität und veränderte Erwartungen der Mitarbeitenden stellen Unternehmen vor die Frage, wie Arbeitsumgebungen künftig gestaltet werden sollten. Statt möglichst vieler Schreibtische stehen heute Begegnungen, Austausch und Anpassungsfähigkeit im Mittelpunkt moderner Bürokonzepte. 

Welche Entwicklungen Unternehmen aktuell beschäftigen und welche Konzepte sich in der Praxis bewähren, erläutert Lisa Kuhn, Geschäftsführerin der Regus Business Center in Augsburg. Im Interview gibt sie Einblicke in aktuelle Trends rund um flexible Bürolösungen und zeigt auf, wie Unternehmen auch in der Wirtschaftsregion A³ ihre Arbeitsumgebung zukunftsfähig gestalten können. 

Welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell bei Unternehmen in Bezug auf die Nutzung von Büroflächen und flexiblen Arbeitsorten?

Die Diskussion wird häufig auf Homeoffice oder Büro reduziert. In der Praxis ist die Entwicklung deutlich differenzierter.

Unternehmen hinterfragen zunehmend, wie ihre Teams tatsächlich arbeiten. Früher lautete die Frage häufig: Wie viele Arbeitsplätze brauchen wir? Heute geht es vielmehr darum: Welche Flächen unterstützen Zusammenarbeit, Austausch und konzentriertes Arbeiten am besten?

Viele Unternehmen benötigen nicht zwingend mehr Fläche, sondern passendere Konzepte. Gleichzeitig wird oft unterschätzt, wie viel Zeit und Aufwand eigene Büroflächen verursachen: von der Suche über Planung und Ausbau bis zur laufenden Organisation. Flexibilität ist heute kein Zusatzangebot mehr, sondern für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil ihrer Flächenstrategie. 

Viele Unternehmen fragen sich wie sie es schaffen, dass die Mitarbeitenden gerne ins Büro kommen. Welche Antworten oder Trends sehen Sie aus Ihrer Praxis?

Die entscheidende Frage ist nicht: Wie bekommen wir Menschen ins Büro? Sondern: Was passiert dort, was an anderen Orten schwieriger ist? 

Ein modernes Büro muss einen guten Grund bieten, vor Ort zu sein. Menschen kommen gerne für Zusammenarbeit, persönliche Gespräche, kreative Prozesse und Aufgaben, die gemeinsam gelöst werden können. Unternehmen, die gemeinsame Zeit bewusst gestalten, werden von ihren Mitarbeitenden häufig besser angenommen als diejenigen, die Präsenz vor allem über Vorgaben steuern. 

Hybride Zusammenarbeit, neue Anforderungen an Flexibilität und veränderte Erwartungen der Mitarbeitenden stellen Unternehmen vor die Frage, wie Arbeitsumgebungen künftig gestaltet werden sollten. Statt möglichst vieler Schreibtische stehen heute Begegnungen, Austausch und Anpassungsfähigkeit im Mittelpunkt moderner Bürokonzepte. 

Welche Entwicklungen Unternehmen aktuell beschäftigen und welche Konzepte sich in der Praxis bewähren, erläutert Lisa Kuhn, Geschäftsführerin der Regus Business Center in Augsburg. Im Interview gibt sie Einblicke in aktuelle Trends rund um flexible Bürolösungen und zeigt auf, wie Unternehmen auch in der Wirtschaftsregion A³ ihre Arbeitsumgebung zukunftsfähig gestalten können. 

Welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell bei Unternehmen in Bezug auf die Nutzung von Büroflächen und flexiblen Arbeitsorten?

Die Diskussion wird häufig auf Homeoffice oder Büro reduziert. In der Praxis ist die Entwicklung deutlich differenzierter.

Unternehmen hinterfragen zunehmend, wie ihre Teams tatsächlich arbeiten. Früher lautete die Frage häufig: Wie viele Arbeitsplätze brauchen wir? Heute geht es vielmehr darum: Welche Flächen unterstützen Zusammenarbeit, Austausch und konzentriertes Arbeiten am besten?

Viele Unternehmen benötigen nicht zwingend mehr Fläche, sondern passendere Konzepte. Gleichzeitig wird oft unterschätzt, wie viel Zeit und Aufwand eigene Büroflächen verursachen: von der Suche über Planung und Ausbau bis zur laufenden Organisation. Flexibilität ist heute kein Zusatzangebot mehr, sondern für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil ihrer Flächenstrategie. 

Viele Unternehmen fragen sich wie sie es schaffen, dass die Mitarbeitenden gerne ins Büro kommen. Welche Antworten oder Trends sehen Sie aus Ihrer Praxis?

Die entscheidende Frage ist nicht: Wie bekommen wir Menschen ins Büro? Sondern: Was passiert dort, was an anderen Orten schwieriger ist? 

Ein modernes Büro muss einen guten Grund bieten, vor Ort zu sein. Menschen kommen gerne für Zusammenarbeit, persönliche Gespräche, kreative Prozesse und Aufgaben, die gemeinsam gelöst werden können. Unternehmen, die gemeinsame Zeit bewusst gestalten, werden von ihren Mitarbeitenden häufig besser angenommen als diejenigen, die Präsenz vor allem über Vorgaben steuern. 

Welche Rolle spielt das Büro heute noch: eher Zusammenarbeit, Identifikation, Innovation - oder etwas anderes?

Das Büro hat heute vor allem eine soziale und kulturelle Funktion. Viele Aufgaben funktionieren digital sehr gut. Vertrauen, Beziehungen, Unternehmenskultur und spontane Ideen entstehen jedoch durch persönliche Begegnungen. Damit verändert sich die Rolle des Büros: Es ist weniger ein reiner Arbeitsplatz, sondern ein Umfeld, in dem Menschen zusammenkommen, Wissen teilen und neue Impulse entstehen. 

Welche Standort- und Raumkonzepte funktionieren aktuell besonders gut (z.B. Coworking, flexible Büros, Satellitenbüros etc.)?

Besonders gefragt sind Lösungen, die Flexibilität mit einem professionellen Arbeitsumfeld verbinden. Unternehmen möchten heute schneller reagieren können, ohne sich langfristig an Flächen zu binden, die nicht mehr zum tatsächlichen Bedarf passen. Flexible Büros, Coworking-Angebote und dezentrale Standorte bieten hier neue Möglichkeiten. 

Das betrifft längst nicht mehr nur junge Unternehmen oder Start-ups. Auch etablierte Firmen nutzen solche Konzepte für Projektteams, Wachstum oder als Ergänzung zu bestehenden Standorten. Gerade im Wirtschaftsraum Augsburg zeigt sich, dass flexible Arbeitsmodelle zunehmend Teil langfristiger Standortstrategien werden und nicht nur als Übergangslösung verstanden werden, sondern als feste Ergänzung. 

Welche Rolle spielt das Büro heute noch: eher Zusammenarbeit, Identifikation, Innovation - oder etwas anderes?

Das Büro hat heute vor allem eine soziale und kulturelle Funktion. Viele Aufgaben funktionieren digital sehr gut. Vertrauen, Beziehungen, Unternehmenskultur und spontane Ideen entstehen jedoch durch persönliche Begegnungen. Damit verändert sich die Rolle des Büros: Es ist weniger ein reiner Arbeitsplatz, sondern ein Umfeld, in dem Menschen zusammenkommen, Wissen teilen und neue Impulse entstehen. 

Welche Standort- und Raumkonzepte funktionieren aktuell besonders gut (z.B. Coworking, flexible Büros, Satellitenbüros etc.)?

Besonders gefragt sind Lösungen, die Flexibilität mit einem professionellen Arbeitsumfeld verbinden. Unternehmen möchten heute schneller reagieren können, ohne sich langfristig an Flächen zu binden, die nicht mehr zum tatsächlichen Bedarf passen. Flexible Büros, Coworking-Angebote und dezentrale Standorte bieten hier neue Möglichkeiten. 

Das betrifft längst nicht mehr nur junge Unternehmen oder Start-ups. Auch etablierte Firmen nutzen solche Konzepte für Projektteams, Wachstum oder als Ergänzung zu bestehenden Standorten. Gerade im Wirtschaftsraum Augsburg zeigt sich, dass flexible Arbeitsmodelle zunehmend Teil langfristiger Standortstrategien werden und nicht nur als Übergangslösung verstanden werden, sondern als feste Ergänzung. 

 Welche Trends werden aktuell noch unterschätzt?

Unterschätzt werden zwei Faktoren: Geschwindigkeit und persönliche Netzwerke.

Viele Unternehmen betrachten Büroflächen zunächst über die Mietkosten. Dabei entsteht zusätzlicher Aufwand durch Planung, Organisation und Verwaltung eigener Flächen.

Gleichzeitig sprechen wir viel über Digitalisierung und neue Technologien. Trotzdem entstehen viele Geschäftsmöglichkeiten, Ideen und Kooperationen weiterhin durch persönliche Kontakte.

Ein Beispiel dafür sind drei Solo-Selbstständige aus unserem Coworking-Bereich. Sie arbeiteten zunächst unabhängig voneinander. Erste Gespräche im Arbeitsalltag, etwa in der Kaffeeküche oder zwischen Terminen, führten zu regelmäßigem Austausch. Daraus entwickelten sich gegenseitige Empfehlungen, gemeinsame Projekte und neue Aufträge. Die Zusammenarbeit entstand ganz natürlich durch die Begegnung im Arbeitsumfeld. 

 Welche Trends werden aktuell noch unterschätzt?

Unterschätzt werden zwei Faktoren: Geschwindigkeit und persönliche Netzwerke.

Viele Unternehmen betrachten Büroflächen zunächst über die Mietkosten. Dabei entsteht zusätzlicher Aufwand durch Planung, Organisation und Verwaltung eigener Flächen.

Gleichzeitig sprechen wir viel über Digitalisierung und neue Technologien. Trotzdem entstehen viele Geschäftsmöglichkeiten, Ideen und Kooperationen weiterhin durch persönliche Kontakte.

Ein Beispiel dafür sind drei Solo-Selbstständige aus unserem Coworking-Bereich. Sie arbeiteten zunächst unabhängig voneinander. Erste Gespräche im Arbeitsalltag, etwa in der Kaffeeküche oder zwischen Terminen, führten zu regelmäßigem Austausch. Daraus entwickelten sich gegenseitige Empfehlungen, gemeinsame Projekte und neue Aufträge. Die Zusammenarbeit entstand ganz natürlich durch die Begegnung im Arbeitsumfeld. 

Wenn Sie Unternehmen einen Tipp geben müssten, um ihr Arbeitsumfeld zukunftsfähiger zu gestalten – welcher wäre es?

Drei Punkte sind besonders entscheidend:

  1. Arbeitsweisen vor Quadratmetern betrachten: Nicht die Fläche sollte am Anfang stehen, sondern die Frage: wie Teams heute arbeiten und was sie dafür wirklich brauchen. 
  2. Das Büro bewusst gestalten: Ein moderner Arbeitsplatz sollte mehr bieten als einen Schreibtisch. Austausch, Zusammenarbeit und Begegnung schaffen den eigentlichen Mehrwert. 
  3. Flexibilität als Chance nutzen: Unternehmen, die Arbeitsmodelle flexibel denken, können schneller auf Veränderungen reagieren und gleichzeitig attraktiv für Mitarbeitende bleiben. 

Wenn Sie Unternehmen einen Tipp geben müssten, um ihr Arbeitsumfeld zukunftsfähiger zu gestalten – welcher wäre es?

Drei Punkte sind besonders entscheidend:

  1. Arbeitsweisen vor Quadratmetern betrachten: Nicht die Fläche sollte am Anfang stehen, sondern die Frage: wie Teams heute arbeiten und was sie dafür wirklich brauchen. 
  2. Das Büro bewusst gestalten: Ein moderner Arbeitsplatz sollte mehr bieten als einen Schreibtisch. Austausch, Zusammenarbeit und Begegnung schaffen den eigentlichen Mehrwert. 
  3. Flexibilität als Chance nutzen: Unternehmen, die Arbeitsmodelle flexibel denken, können schneller auf Veränderungen reagieren und gleichzeitig attraktiv für Mitarbeitende bleiben. 
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