Praxisbeispiel: Nachhaltiges Wirtschaften Sparkasse Schwaben-Bodensee: Nachhaltiger pendeln mit der Mobilitätsplattform RideBee

Die deutsche Mobilitätsplattform RideBee unterstützt Unternehmen dabei, ihren Mitarbeitenden den Arbeitsweg nachhaltiger zu gestalten. Über eine benutzerfreundliche App und ein Web-Interface können Beschäftigte Fahrten anbieten oder passende Mitfahrgelegenheiten finden. Wie erfolgreich das Konzept funktionieren kann, zeigt die Sparkasse Schwaben-Bodensee. Dort nutzen Mitarbeitende RideBee sowohl für den täglichen Arbeitsweg als auch für Dienstfahrten. Seit Einführung konnten dadurch bereits 2.400 Kilometer Fahrtstrecke eingespart werden – das entspricht einer CO₂-Reduktion von ca. 400 Kilogramm. Die Sparkasse setzt RideBee damit gezielt als Instrument ein, um redundante Fahrten zu vermeiden und nachhaltiges Mobilitätsverhalten im Unternehmen zu stärken. Wir waren im Gespräch mit Tim Stadler, Sparkasse Schwaben-Bodensee, und haben nachgefragt.

Wie funktioniert RideBee bei der Sparkasse Schwaben-Bodensee? Wie kann man sich das vorstellen?

RideBee ist für uns ein Bestandteil der Erfüllung der „Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“ im Bereich Förderung der umweltfreundlichen Mobilität. Mit unserem weitläufigen und überwiegend ländlich geprägten Geschäftsgebiet von Lindau über Memmingen, Mindelheim, Augsburg, Schwabmünchen, Günzburg und Krumbach, fallen für uns natürlich sowohl im Bereich der Dienstreisen zwischen den Standorten als auch beim täglichen Pendelverkehr zur Arbeit weite Strecken an. Während der ÖPNV für gut gelegene Standorte wie beispielsweise Augsburg eine gute Option ist, ist für viele Mitarbeitende das Auto die Regel. Um hier die Fahrtkilometer dennoch zu verringern, haben wir uns für RideBee entschieden. So können wir Mitarbeitenden auf dem Weg zwischen Arbeitsort und Wohnort die Chance geben, CO2 und gleichzeitig auch Geld zu sparen und zusätzlich mit den mittlerweile über 1.400 Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu kommen.

RideBee fungiert dabei per App und in der Webversion als digitaler Vermittler, um Fahrer und Mitfahrer auch abteilungs- und bereichsübergreifend auf passenden Strecken zusammenzubringen. Bei über 1.400 Mitarbeitenden weiß man in vielen Fällen schlicht nicht, wer nur wenige Minuten oder Kilometer vor der eigenen Haustür den gleichen Weg zur Arbeit zurücklegt.

Die deutsche Mobilitätsplattform RideBee unterstützt Unternehmen dabei, ihren Mitarbeitenden den Arbeitsweg nachhaltiger zu gestalten. Über eine benutzerfreundliche App und ein Web-Interface können Beschäftigte Fahrten anbieten oder passende Mitfahrgelegenheiten finden. Wie erfolgreich das Konzept funktionieren kann, zeigt die Sparkasse Schwaben-Bodensee. Dort nutzen Mitarbeitende RideBee sowohl für den täglichen Arbeitsweg als auch für Dienstfahrten. Seit Einführung konnten dadurch bereits 2.400 Kilometer Fahrtstrecke eingespart werden – das entspricht einer CO₂-Reduktion von ca. 400 Kilogramm. Die Sparkasse setzt RideBee damit gezielt als Instrument ein, um redundante Fahrten zu vermeiden und nachhaltiges Mobilitätsverhalten im Unternehmen zu stärken. Wir waren im Gespräch mit Tim Stadler, Sparkasse Schwaben-Bodensee, und haben nachgefragt.

Wie funktioniert RideBee bei der Sparkasse Schwaben-Bodensee? Wie kann man sich das vorstellen?

RideBee ist für uns ein Bestandteil der Erfüllung der „Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“ im Bereich Förderung der umweltfreundlichen Mobilität. Mit unserem weitläufigen und überwiegend ländlich geprägten Geschäftsgebiet von Lindau über Memmingen, Mindelheim, Augsburg, Schwabmünchen, Günzburg und Krumbach, fallen für uns natürlich sowohl im Bereich der Dienstreisen zwischen den Standorten als auch beim täglichen Pendelverkehr zur Arbeit weite Strecken an. Während der ÖPNV für gut gelegene Standorte wie beispielsweise Augsburg eine gute Option ist, ist für viele Mitarbeitende das Auto die Regel. Um hier die Fahrtkilometer dennoch zu verringern, haben wir uns für RideBee entschieden. So können wir Mitarbeitenden auf dem Weg zwischen Arbeitsort und Wohnort die Chance geben, CO2 und gleichzeitig auch Geld zu sparen und zusätzlich mit den mittlerweile über 1.400 Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu kommen.

RideBee fungiert dabei per App und in der Webversion als digitaler Vermittler, um Fahrer und Mitfahrer auch abteilungs- und bereichsübergreifend auf passenden Strecken zusammenzubringen. Bei über 1.400 Mitarbeitenden weiß man in vielen Fällen schlicht nicht, wer nur wenige Minuten oder Kilometer vor der eigenen Haustür den gleichen Weg zur Arbeit zurücklegt.

In welchem zeitlichen Rahmen erfolgte die Einführung (Vorbereitung, Pilotphase, Rollout)?

Die Einführung selbst geschah nach der Entscheidung in wenigen Wochen. RideBee ist hier sehr effizient und kooperativ was die Anlage der Standorte und Fahrzeuge etc. angeht. Für uns als Sparkasse war die Vorbereitungsphase recht intensiv, von der ersten Idee und folgenden Ausarbeitung des Grundkonzeptes bis hin zur Entscheidungsfindung zwischen den vielen Anbietern am Markt, gab es einiges zu tun.

Wie viele Mitarbeitende nutzen RideBee aktuell? Wir wird die Plattform von den Mitarbeitenden angenommen?

Derzeit nutzen ca. 300 Mitarbeitende die Plattform. Die Nutzungszahlen liegen für uns im zu erwartenden Bereich, da die Nutzung freiwillig ist. Im Nachhaltigkeitsmanagement und der Führung arbeiten wir selbstverständlich an Steigerungen der Nutzerzahlen.

Wie kann RideBee für Dienstfahrten genutzt werden?

Die Funktionsweise unterscheidet sich zwischen Pendel- und Dienstfahrten nicht, es wird derselbe Zugang mit identischen Funktionen genutzt. Mitarbeitende fragen die Fahrstrecke über die Suchfunktion an und falls keine Mitfahrt angeboten wird, stellen sie die Fahrt ein, damit andere bei Bedarf eine Mitfahrt anfragen können. Statt Zwang setzen wir entschieden auf Anreize und Eigenmotivation der Mitarbeitenden. Dafür informieren wir in regelmäßigen Abständen via Flyer und Intranet und schalten parallel Gewinnspiele. Bisher durften sich registrierte und besonders aktive Kolleginnen und Kollegen bereits über Tankgutscheine und sogar ein iPad freuen und wir arbeiten weiter an positiven Anreizen.

In welchem zeitlichen Rahmen erfolgte die Einführung (Vorbereitung, Pilotphase, Rollout)?

Die Einführung selbst geschah nach der Entscheidung in wenigen Wochen. RideBee ist hier sehr effizient und kooperativ was die Anlage der Standorte und Fahrzeuge etc. angeht. Für uns als Sparkasse war die Vorbereitungsphase recht intensiv, von der ersten Idee und folgenden Ausarbeitung des Grundkonzeptes bis hin zur Entscheidungsfindung zwischen den vielen Anbietern am Markt, gab es einiges zu tun.

Wie viele Mitarbeitende nutzen RideBee aktuell? Wir wird die Plattform von den Mitarbeitenden angenommen?

Derzeit nutzen ca. 300 Mitarbeitende die Plattform. Die Nutzungszahlen liegen für uns im zu erwartenden Bereich, da die Nutzung freiwillig ist. Im Nachhaltigkeitsmanagement und der Führung arbeiten wir selbstverständlich an Steigerungen der Nutzerzahlen.

Wie kann RideBee für Dienstfahrten genutzt werden?

Die Funktionsweise unterscheidet sich zwischen Pendel- und Dienstfahrten nicht, es wird derselbe Zugang mit identischen Funktionen genutzt. Mitarbeitende fragen die Fahrstrecke über die Suchfunktion an und falls keine Mitfahrt angeboten wird, stellen sie die Fahrt ein, damit andere bei Bedarf eine Mitfahrt anfragen können. Statt Zwang setzen wir entschieden auf Anreize und Eigenmotivation der Mitarbeitenden. Dafür informieren wir in regelmäßigen Abständen via Flyer und Intranet und schalten parallel Gewinnspiele. Bisher durften sich registrierte und besonders aktive Kolleginnen und Kollegen bereits über Tankgutscheine und sogar ein iPad freuen und wir arbeiten weiter an positiven Anreizen.

Was würden Sie anderen Unternehmen raten, die eine ähnliche Initiative starten wollen?

Anfangen. Anfangen, mutig sein und kleine Erfolge wertschätzen. Zusätzlich sollte man trotzdem die Augen für weitere Möglichkeiten offenhalten. In der Nachhaltigkeit gibt es noch kein vollständiges Erfolgskonzept, keine etablierte und allgemeingültige Gesamtvorgehensweise. Jeder Baustein und jeder kleine Erfolg trägt aber dennoch zum Gesamtfortschritt bei. Deshalb rate ich Unternehmen, bereit zu sein den ersten Schritt zu machen und etwas auszuprobieren. Jeder gesparte Fahrtkilometer ist gut und wichtig auf dem Weg zu einer nachhaltigen Geschäftsausrichtung. Ganz wichtig ist, sich nicht auf einer Neueinführung auszuruhen, Mitfahrplattformen sind ein Teil des Gesamtbildes, erweiterte ÖPNV und Homeoffice Angebote sowie eine Elektrifizierung des Fuhrparks sind weitere Schritte in die richtige Richtung.

Welche Effekte konnten bisher beobachtet werden? 

Bisher wurden laut Statistik etwa 2.400 Kilometer und damit ca. 400 Kilogramm CO2 eingespart. Die tatsächlichen Zahlen dürften höher liegen, da einige Nutzende die Anwendung lediglich für die ersten Fahrgemeinschaften nutzten und sich dann direkt privat vernetzt haben. Der Nachteil dabei ist neben der fehlenden Messbarkeit, dass potenzielle weitere Mitfahrende nicht mehr berücksichtigt werden. Wir schöpfen das große Potenzial aktuell noch nicht aus, arbeiten aber weiter an den Prozessen. Besonders schön ist, dass die Anwendung bereits bereichsübergreifende Brücken schlägt. Im direkten Arbeitsumfeld ist meist bekannt, wer wann wohin fährt, sobald die andere Person aber in einer anderen Abteilung eingesetzt ist, geht dieser direkte Kontakt verloren. Mein Lieblingszitat eines Mitarbeitenden: „Der Kollege und ich haben über die Plattform festgestellt, dass wir seit über 10 Jahren täglich dieselbe Strecke in einem Zeitfenster von wenigen Minuten zurücklegen.“ Hier zeigt sich, dass es oft nur einen kleinen Impuls braucht.

Was waren bzw. sind die größten Hürden? Wie wurden diese überwunden?

Die größten Hürden sind in diesem Fall Bequemlichkeit und angeeignete Gewohnheiten. Manche Mitarbeitende möchten sich schlichtweg nicht in der Anwendung registrieren und mit anderen abstimmen, zu welchen Zeiten der Fahrtweg angetreten wird. Hier versuchen wir wie erwähnt durch diverse Gewinnspiele und andere Anreize gegen zu wirken und sind für Ideen offen.

Gibt es Pläne, die Plattform auszuweiten, bspw. durch Kooperationen und benachbarte Unternehmen?

Unsere Standorte sind vollständig in der Anwendung eingestellt, ebenso der gesamte Fahrzeugpool. Es ist möglich, weitere Unternehmen zu unserer Gruppe hinzuzufügen, diese Möglichkeit wird aktuell geprüft.

Nachhaltige Aktivitäten bei der Sparkasse Schwaben-Bodensee:

Die Sparkasse Schwaben-Bodensee engagiert sich in der Region durch Initiativen und Angebote, die dazu beitragen, umwelt- und klimaschonende Mobilität zu fördern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und nachhaltige Investitionen zu fördern. Neben der Nutzung der Mobilitätsplattform RideBee verfolgt die Sparkasse auch in ihrem Finanz- und Geschäftsbetrieb zunehmend nachhaltige Strategien. Durch das Angebot von umweltbezogenen Anlage- und Finanzierungslösungen werden beispielsweise Förderkredite für energieeffiziente Neubauten oder Photovoltaikprojekte gefördert. Darüber hinaus stärkt die Sparkasse durch Bildungsprojekte und gemeinnützige Initiativen ihr gesellschaftliches Engagement. Aktivitäten rund um das Thema Nachhaltigkeit können in den veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichten nachgelesen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: Nachhaltigkeit | Sparkasse Schwaben-Bodensee

Kontakt

Sparkasse Schwaben-Bodensee Anstalt des öffentlichen Rechts

Nachhaltigkeitsmonitoring A³ Schon gewusst?

Umfragen aus dem Nachhaltigkeitsmonitor 2024/25 haben ergeben, dass bereits 71,3% der befragten Unternehmen Maßnahmen zur umweltfreundlichen Mitarbeitermobilität fördern. Außerdem unterstützen 76,9% der befragten Unternehmen finanziell und infrastrukturell klimafreundliche Mitarbeitermobilität.

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