Praxisbeispiel: Nachhaltiges Wirtschaften Knödel und Kniffel: Gegen Verschwendung und Vereinsamung

Ein Gastbeitrag von Sylvia Schaab, Lifeguide Augsburg

Das Augsburger Pilotprojekt "Kniffel & Knödel" verbindet Generationen beim gemeinsamen Essen mit geretteten Lebensmitteln. Das Projekt entstand beim Planungstag der Lokalen Agenda, dem Augsburger Netz für Nachhaltigkeit.  In der Mittagspause diskutierten die Teilnehmer über Einsamkeit, Lebensmittelverschwendung und Hunger in Deutschland. Die zentrale Frage: Wie bringt man überschüssiges Essen dorthin, wo es gebraucht wird?

Ein Donnerstag im Mai, späte Nachmittagsstunden im Augsburger Herrenbach: Im Wohnzimmer des Schwabencenters versammeln sich Jung und Alt um den gedeckten Tisch. Auf den Tellern dampft Gulasch mit Reis – ein Essen, das wenige Stunden zuvor noch im Betriebsrestaurant der KUKA AG übriggeblieben war. Was hier seit Oktober 2024 wöchentlich stattfindet, ist mehr als nur eine Mahlzeit: „Knödel & Kniffel" bekämpft gleich mehrere gesellschaftliche Probleme auf einmal.

Essen gegen Einsamkeit

Das Projekt entstand beim Planungstag der Lokalen Agenda, dem Augsburger Netzwerk für Nachhaltigkeit. In der Mittagspause diskutierten die Teilnehmer über Einsamkeit, Lebensmittelverschwendung und Hunger in Deutschland. Die zentrale Frage: Wie bringt man überschüssiges Essen dorthin, wo es gebraucht wird? Nach wenigen Planungsrunden stand das Konzept: Einmal wöchentlich schaffen die Organisatoren einen Raum für ungezwungene Begegnungen bei einer warmen Mahlzeit, die anderswo übriggeblieben ist. Rund 30 Portionen werden abwechselnd im Wohnzimmer des Schwabencenters und in der b-box des Stadtjugendrings verzehrt.

Das Augsburger Pilotprojekt "Kniffel & Knödel" verbindet Generationen beim gemeinsamen Essen mit geretteten Lebensmitteln. Das Projekt entstand beim Planungstag der Lokalen Agenda, dem Augsburger Netz für Nachhaltigkeit.  In der Mittagspause diskutierten die Teilnehmer über Einsamkeit, Lebensmittelverschwendung und Hunger in Deutschland. Die zentrale Frage: Wie bringt man überschüssiges Essen dorthin, wo es gebraucht wird?

Ein Donnerstag im Mai, späte Nachmittagsstunden im Augsburger Herrenbach: Im Wohnzimmer des Schwabencenters versammeln sich Jung und Alt um den gedeckten Tisch. Auf den Tellern dampft Gulasch mit Reis – ein Essen, das wenige Stunden zuvor noch im Betriebsrestaurant der KUKA AG übriggeblieben war. Was hier seit Oktober 2024 wöchentlich stattfindet, ist mehr als nur eine Mahlzeit: „Knödel & Kniffel" bekämpft gleich mehrere gesellschaftliche Probleme auf einmal.

Essen gegen Einsamkeit

Das Projekt entstand beim Planungstag der Lokalen Agenda, dem Augsburger Netzwerk für Nachhaltigkeit. In der Mittagspause diskutierten die Teilnehmer über Einsamkeit, Lebensmittelverschwendung und Hunger in Deutschland. Die zentrale Frage: Wie bringt man überschüssiges Essen dorthin, wo es gebraucht wird? Nach wenigen Planungsrunden stand das Konzept: Einmal wöchentlich schaffen die Organisatoren einen Raum für ungezwungene Begegnungen bei einer warmen Mahlzeit, die anderswo übriggeblieben ist. Rund 30 Portionen werden abwechselnd im Wohnzimmer des Schwabencenters und in der b-box des Stadtjugendrings verzehrt.

Brücken zwischen den Generationen

Die Wahl des Ortes war strategisch: Im Schwabencenter liegen mit dem „Wohnzimmer" und der b-box zwei Treffpunkte verschiedener Generationen direkt gegenüber. „Auch wenn die Jugendlichen im Wohnzimmer eher zurückhaltend sind, freuen sie sich doch, wenn auf ihrem Terrain – also in der b-box – gegessen wird, und sie kommen zahlreich", berichtet Lamia Simreen, Regionalleiterin Mitte beim Stadtjugendring.

Der Effekt geht über das gemeinsame Essen hinaus: Mittlerweile kommen sogar einige Senioren regelmäßig zum Tischtennis spielen. Von den wöchentlich 30 Portionen profitieren Senioren und Jugendliche, die zu Hause nicht immer eine warme Mahlzeit bekommen. Für viele ist der Austausch mit anderen ein Grund zu kommen – sie bleiben auch nach dem Essen lange sitzen.

Unternehmenspartnerschaft mit Mehrwert

Durch persönliche Kontakte fanden die Initiatoren mit dem Betriebsrestaurant der KUKA AG einen Partner, der überschüssiges Essen gerne weitergibt. „Nachhaltigkeit ist für KUKA kein Schlagwort, sondern gelebte Verantwortung", erklärt Doreen Lempe, verantwortlich für das Catering. „Besonders das Thema Foodwaste liegt uns am Herzen. Deshalb sind wir stolz darauf, dass überschüssige Lebensmittel aus unserer Betriebsverpflegung nicht im Müll landen, sondern einem guten Zweck dienen."

Die organisatorischen Aspekte wie Hygienekonzept, Essensabholung und Veranstaltungsorte regelten KUKA-Betriebsrestaurant, Stadtjugendring und Wohnzimmer im Schwabencenter gemeinsam. „Wir freuen uns, dass die KUKA AG sich auf dieses Pilotprojekt eingelassen hat und doppelt gesellschaftliche und soziale Verantwortung zeigt", sagen Vera Stöppelkamp und Sabine Pfister von der Augsburger Lokalen Agenda.

Brücken zwischen den Generationen

Die Wahl des Ortes war strategisch: Im Schwabencenter liegen mit dem „Wohnzimmer" und der b-box zwei Treffpunkte verschiedener Generationen direkt gegenüber. „Auch wenn die Jugendlichen im Wohnzimmer eher zurückhaltend sind, freuen sie sich doch, wenn auf ihrem Terrain – also in der b-box – gegessen wird, und sie kommen zahlreich", berichtet Lamia Simreen, Regionalleiterin Mitte beim Stadtjugendring.

Der Effekt geht über das gemeinsame Essen hinaus: Mittlerweile kommen sogar einige Senioren regelmäßig zum Tischtennis spielen. Von den wöchentlich 30 Portionen profitieren Senioren und Jugendliche, die zu Hause nicht immer eine warme Mahlzeit bekommen. Für viele ist der Austausch mit anderen ein Grund zu kommen – sie bleiben auch nach dem Essen lange sitzen.

Unternehmenspartnerschaft mit Mehrwert

Durch persönliche Kontakte fanden die Initiatoren mit dem Betriebsrestaurant der KUKA AG einen Partner, der überschüssiges Essen gerne weitergibt. „Nachhaltigkeit ist für KUKA kein Schlagwort, sondern gelebte Verantwortung", erklärt Doreen Lempe, verantwortlich für das Catering. „Besonders das Thema Foodwaste liegt uns am Herzen. Deshalb sind wir stolz darauf, dass überschüssige Lebensmittel aus unserer Betriebsverpflegung nicht im Müll landen, sondern einem guten Zweck dienen."

Die organisatorischen Aspekte wie Hygienekonzept, Essensabholung und Veranstaltungsorte regelten KUKA-Betriebsrestaurant, Stadtjugendring und Wohnzimmer im Schwabencenter gemeinsam. „Wir freuen uns, dass die KUKA AG sich auf dieses Pilotprojekt eingelassen hat und doppelt gesellschaftliche und soziale Verantwortung zeigt", sagen Vera Stöppelkamp und Sabine Pfister von der Augsburger Lokalen Agenda.

Hintergrundinformationen:

Wohnzimmer im Schwabencenter: Fördert durch neue Formen urbanen Wohnens Begegnungen gegen Vereinsamung. Betrieben von AWO und Forum Lebensraum Schwabencenter (Transition Town Augsburg e.V.). gruenes-schwabencenter.de

b-box: Angebot des Stadtjugendrings Augsburg für junge Menschen im Schwabencenter mit Billard, Tanz, Gaming und Fairteiler für Lebensmittel. die b-box fördert Gemeinschaft und soziale Teilhabe im Quartier. sjr-a.de/einrichtung/20-b-box

KUKA: 1898 als „Keller und Knappich Augsburg" gegründet, heute globaler Technologiekonzern mit rund 15.000 Mitarbeitenden in der intelligenten Automatisierung. Der Konzern fördert nachhaltige, effiziente Produktion weltweit. Kuka.com

Foodsharing Augsburg: Rettet seit 2015 mit rund 650 Aktiven und 100 Betrieben Lebensmittel vor der Verschwendung und verteilt sie weiter, z. B. über Fairteiler. Ziel ist, Ressourcen zu schonen und Aufklärung gegen Lebensmittelverschwendung zu leisten. Foodsharing.de

Persönliche Motivation treibt Engagement

Für Vera Stöppelkamp vom Agenda-Forum Foodsharing ist die gerechte Verteilung von Essen eine Herzensangelegenheit: „Als ich erfuhr, dass viele Kinder morgens hungrig zur Schule gehen, berührte mich das tief. Ich wollte etwas dagegen tun!" Zwar scheiterte die ursprüngliche Idee, gerettetes Essen in Schulen zu bringen, an den Vorschriften für Schulessen. „Jetzt freue ich mich umso mehr, dass wir Knödel & Kniffel ins Rollen gebracht haben und jede Woche so viele Menschen kommen."

Ausblick: Expansion geplant

Nach positiven Rückmeldungen von KUKA und den Teilnehmern gibt es Überlegungen zur Ausweitung des Projekts. Interessierte Kantinen, die überschüssige Lebensmittel spenden möchten, oder Orte, die Abholung und Verteilung koordinieren können, wenden sich an Vera Stöppelkamp: knoedelundkniffel@gmx.de.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung erfolgreich verbinden lassen – und dabei ganz konkrete Probleme löst

Nachhaltigkeitsmonitoring A³ Schon gewusst?

Umfragen aus dem Nachhaltigkeitsmonitor 2024/25 haben ergeben, dass über die Hälfte (58,9%) der befragten Unternehmen Veranstaltungen zu wohltätigen Zwecken durchführen oder sich daran beteiligen, um somit die Gesellschaft in der Region positiv zu beeinflussen.

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