Praxisbeispiel: Nachhaltiges Wirtschaften – Lisa Thaler - Recycling und Regionalität in der Baubranche

Lisa Thaler, Geschäftsführerin des Familienunternehmens Andreas Thaler GmbH aus Neusäß, spricht im B4BSchwaben.de Podcast über Unternehmensnachfolge, Recycling und Regionalität in der Baubranche. Ursprünglich hatte sie einen Beruf als Architektin erlernt, gab diesen aber auf, um in die Geschäftsführung des Unternehmens ihres Vaters einzusteigen. Seit ihrem Einstieg setzt sie verstärkt auf nachhaltige Geschäftspraktiken, Kreislaufwirtschaft und moderne Technik im Unternehmen.

Die Andreas Thaler GmbH ist ein familiengeführtes Traditionsunternehmen in der vierten Generation. Das Unternehmen steht für hohe Qualität in der Gewinnung und Aufbereitung von Sand und Kies sowie für eine verantwortungsbewusste Nutzung natürlicher Ressourcen. Zum Leistungsspektrum gehören zudem umfassende Transportdienstleistungen sowie eine Betontankstelle, an der Kunden Beton in unterschiedlichen Qualitäten flexibel und bedarfsgerecht beziehen können.

Recycling und Baustoffkreisläufe in der Baubranche:

Neben dem klassischen Sand- und Kiesaufbereitungswerk hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt und ist seit über 30 Jahren in der Baustoffrecyclingbranche tätig. Durch moderne Aufbereitungstechnologien entstehen aus mineralischem Bauschutt hochwertige, zertifizierte Sekundärbaustoffe, die wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Ziel des Unternehmens ist es, den Anteil von Recycling-Baustoffen zu erhöhen und deren Akzeptanz in der Branche zu fördern.

Warum Regionalität beim Bauen zählt:

Die Philosophie des Unternehmens betont „regionale Nachhaltigkeit“: Viele Kunden und Lieferanten stammen aus der Region. Rohstoffe wie Sand und Kies stammen in der Regel aus dem direkten Umland. Denn wer tagtäglich mit Naturmaterialien wie Sand und Kies arbeitet, trägt auch eine besondere Verantwortung gegenüber der Region und Umwelt. Ein zentrales Anliegen ist somit das Bewusstsein für die Herkunft und den Wert der eingesetzten Rohstoffe. Lisa Thaler betont, wie wichtig es ist, zu verstehen, woher der Kies kommt und welche Schutzmaßnahmen notwendig sind, um den Naturraum zu erhalten.

Ganz nach dem Prinzip von Lisa Thaler: „Was man der Natur entnimmt, gibt man ihr auch wieder zurück“ werden genutzte Kies- und Sandflächen nach der Abbauphase gezielt rekultiviert. Mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen, entstehen somit auf ehemaligen Abbauflächen wertvolle Biotope.

Lisa Thaler, Geschäftsführerin des Familienunternehmens Andreas Thaler GmbH aus Neusäß, spricht im B4BSchwaben.de Podcast über Unternehmensnachfolge, Recycling und Regionalität in der Baubranche. Ursprünglich hatte sie einen Beruf als Architektin erlernt, gab diesen aber auf, um in die Geschäftsführung des Unternehmens ihres Vaters einzusteigen. Seit ihrem Einstieg setzt sie verstärkt auf nachhaltige Geschäftspraktiken, Kreislaufwirtschaft und moderne Technik im Unternehmen.

Die Andreas Thaler GmbH ist ein familiengeführtes Traditionsunternehmen in der vierten Generation. Das Unternehmen steht für hohe Qualität in der Gewinnung und Aufbereitung von Sand und Kies sowie für eine verantwortungsbewusste Nutzung natürlicher Ressourcen. Zum Leistungsspektrum gehören zudem umfassende Transportdienstleistungen sowie eine Betontankstelle, an der Kunden Beton in unterschiedlichen Qualitäten flexibel und bedarfsgerecht beziehen können.

Recycling und Baustoffkreisläufe in der Baubranche:

Neben dem klassischen Sand- und Kiesaufbereitungswerk hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt und ist seit über 30 Jahren in der Baustoffrecyclingbranche tätig. Durch moderne Aufbereitungstechnologien entstehen aus mineralischem Bauschutt hochwertige, zertifizierte Sekundärbaustoffe, die wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Ziel des Unternehmens ist es, den Anteil von Recycling-Baustoffen zu erhöhen und deren Akzeptanz in der Branche zu fördern.

Warum Regionalität beim Bauen zählt:

Die Philosophie des Unternehmens betont „regionale Nachhaltigkeit“: Viele Kunden und Lieferanten stammen aus der Region. Rohstoffe wie Sand und Kies stammen in der Regel aus dem direkten Umland. Denn wer tagtäglich mit Naturmaterialien wie Sand und Kies arbeitet, trägt auch eine besondere Verantwortung gegenüber der Region und Umwelt. Ein zentrales Anliegen ist somit das Bewusstsein für die Herkunft und den Wert der eingesetzten Rohstoffe. Lisa Thaler betont, wie wichtig es ist, zu verstehen, woher der Kies kommt und welche Schutzmaßnahmen notwendig sind, um den Naturraum zu erhalten.

Ganz nach dem Prinzip von Lisa Thaler: „Was man der Natur entnimmt, gibt man ihr auch wieder zurück“ werden genutzte Kies- und Sandflächen nach der Abbauphase gezielt rekultiviert. Mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen, entstehen somit auf ehemaligen Abbauflächen wertvolle Biotope.

Herausforderungen (nach Lisa Thaler):

Auf die Frage nach konkreten Projekten fällt die Antwort nicht leicht. Aktuell gibt es kaum echte „Vorzeigeprojekte“, die den Einsatz von Recyclingmaterialien im Bauwesen beispielhaft zeigen könnten. Besonders die öffentliche Hand zeigt sich hier bislang nicht als starker Partner – im Gegenteil: Häufig wird gerade dort noch an konventionellen Vorgehensweisen festgehalten. So finden die meisten recycelten Materialien derzeit in privaten Bauvorhaben Verwendung, meist in nicht sichtbaren Bauteilen oder unter versiegelten Flächen. Dadurch bleibt eine öffentliche Wahrnehmung dieser Ansätze oft aus. Als Aufbereiter von Baurestmassen ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass Bauherren beim Abriss eines Gebäudes ein echtes Interesse an Nachhaltigkeit zeigen und diese Haltung auch gegenüber ihren Auftragnehmern einfordern. Wenn die Materialien nicht bei den Aufbereitern landen, sind die Einflussmöglichkeiten entsprechend begrenzt.

Ein Beispiel ist der Abriss der Schule in Westheim: Nach umfassenden Untersuchungen wurde das gesamte Material zur Aufbereitung gebracht. Der Beton wird derzeit direkt vor Ort recycelt. Ob er anschließend tatsächlich wieder auf derselben Baustelle eingesetzt wird, steht noch nicht fest – dies wäre jedoch ein besonders gelungenes Beispiel für einen geschlossenen Materialkreislauf.

Bedauerlich ist, dass bislang noch zu wenige Planer die Bauherren stärker in die Pflicht nehmen. Oft entsteht der Eindruck, dass bestehende Ausschreibungen und Detailvorgaben nicht verändert werden sollen – was den Einsatz von Recyclingmaterialien von vornherein ausschließt.

Ausblick - Wie es weitergeht:

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht die Andreas Thaler GmbH die größten Chancen in der Verknüpfung von Regionalität, Recycling und technischer Innovation. Wer künftig erfolgreich bauen will, muss Ressourcen neu denken: lokal, effizient und nachhaltig. Thaler zeigt, wie dieser Wandel in der Praxis funktioniert: durch regionale Rohstoffe, kurze Wege und ressourcenschonende Baustoffkreisläufe.

Herausforderungen (nach Lisa Thaler):

Auf die Frage nach konkreten Projekten fällt die Antwort nicht leicht. Aktuell gibt es kaum echte „Vorzeigeprojekte“, die den Einsatz von Recyclingmaterialien im Bauwesen beispielhaft zeigen könnten. Besonders die öffentliche Hand zeigt sich hier bislang nicht als starker Partner – im Gegenteil: Häufig wird gerade dort noch an konventionellen Vorgehensweisen festgehalten. So finden die meisten recycelten Materialien derzeit in privaten Bauvorhaben Verwendung, meist in nicht sichtbaren Bauteilen oder unter versiegelten Flächen. Dadurch bleibt eine öffentliche Wahrnehmung dieser Ansätze oft aus. Als Aufbereiter von Baurestmassen ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass Bauherren beim Abriss eines Gebäudes ein echtes Interesse an Nachhaltigkeit zeigen und diese Haltung auch gegenüber ihren Auftragnehmern einfordern. Wenn die Materialien nicht bei den Aufbereitern landen, sind die Einflussmöglichkeiten entsprechend begrenzt.

Ein Beispiel ist der Abriss der Schule in Westheim: Nach umfassenden Untersuchungen wurde das gesamte Material zur Aufbereitung gebracht. Der Beton wird derzeit direkt vor Ort recycelt. Ob er anschließend tatsächlich wieder auf derselben Baustelle eingesetzt wird, steht noch nicht fest – dies wäre jedoch ein besonders gelungenes Beispiel für einen geschlossenen Materialkreislauf.

Bedauerlich ist, dass bislang noch zu wenige Planer die Bauherren stärker in die Pflicht nehmen. Oft entsteht der Eindruck, dass bestehende Ausschreibungen und Detailvorgaben nicht verändert werden sollen – was den Einsatz von Recyclingmaterialien von vornherein ausschließt.

Ausblick - Wie es weitergeht:

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht die Andreas Thaler GmbH die größten Chancen in der Verknüpfung von Regionalität, Recycling und technischer Innovation. Wer künftig erfolgreich bauen will, muss Ressourcen neu denken: lokal, effizient und nachhaltig. Thaler zeigt, wie dieser Wandel in der Praxis funktioniert: durch regionale Rohstoffe, kurze Wege und ressourcenschonende Baustoffkreisläufe.

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"Wir freuen uns über jeden Austausch und engagieren uns - vor allem über unseren Verband - sehr aktiv in der Schulung und Einführung von mineralischen Ersatzbaustoffen."

Lisa Thaler, Andreas Thaler GmbH

Kontakt

Andreas Thaler GmbH & Co.KG

Nachhaltigkeitsmonitoring A³ – Schon gewusst?

Umfragen aus dem Nachhaltigkeitsmonitor 2024/25 haben ergeben, dass 66,4% der befragten Unternehmen regionale Lieferanten bevorzugen. Außerdem berücksichtigen 53,4% der Unternehmen den Kreislauf-Gedanken im Produktdesign, indem sie recyclingfähige Rohstoffe verwenden.

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