Praxisbeispiel: Nachhaltiges Wirtschaften – Lieferkettensorgfaltspflicht und unternehmerische Verantwortung bei deuter Sport

Ergebnisse aus der Umfrage 2024/25 des A³ Nachhaltigkeitsmonitor haben ergeben, dass 41,5% der befragten Unternehmen möglichst alle Unternehmen aus der Lieferkette identifizieren wollen. Jedoch haben die Umfragen auch ergeben, dass bei den befragten Unternehmen nur 25,9% der abgefragten Maßnahmen zum Thema Arbeitsbedingungen in der Lieferkette durchschnittlich umgesetzt werden. Unternehmen stehen jedoch zunehmend in der Pflicht, entlang ihrer gesamten Lieferkette faire und sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Die deuter Sport GmbH geht hier mit gutem Beispiel voran: Mit klaren Maßnahmen, kontinuierlicher Kontrolle und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Zulieferern zeigt der Rucksack- und Schlafsackhersteller, wie sich die gesetzlichen Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes in die Praxis umsetzen lassen – und dabei auch ein Wettbewerbsvorteil entsteht. Wir waren im Gespräch mit Marco Hühn, Bereichsleitung CSR bei deuter Sport, und haben nachfragt.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit und CSR im Geschäftsmodell von Deuter Sport GmbH?

Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensstrategie verankert. Die deuter Promise-Strategie „Together for 360° Responsibility“ integriert ökologische und soziale Verantwortung in alle Geschäftsbereiche. Sie beruht auf langfristigen Partnerschaften, transparenten Lieferketten und umweltfreundlicher Produktentwicklung. CSR ist damit ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.

Warum spielt unternehmerische Verantwortung entlang der Lieferkette heute eine so zentrale Rolle?

Unternehmerische Verantwortung in der Lieferkette ist entscheidend, weil Unternehmensentscheidungen globale Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Zudem fordern gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und die EU-Richtlinie zur Corporate Sustainability Due Diligence ein systematisches Vorgehen. Deuter betont, dass Transparenz und faire Partnerschaften Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften sind.

Ergebnisse aus der Umfrage 2024/25 des A³ Nachhaltigkeitsmonitor haben ergeben, dass 41,5% der befragten Unternehmen möglichst alle Unternehmen aus der Lieferkette identifizieren wollen. Jedoch haben die Umfragen auch ergeben, dass bei den befragten Unternehmen nur 25,9% der abgefragten Maßnahmen zum Thema Arbeitsbedingungen in der Lieferkette durchschnittlich umgesetzt werden. Unternehmen stehen jedoch zunehmend in der Pflicht, entlang ihrer gesamten Lieferkette faire und sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Die deuter Sport GmbH geht hier mit gutem Beispiel voran: Mit klaren Maßnahmen, kontinuierlicher Kontrolle und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Zulieferern zeigt der Rucksack- und Schlafsackhersteller, wie sich die gesetzlichen Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes in die Praxis umsetzen lassen – und dabei auch ein Wettbewerbsvorteil entsteht. Wir waren im Gespräch mit Marco Hühn, Bereichsleitung CSR bei deuter Sport, und haben nachfragt.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit und CSR im Geschäftsmodell von Deuter Sport GmbH?

Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensstrategie verankert. Die deuter Promise-Strategie „Together for 360° Responsibility“ integriert ökologische und soziale Verantwortung in alle Geschäftsbereiche. Sie beruht auf langfristigen Partnerschaften, transparenten Lieferketten und umweltfreundlicher Produktentwicklung. CSR ist damit ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.

Warum spielt unternehmerische Verantwortung entlang der Lieferkette heute eine so zentrale Rolle?

Unternehmerische Verantwortung in der Lieferkette ist entscheidend, weil Unternehmensentscheidungen globale Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Zudem fordern gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und die EU-Richtlinie zur Corporate Sustainability Due Diligence ein systematisches Vorgehen. Deuter betont, dass Transparenz und faire Partnerschaften Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften sind.

Was waren die wichtigsten ersten Schritte im Lieferkettenmanagement bei Ihnen?

Die ersten Schritte waren die Einführung der deuter Promise Policy und eines strukturierten Due-Diligence-Zyklus, die Integration internationaler Standards (z. B. bluesign®, Fair Wear Foundation), sowie ein klares Lieferanten-Onboarding mit verbindlichen Verträgen und Verhaltenskodizes. Außerdem wurden Beschwerdemechanismen und Audits etabliert, um Transparenz und Verbesserungen sicherzustellen.

Können Sie beispielhaft Maßnahmen nennen, mit denen Sie Risikoanalysen in der Lieferkette durchführen bzw. präventive Maßnahmen treffen?

Deuter führt jährliche Risikoanalysen nach OECD-Leitlinien durch. Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere bewertet. Präventive Maßnahmen sind u. a. Lieferantenschulungen, Audits, Higg-Index-Analysen, die Anwendung des bluesign®-Systems sowie Beschwerdekanäle wie die FWF-Hotline und das atlat-System für tiefere Lieferkettenstufen.

Wie gehen Sie mit identifizierten Verstößen oder erkannten Risiken innerhalb der Lieferkette um?

Deuter verfolgt den Ansatz „Remediation before Exit“. Bei Verstößen werden zunächst Verbesserungsmaßnahmen (Corrective Action Plans) umgesetzt. Nur wenn keine Verbesserung erzielt werden kann, wird die Zusammenarbeit beendet. Das Unternehmen nutzt strukturierte Beschwerdeverfahren und regelmäßige Nachverfolgungen, um Abhilfe sicherzustellen.

Was waren die wichtigsten ersten Schritte im Lieferkettenmanagement bei Ihnen?

Die ersten Schritte waren die Einführung der deuter Promise Policy und eines strukturierten Due-Diligence-Zyklus, die Integration internationaler Standards (z. B. bluesign®, Fair Wear Foundation), sowie ein klares Lieferanten-Onboarding mit verbindlichen Verträgen und Verhaltenskodizes. Außerdem wurden Beschwerdemechanismen und Audits etabliert, um Transparenz und Verbesserungen sicherzustellen.

Können Sie beispielhaft Maßnahmen nennen, mit denen Sie Risikoanalysen in der Lieferkette durchführen bzw. präventive Maßnahmen treffen?

Deuter führt jährliche Risikoanalysen nach OECD-Leitlinien durch. Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere bewertet. Präventive Maßnahmen sind u. a. Lieferantenschulungen, Audits, Higg-Index-Analysen, die Anwendung des bluesign®-Systems sowie Beschwerdekanäle wie die FWF-Hotline und das atlat-System für tiefere Lieferkettenstufen.

Wie gehen Sie mit identifizierten Verstößen oder erkannten Risiken innerhalb der Lieferkette um?

Deuter verfolgt den Ansatz „Remediation before Exit“. Bei Verstößen werden zunächst Verbesserungsmaßnahmen (Corrective Action Plans) umgesetzt. Nur wenn keine Verbesserung erzielt werden kann, wird die Zusammenarbeit beendet. Das Unternehmen nutzt strukturierte Beschwerdeverfahren und regelmäßige Nachverfolgungen, um Abhilfe sicherzustellen.

Wie möchten Sie andere Unternehmen ermutigen, sich für ein verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement einzusetzen?

  • Verantwortliches Handeln für gesamte Unternehmen kann niemals ein*e einzele*r CSR Manager*in umsetzen. Das geht nur im Team, mit Spezialisierung und vor allem echten Committment des Managements.
  • Ein systematisches Sorgfaltsmanagement mit klaren Prozessen, Zuständigkeiten und Zielen einführen. 
  • Auf langfristige, vertrauensvolle Partnerschaften setzen und gemeinsam mit Lieferanten Verbesserungen umsetzen. 
  • Datenbasierte Analysen und transparente Berichterstattung nutzen, um Fortschritte messbar zu machen und Vertrauen zu schaffen.

Zu Ihren Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes: Was sind für Sie die größten Hürden bzw. Herausforderungen, was die größten Benefits?

Die größten Herausforderungen liegen in der Datenerhebung und Kontrolle tieferer Lieferkettenstufen sowie in der politischen Situation einiger Produktionsländer. Die größten Vorteile sind ein verbessertes Risikomanagement, stabile Partnerschaften, anerkannte Standards und eine gestärkte Resilienz der Lieferkette.

Wie ist Ihre Einschätzung? Wo stehen Sie bei dem Thema nachhaltige Lieferkette und wo möchten Sie hin?

Deuter verfügt bereits über eine weitgehend nachhaltige Lieferkette mit 89 % bluesign®-zertifizierten Hauptgeweben, Green Button 2.0-Zertifizierung und Fair Wear Leader-Status. Ziel ist eine vollständig transparente, klimaneutrale und zirkuläre Lieferkette bis 2030 mit 95 % recycelten Hauptmaterialien und flächendeckenden Beschwerdemechanismen.

Ziel für die nächsten 2-3 Jahre ist es, die notwendigen Datenflüsse zu optimieren und das nachhaltige Supply Chain Management insbesondere mit der Vielzahl an Stofflieferanten zu verbessern. Ausserdem arbeiten wir gerade daran eine Biodiversitätsstrategie zu entwickeln und diese dann auch bei strategischen Lieferanten zu skalieren.

Hintergrundinformationen über das Unternehmen Deuter:

Die Deuter Sport GmbH wurde 1898 gegründet und hat ihren Sitz in Gersthofen. Das Unternehmen gehört zur Schwan-STABILO-Gruppe und ist auf hochwertige Rucksäcke, Taschen und Schlafsäcke spezialisiert. Deuter steht für Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette. Hauptproduktionspartner ist Vina Duke in Vietnam. Deuter ist bluesign®-Systempartner, Green Button 2.0-zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation mit langjährigem Leader-Status und wurde 2022 mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis für Unternehmenspartnerschaften ausgezeichnet.

Kontakt

Deuter Sport GmbH

Marco Hühn
Head of Quality Management, CSR, Repair Service

Daimlerstr. 23
86368 Gersthofen

+49 821 4987-0
+49 821 4987-188
info@deuter.com
http://www.deuter.com

Nachhaltigkeitsmonitoring A³ – Schon gewusst?

Umfragen aus dem Nachhaltigkeitsmonitoring 2024/25 haben ergeben, dass 41,5% der befragten Unternehmen die Identifizierung möglichst aller Beteiligten aus der Lieferkette fördern, um somit gute Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette zu gewährleisten.

Umfragen aus dem Nachhaltigkeitsmonitoring 2024/25 haben ergeben, dass 41,5% der befragten Unternehmen die Identifizierung möglichst aller Beteiligten aus der Lieferkette fördern, um somit gute Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette zu gewährleisten.

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