Expertise Ressourceneffizienz Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler

Seit Jahrzehnten in Forschung und Industrie gefragter Leichtbau-Experte

Wer sich mit neuen Leichtbaumaterialien insbesondere Faserverbundwerkstoffen beschäftigt, kommt an Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler kaum vorbei. An die Universität Stuttgart promovierte er zum Thema „Beitrag zur Gestaltung und Berechnung von Verbundwerkstoffen mit dreidimensionaler Faserverstärkung“ und wurde hier 2002 Direktor des Instituts für Flugzeugbau und Inhaber des Lehrstuhls für Flugzeugbau. Nach diesen Stationen war er zwölf Jahre in der Industrie als Entwicklungsingenieur, Abteilungsleiter und wissenschaftlicher Direktor bei Firmen wie MBB, DASA, Daimler-Chrysler sowie EADS in Ottobrunn tätig. Seit 2009 ist er Leiter der Fraunhofer Institutsteils „Funktionsintegrierter Leichtbau“ in Augsburg und Inhaber des Lehrstuhls für Carbon Composites an der Technischen Universität München.

Als Abteilungsvorstand der MAI Carbon –Spitzencluster-Initiative, Gründungsvorstand des Carbon Composites e.V., Past-President der SAMPE (Society for the Advancement of Materials and Process Engineering), Mitglied des WAK (Arbeitskreis der Universitätsprofessoren im Bereich Kunststofftechnik) und der sächsischen Akademie der Wissenschaft und engagiert in verschiedenen Arbeitskreisen um den Innovationspark Augsburg ist er in der Branche ein wichtiger Gestalter und Wegbereiter für den breiten Einsatz neuer Leichtbaumaterialien.

Herr Prof. Drechsler, Sie sind Experte für funktionsintegrierten Leichtbau. Was ist das eigentlich?

Leichtbau ist gerade im Maschinen- und Fahrzeugbau schon lange ein wichtiges Thema, um den Energie- und Materialbedarf und damit die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Der Funktionsintegrierte Leichtbau geht noch einen Schritt weiter und kombiniert leichte Bauweisen mit weiteren Funktionen, z.B. eine PKW-Heckklappe mit integrierter Antennenfunktion für Satellitennavigation, Mobilfunk und Radio. Durch eine solche Multifunktionalität können in großen Umfang Kosten und Ressourcen eingespart werden.

Wer sich mit neuen Leichtbaumaterialien insbesondere Faserverbundwerkstoffen beschäftigt, kommt an Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler kaum vorbei. An die Universität Stuttgart promovierte er zum Thema „Beitrag zur Gestaltung und Berechnung von Verbundwerkstoffen mit dreidimensionaler Faserverstärkung“ und wurde hier 2002 Direktor des Instituts für Flugzeugbau und Inhaber des Lehrstuhls für Flugzeugbau. Nach diesen Stationen war er zwölf Jahre in der Industrie als Entwicklungsingenieur, Abteilungsleiter und wissenschaftlicher Direktor bei Firmen wie MBB, DASA, Daimler-Chrysler sowie EADS in Ottobrunn tätig. Seit 2009 ist er Leiter der Fraunhofer Institutsteils „Funktionsintegrierter Leichtbau“ in Augsburg und Inhaber des Lehrstuhls für Carbon Composites an der Technischen Universität München.

Als Abteilungsvorstand der MAI Carbon –Spitzencluster-Initiative, Gründungsvorstand des Carbon Composites e.V., Past-President der SAMPE (Society for the Advancement of Materials and Process Engineering), Mitglied des WAK (Arbeitskreis der Universitätsprofessoren im Bereich Kunststofftechnik) und der sächsischen Akademie der Wissenschaft und engagiert in verschiedenen Arbeitskreisen um den Innovationspark Augsburg ist er in der Branche ein wichtiger Gestalter und Wegbereiter für den breiten Einsatz neuer Leichtbaumaterialien.

Herr Prof. Drechsler, Sie sind Experte für funktionsintegrierten Leichtbau. Was ist das eigentlich?

Leichtbau ist gerade im Maschinen- und Fahrzeugbau schon lange ein wichtiges Thema, um den Energie- und Materialbedarf und damit die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Der Funktionsintegrierte Leichtbau geht noch einen Schritt weiter und kombiniert leichte Bauweisen mit weiteren Funktionen, z.B. eine PKW-Heckklappe mit integrierter Antennenfunktion für Satellitennavigation, Mobilfunk und Radio. Durch eine solche Multifunktionalität können in großen Umfang Kosten und Ressourcen eingespart werden.

Zitat:

„Wir wollen die Wertschöpfung technischer Leichtbauprodukte durch einen gezielten Einsatz von Carbonfasern optimieren. Leichtbau ist immer die umfassende Klammer, egal ob es um Energieeffizienz oder effiziente Prozesse geht.“

Prof. Dr. Klaus Drechsler

Welche Forschungsfragen beschäftigen Sie derzeit im Bereich Ressourceneffizienz?

Mein Bestreben ist es, eine solide, wissenschaftliche Basis zu schaffen, um verschiedene Fertigungsprozesse hinsichtlich ihrer Energieeffizienz aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu bewerten, z.B. für verschiedene CFK-Fertigungstechnologien.

Ein anderer Bereich ist das Recycling. In dieser Abteilung erforschen wir ebenfalls grundlegende Prozesse und Lösungen, die auch tatsächlich in der Industrie eingesetzt werden können und die einen ökonomischen Mehrwert für die Unternehmen generieren. Wir arbeiten beispielsweise mit Unternehmen zum Thema Recycling von Faserverbundwerkstoffen zusammen.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit am Institut ist es außerdem werkstoffgerechte Bauweisen zu entwickeln sowie intelligente Mischbauweisen zu entwickeln und umzusetzen, die eine größtmögliche Funktionsintegration gewährleisten. Dazu beschäftigen wir uns nicht nur intensiv mit der Charakterisierung der Materialeigenschaften, sondern entwickeln auch werkstoffgerechte und gewichtsoptimierte Bauweisen, die eine industrialisierte Fertigung ermöglichen.

Warum sollten sich Unternehmen für Ressourceneffizienz interessieren?

Aus meiner Sicht ist effizientes Arbeiten das ureigene Interesse des produzierenden Gewerbes. Der Energieverbrauch ist in dieser Branche so hoch, dass sich Einsparungen enorm auf die Kosten auswirken. Aber neben den Kosten sollte auch das ökologische Interesse der Unternehmen geweckt werden und ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Deutschland als Vorreiter auftreten kann, denn unsere Produkte sind wirklich effizient und umweltschonend. Die Unternehmen haben mit dem Thema Ressourceneffizienz auch die Chance, ihr Image positiv zu gestalten und sich daraus einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Außerdem sind auch die gesetzlichen Vorschriften streng und um Strafzahlungen zu vermeiden, werden Unternehmen ressourceneffizient wirtschaften und handeln müssen.

 

Kernkompetenzen von Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler:

  • Konzeption und Bewertung von Leichtbaufertigungsprozessketten
  • Optimierung von Recyclingprozesse von Faserverbundwerkstoffen
  • Life-Cycle-Betrachtungen
 

Mit welchen Problemen oder Fragestellungen könnte ich als Kunde oder Ratsuchender zu Ihnen kommen? Welche Kunden oder Kooperationspartner suchen Sie?

Wir arbeiten grundsätzlich mit jeder Art von Unternehmen zusammen. Wir beraten die Unternehmen bei Problemen mit Anlagen und unterstützen bei der optimierten Gestaltung von Produkten. Unser Querschnittsthema ist „Effizienz“.

Mit großen Firmen haben wir bereits oft in Verbundprojekten zusammengearbeitet und sind auch hier offen für weitere Kooperationen. Auch mit anderen Forschungseinrichtungen arbeiten wir engzusammen, um die Grundlagenforschung voranzutreiben und verschiedene Prozesse noch effizienter zu gestalten.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema Ressourceneffizienz?

Mit dem Bereich Ressourceneffizienz und genauer mit dem Thema Leichtbau beschäftige ich mich seit ich im Jahr 1979 in die Industrie eingestiegen bin. Hier war ich unteranderem im Flugzeugbau tätig. Leichtbau ist in diesem Bereich ein ständiges Ziel, da Leichtbaustrukturen mehr Nutzlast ermöglichen und durch aerodynamische Bauweise viel Kosten eingespart werden können. Aber auch im Automobilbau habe ich mich mit einer effizienteren Bauweise auseinandergesetzt. Durch die Ölkrisen wurden Einsparungen notwendig. Der Bereich Elektromobilität ist durch die Reichweiten-Problematik ebenfalls offen für Leichtbau.

Was sind Ihrer Meinung nach die aktuell wichtigsten Herausforderungen im Bereich Ressourceneffizienz für die Zukunft?

Für mich ist die größte Herausforderung, dass wir konsequent Prozesse über den gesamten Wertschöpfungsweg hinweg energie- und ressourceneffizient gestalten. Im Leichtbau sind wir bereits sehr gut entwickelt und auch in der Recycling-Thematik machen wir große Fortschritte, allerdings ist noch in beiden Bereichen Potential nach oben vorhanden, um für noch energie- und ressourceneffizientere Werkstoffe und Prozesse zu sorgen.

Kontakt

Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV

Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler
Institutsleiter, Geschäftsleitungsebene

Am Technologiezentrum 2
86159 Augsburg

+49 821 90678-200
+49 821 90678-199
klaus.drechsler@igcv.fraunhofer.de
http://www.igcv.fraunhofer.de

Angebote, Projekte und Experten des Fraunhofer IGCV für Unternehmen

Praxisbeispiel: Nachhaltiges Wirtschaften Studie zeigt wirtschaftliche Potenziale des Textilrecyclings für Bayern auf

Im Rahmen der Studie „Ökonomische Potenziale des Textilrecyclings und der Wasserstofferzeugung aus Textilabfällen in Bayern“ wurden verschiedene Recyclingverfahren untersucht und bewertet. Die bayerische Wirtschaft sieht große Chancen. ... mehr
Mehr lesen

Angebot Innovation Kostenfreie Projektunterstützung für KMU und Handwerksunternehmen

Ob zur Unterstützung bei einem Digitalisierungsvorhaben oder bei einer ersten Idee mit Startschwierigkeiten – das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg finanziert durch das BMWK, bietet kostenfreie Potenzialanalysen und Projekte für kleine und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk an. ... mehr
Mehr lesen

Angebot Ressourceneffizienz Interaktive Visualisierung und Gamification

Sie möchten einen komplexen Sachverhalt, anschaulich und verständlich strukturieren und darstellen? Sie möchten die Auswirkungen eines bestimmten Verhaltens oder von Entscheidungen visualisieren und so Anwender Ihrer Produkte z.B. zu ressourceneffizientem Handeln motivieren? Wir motivieren mit interaktiven Medien und spielerischen Ansätzen für Ressourceneffizienz z.B. im Energie- oder Gebäudebereich. ... mehr
Mehr lesen

weitere Expertise aus dem Bereich Ressourceneffizienz

weitere Artikel zum Thema Ressourceneffizienz

News Nachhaltiges Wirtschaften KUMAS-Leitprojekt 2024: Förderung herausragender Umweltinnovationen

Bis zum 31. August 2024 können Leitprojekte, die in besonderem Maße geeignet sind, Umweltkompetenz zu demonstrieren, beim KUMAS - Kompetenzzentrum Umwelt e. V. eingereicht werden. Ausgezeichnet werden die Preisträger mit der Auszeichnung „KUMAS-Leitprojekt 2024“. Außerdem werden diese ein Jahr lang in den Medien, auf der Internetseite des KUMAS-UMWELTNETZWERKS, Messeauftritten und den Netzwerkveranstaltungen präsentiert. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Die Initiative „KI-Leuchttürme“ leutet den dritten Förderaufruf ein

Das BMUV fördert Leuchtturmprojekte, bei denen mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI ) eine positive Umweltbilanz erzielt wird. Bis zum 17. Mai 2024 können Sie sich mit Ihrer Projektskizze zum Thema "natürlicher Klimaschutz mithilfe von KI " bewerben. ... mehr
Mehr lesen

News nachhaltiges Wirtschaften Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Bewerbungsphase 2024 angelaufen

Bereits zum 17. Mal wird in diesem Jahr der Deutsche Nachhaltigkeitspreis vergeben und ist somit der größte seiner Art in Europa. Für die Auszeichnung können sich Akteure aus der Wirtschaft in den Kategorien Unternehmen, Architektur, Sport, Internationaler DNP sowie erstmalig Gesundheit und Produkte bewerben. ... mehr
Mehr lesen

News Nachhaltiges Wirtschaften Förderung für Öko-Kleinprojekte 2024

Für das Jahr 2024 plant die Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg die Förderung eines „Verfügungsrahmens Ökoprojekte“ zu beantragen. Diese wird beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Schwaben eingereicht. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Wann kommt Wasserstoff nach Schwaben? Von Ihnen hängt die zukünftige Wasserstoffversorgung der Region ab!

Die nächste Erhebungsphase der Wasserstoffbedarfe für die Planung des bundesweiten H2-Netzes läuft vom 07.02. bis zum 22.03.2024. Ob es im Wirtschaftsraum Augsburg-Schwaben 2030 Wasserstoff geben wird, hängt entscheidend davon ab, welche Wasserstoffbedarfe die Unternehmen JETZT melden! ... mehr
Mehr lesen

News Nachhaltiges Wirtschaften Zubau von Solaranlagen auf Rekordhoch

Neuer Rekord! Über 1.000 Photovoltaik-Anlagen wurden 2023 in Augsburg auf und an Gebäuden neu installiert. Das entspricht der Menge an neuen PV-Anlagen in den Jahren 2013 bis 2019 zusammen.  Solarenergie ist die Energie der Sonnenstrahlung, die technisch genutzt werden kann, vor allem zur ... mehr
Mehr lesen

Pressemitteilung 31.01.2024 Konferenz zum regionalen Klimaschutz 2024 gibt Einblicke in die Praxis

Die 6. Regionale Klimaschutzkonferenz A³ fand Ende Januar in der Stadthalle in Neusäß mit rund 180 Personen statt. Im Mittelpunkt standen dieses Mal gute Beispiele für regionalen Klimaschutz aus der Praxis, insbesondere von und für Unternehmen. ... mehr
Mehr lesen

News Nachhaltiges Wirtschaften Wochen der Nachhaltigkeit 2023 bringen über 1.000 Menschen zusammen

Der letzte Herbst war Schauplatz der 7. Auflage der „Wochen der Nachhaltigkeit“ im Wirtschaftsraum Augsburg. Vom 18.09. bis zum 24.11.2024 fanden 30 Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen statt. ... mehr
Mehr lesen

News Innovation Innovationswettbewerb für Nachhaltigkeit im Bausektor – Ihre Ideen sind gefragt!

Sind Sie ein Unternehmen aus der Baubranche, eine Forschungseinrichtung, oder arbeiten Sie als Planende bzw. Architekten in Bayern? Haben Sie innovative Ansätze für umweltverträglichen, nachhaltigen und ressourceneffizienten Bau? Machen Sie mit beim Ideenwettbewerb! ... mehr
Mehr lesen

News Nachhaltiges Wirtschaften Vorschlagsphase zum Bayerischen Klimaschutzpreis 2024 hat begonnen

Die Bayerische Staatsregierung wird auch im Jahr 2024 den Bayerischen Klimaschutzpreis verleihen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird für herausragende Initiativen in den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung vergeben. Ausgezeichnet werden können sowohl natürliche Personen (Privatpersonen) ... mehr
Mehr lesen

News Immobilien Gersthofens Grünes Herz

Der Stadtrat von Gersthofen stimmte im Oktober für das grüne Herz. Die Pläne für Gersthofens neue Mitte werden nun umgesetzt. Grün, multifunktional, urban – das sind die Schlagwörter, die die Neugestaltung der Gersthofer Stadtmitte beschreiben sollen. ... mehr
Mehr lesen

News Immobilien Zukunftsweisendes, autofreies Stadtquartier

Die Wohnbaugruppe Augsburg wird das Gebiet „Centerville-Nord / Weltwiese“ neu entwickeln. Geplant ist die umfassende Neustrukturierung des rund 14,5 ha großen Geländes rund um die Carl-Schurz-Straße in Kriegshaber. Dazu wurde im März ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. ... mehr
Mehr lesen

Angebot für Unternehmen A³ Fachkräftekampagne: arbeiten und leben in A³

Ohne gezieltes Fachkräfte-Marketing geht heute nichts mehr. Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH startet 2024 mit einer neuen A³ Fachkräftekampagne für den Wirtschaftsraum Augsburg.

Ziel: Werbung für die Region und für die attraktiven Arbeitgeber in A³.

Beteiligen Sie sich als Arbeitgeber, denn nur gemeinsam erreichen wir einen hohen Bekanntheitsgrad und ein (noch) besseres Image für die Region Augsburg bei gesuchten Fachkräften.

Ohne gezieltes Fachkräfte-Marketing geht heute nichts mehr. Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH startet 2024 mit einer neuen A³ Fachkräftekampagne für den Wirtschaftsraum Augsburg.

Ziel: Werbung für die Region und für die attraktiven Arbeitgeber in A³.

Beteiligen Sie sich als Arbeitgeber, denn nur gemeinsam erreichen wir einen hohen Bekanntheitsgrad und ein (noch) besseres Image für die Region Augsburg bei gesuchten Fachkräften.

Jetzt informieren und mitmachen!